Neue Fonttools-Versionen

11.01.2006
Neues vom Markt der Programme zur Schriftenmodifizierung - Aktualisierungen von PopChar, Fontographer und FontLab erhältlich ...

Wer im Publishing-Bereich arbeitet muss oft große Schriftensammlungen verwalten und zum Teil auch editieren. Ob Sonderzeichen hinzufügen bzw. überhaupt nutzen oder für einen Kunden vollkommen neue Schriften entwerfen – zur Schriftenmodifikation und -umwandlung gibt es zahlreiche interessante Programme für Mac und Windows auf dem Markt. Einige davon erhielten jetzt endlich zum Teil lang ersehnte Aktualisierungen: PopChar gibt es jetzt auch für Windows, Fontographer wurde zum Leben erweckt zur nativen Mac OS X-Anwendung und FontLab 5 ist nun für den Mac erhältlich.

Schriftenmodifizierung - wozu?

Im Publishing-Bereich kommt man nicht darum herum, Schriften zu editieren, Sonderzeichen zu verwenden oder gar selbst zu erstellen oder diverse Zeichen umzuwandeln. Denn oft wünscht sich eine Kunde ein besonderes "a" anstelle des Standard-"a" oder ein dem Firmenlogo angepasstes Sonderzeichen. Früher war die Erstellung dieser Zeichen mühsam am Zeichenbrett und nur mit dem Wissen eines ausgebildeten Typografen zu bewerkstelligen. Auch heute noch benötigt man dieses Wissen, doch die Umsetzung erfolgt mittels diversen Programmen, sogenannten Fonteditoren, mit denen sich Schriften konzipieren, erstellen oder modifizieren lassen. Zahlreiche weitere Möglichkeiten, wie die Umwandlung von einem Schriftformat in ein anderes, bieten diese Programme darüber hinaus meist auch noch an. Doch viele der Tools sind veraltet, wurden kaum weiterentwickelt oder es gibt sie nur für eine Plattform. Ende letzten Jahres aber tat sich etwas auf dem Markt der Fonteditoren.

FontLab Studio 5 jetzt auch für Mac

So auch beim derzeitigen Marktführer im Bereich Fonteditoren, FontLab der gleichnamigen Firma. In den vergangenen Jahren entwickelte sich der Schrifteneditor zum Favoriten der meisten Schriftdesigner. Nachdem die neue Version 5 zunächst nur für Windows zur Verfügung stand, können jetzt auch Mac-Anwender die neue Version nutzen. Laut Hersteller ist sie die "umfassende" Lösung für Schrifthersteller, Schriftdesigner, Tyopgrafen und Grafik-Designstudios. Denn FontLab 5 erlaubt die Konzeption, Entwurf, Erstellung und Modifizierung von Schriften und unterstützt dabei auch alle wichtigen Formate, darunter Type 1, TrueType, Multiple Master and OpenType. In die neue Version flossen zudem zahlreiche Anwenderwünsche ein, wie bessere Metrik- und Kerning-Bearbeitung, verbesserte OpenType-Unterstützung, UnidCode 4.2 wird unterstützt und es gibt neue Modi be, Drucken von Schriftmustern. Das Programm kann für Mac und PC für 649,- US-Dollar gekauft werden, das Update von einer älteren Version kostet 99,- US-Dollar.

Fontographer wieder am Leben! - Version 4.7 für Mac OS X

Ein weiteres interessantes Programm ist/war der Schrifteneditor Fontographer. Ursprünglich von Altsys entwickelt, wurde dieser an Macromedia verkauft und seit 1996 und Version 4.1 nicht mehr weiterentwickelt. Der Fontographer ist ein Urgestein des DTP, denn er ermöglichte es quasi jedem, Schriften selbst herzustellen. Heraus kamen in den 90er Jahren zahlreiche gute und meist weniger gute Schriften - und viele experimentieren noch heute mit dem Fontographer, dem man schon auf Grund der fehlenden Weiterentwicklung das Ende vorausgesagt hatte. Das aber änderte sich mit der Übernahme des Produkts durch den eigentlichen Konkurrenten FontLab Ltd. im letzten Jahr. Das Unternehmen, das die direkte Konkurrenz zum Fontographer (FontLab) herstellte, kaufte den Editor, restaurierte ihn und verpasste ihm ein neues Kleid. Seit Dezember 2005 ist Fontographer in Version 4.7 für Mac OS X erhältlich. Das Programm ist nicht mehr nur auf die Classic-Umgebung angewiesen, sondern läuft vollkommen nativ unter Mac OS X. Natürlich gibt es außerdem eine Windows-Version. Es wurden zahlreiche Fehler behoben, so dass endlich auch das Euro-Zeichen unterstützt wird und der Austausch zwischen neuen Versionen von Illustrator, Freehand und Fontographer per Copy+Paste funktioniert.

Sonderzeichen mit PopChar - jetzt auch für Windows

Neu ist auch das bereits bei vielen Mac-Anwendern bekannte Hilfsprogramm PopChar herausgekommen - diesmal jedoch für den Windows-Rechner. PopChar erlaubt die einfache Eingabe von Sonderzeichen, nachdem man das Programm über ein kleines Icon einfach aufruft. Mit einem Klick kann man dann das gewünschte Sonderzeichen in die eben laufende Arbeitsumgebung einfügen. Nachdem das Tool unter Mac-Nutzern so erfolgreich war, entschlossen sich die Entwickler endlich auch für eine Windows-Version. Das Ergebnis ist PopChar Win 2.0, das nun auch mit deutscher Umgebung ausführbar ist und UniCode 4.1.0 unterstützt. Daneben wird im Programm selbst jetzt auch das Zeichen in der gewünschten Schriftart als Zeichen angezeigt. Eine Einzellizenz des Programms beläuft sich auf 30,- US-Dollar bei Order per Mail.

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