Neue Apple Hard- und Software

06.05.2005
Apple stellt neues Betriebssystem "Tiger" und schnellere und preisreduzierte iMacs und eMacs vor, reduziert Preis für Cinema Displays und veröffentlicht ein Power Mac-Update ...

In den vergangenen zwei Wochen stellte Apple mehr Produktneuheiten vor, als im ganzen letzten halben Jahr. Nachdem zuvor die Gerüchteküche - mal wieder - überkochte, ob es neue PowerMacs, iMacs und eMacs geben wird, machte Apple Nägel mit Köpfen.

Apple aktualisiert G5 Power Macs

Am 27. April, zwei Tage vor dem offiziellen Verkaufsstart von Apples neuem Betriebssystem "Tiger" (Mac OS X 10.4), stellte Apple die bisher schnellsten und leistungsfähigsten Power Mac G5 Modelle vor, die mit zwei 64-Bit PowerPC G5-Prozessoren mit bis zu 2,7 GHz und dem Betriebssystem Mac OS X v10.4 "Tiger" ausgestattet sind. Die eigentlich nur überarbeiteten Power Macs bieten eine schnellere Grafikleistung, mehr Videospeicher und damit auch die Unterstützung des Apple 30-Zoll Cinema HD Display, auf die viele Anwender schon lange gewartet hatten. Mit größeren Festplatten und schnellem 16x SuperDrive mit Double-Layer-Unterstützung und ab Werk eingebauten 512 MB Arbeitsspeicher sind die Power Macs damit tatsächlich die absoluten Topmodelle des Computerherstellers.

Neue Grafikoptionen mit Power Mac G5

Serienmäßig sind die neuen Power Mac G5-Modelle entweder mit der ATI Radeon 9600 mit 128 MB DDR SDRAM oder der ATI Radeon 9650 mit 256 MB DDR SDRAM ausgestattet. Damit ist es möglich, zwei Displays parallel anzuschließen. Neue Grafikoptionen bieten zudem die Möglichkeit, das 30-Zoll Cinema HD Display von Apple anzusteuern. Im 2,7 GHz-Modell ist die Unterstützung für das Apple 30-Zoll Cinema HD Display bereits integriert, die anderen Modelle lassen sich entsprechend konfigurieren. An die optional erhältliche NVIDIA GeForce 6800 Ultra DDL sind sogar zwei 30-Zoll Cinema HD Displays gleichzeitig anzuschließen. Deshalb sind die neuen Dualprozessor Power Mac G5 Modelle für Grafiker und Designer besonders interessant.

Preise und Ausstattungen für Power Mac G5

Denn neben der Leistungsfähigkeit und Ausstattung, zu der serienmäßig auch AirPort Extreme Karte und Bluetooth Modul gehören, ist das Einstiegsmodell mit einem PowerPC G5 1,8 GHz Prozessor bereits für 1.399,- EUR inkl. MwSt. erhältlich. Der zwei 2,0 GHz 64-Bit PowerPC G5 mit 512 MD RAM und einer 160 GB Festplatte, sowie der ATI Radeon 9600 mit 128 MB DDR SDRAM beläuft sich auf 1.919,- EUR inkl. MwSt. Für 2399,- EUR inkl MwSt. ist der zwei 2,3 GHz 64-Bit PowerPC G5 erhältlich. Er verfügt über 512 MB RAM, 250 GB Festplatte, AGP 8X Pro Grafiksteckplatz sowie die ATI Radeon 9600 mit 128 MB DDR SDRAM. Das Topmodell der Power Mac Produktpalette für 2.879,- EUR aber besitzt zwe 2,7 GHz 64-Bit PowerPC G5 Prozessoren sowie 512 MB RAM, 250 GB Festplatte, AGP 8X Pro Grafiksteckplatz und die ATI Radeon 9650 mit 256 MB DDR SDRAM und Unterstützung für ein 30-Zoll Apple Cinema HD Display.

Neue eMacs und iMacs G5

Neben den neuen PowerMacs hat Apple nur eine Woche später auch die iMac- und die eMac-Serie aktualisiert und dabei noch einmal die Preise gesenkt. So verfügen sämtliche iMac-Modelle nun über eine AirPort Express-Karte, standardmäßig 512 MByte RAM, 128 MB Grafikspeicher und das kleinste iMac-Modell einen Prozessortakt von 1,8 GHz. Die neuen eMacs erhielten statt 1,25 GHz einen Prozessortakt von 1,42 GHz sowie eine Radeon 9600-Grafikkarte und ein SuperDrive, mit dem auch Dual Layer-DVDs gebrannt werden können. Sie sind ab 779,- EUR erhältlich.

Echter Agenturrechner: iMac G5

Interessanter als Agenturrechner dürften allerdings die iMac-Modelle sein. Besonders das Flaggschiff mit 20"-Monitor mit 1680 x 1050 Auflösung, ausgestattet mit einem 2,0 GHz 64-bit PowerPC G5 Prozessor, 512 MB RAM, 8x SuperDrive Laufwerk, ATI Radeon 9600 Grafik mit 128 MB Videospeicher, integriertem AirPort Extreme WLAN und Bluetooth 2.0 +EDR und 250 GB Festplatte, bietet für seinen Preis von nur 1.759,- EUR eine echte Alternative zum Power Mac G5. Zwar erfuhr dieser keine Beschleunigung, doch das große Display und die hervorragende Grafikkarte, die nach Aussage von ATI auch Core-Image und Core-Video unterstützt, machen aus dem iMac G5 einen hervorragenden Designrechner.

Preise und Ausstattungen für iMac G5

Die beiden 17"-Modelle der neuen iMac-Reihe, ebenfalls jeweil mit einer ATI Radeon 9600 Grafikkarte ausgestattet, wurden hingegen in ihrer Leistungsfähigkeit beschleunigt. Der iMac mit 1,8 GHz 64-bit PowerPC G5 Prozessor ist ab Werk mit 512 MB RAM, einer 160 GB Festplatte und dem 24x Combo-Laufwerk ausgestattet und für 1.269,- EUR erhältlich. Der schnellere 2.0 GHz 64-bit PowerPC G5 Prozessor des großen Bruders hingegen bietet zusätzlich das 8x SuperDrive-Laufwerk und 160 GB Festplatte. Der Käufer muss hierfür 1.469,- EUR bezahlen.

Reduzierte Cinema Displays

Ebenfalls interessant für Agenturen ist die preisliche Reduzierung der Apple Cinema Displays im Breitbild-Format. Sie sind jetzt günstiger denn je erhältlich, denn das 20"-Display schlägt nur noch mit 789,- EUR zu Buche. Der Preis für das 23"-Modell beträgt 1.499,- EUR. Und das fast schon legendäre 30" Cinema HD Display, das nun am neuen Power Mac G5 2,7 GHz sowie dem schon länger auf dem Markt befindlichen 1,67 GHz PowerBook (17") betrieben werden kann, kostet 3.019,- EUR. Optional (Bulit-to-order-Konfiguration) können auch die neuen 2,0 GHz und 2,3 GHz Power Mac G5-Systeme sowie das 15 Zoll PowerBook mit 1,67 GHz für die Ansteuerung des 30" Cinema HD Displays über die NVIDIA GeForce 6800 Ultra DDL Grafikkarte mit 256 MB DDR SDRAM konfiguriert werden.

Und Tiger?

In den vergangenen Wochen aber beschränkte sich Apple nicht nur auf Hardware-Neuerungen. Am Freitag, den 29. April, hieß das Motto "Der Tiger ist los"! Mit Mac OS X v10.4, auch "Tiger" genannt, startete Apple lange vor Microsoft ins Rennen um das fortschrittlichste Betriebssystem. Tiger verfügt über mehr als 200 neue, innovative Eigenschaften, unter anderem Spotlight und Dashboard. Spotlight ist eine neuartige Suchtechnologie, über die sich beispielsweise Dokumente, E-Mails, Adressen und Bilder auf dem Mac blitzschnell auffinden lassen. Dashboard ist der bequemste Weg, um durch eine neue Klasse von Programmen, die "Widgets" genannt werden, auf wichtige Informationen wie z.B. den Wetterbericht und Aktienkurse sehr schnell zuzugreifen. Tiger setzt mindestens 256 MB RAM Speicher voraus und läuft auf jedem Macintosh Computer mit PowerPC G5, G4, oder G3 Prozessor und integriertem FireWire.

Anfangssschwierigkeiten

So unglaublich die Neuheiten im neuen Betriebssystem klingen, noch ist die Umstellung von 10.3.9 auf 10.4 nicht immer problemlos zu bewerkstelligen. Vor allem Benutzer von Netzwerkapplikationen wie Ciscos VPN-Software berichteten nach der Installation aber über Probleme. Zwar sind alle Software-Hersteller derzeit extrem bemüht, ihre Anwendungen auf Tiger zu portieren, doch sollten sich an Tiger Interessierte zunächst über die Kompatibilität ihrer Anwendungen zum Betriebssystem erkundigen, bevor eine Umstellung in Erwägung gezogen wird. Denn auch Netzwerkkarten und Modems zeigen Probleme mit Tiger. Hier wird die Schmusekatze mitunter zum reißenden Raubtier. Besonders problematisch scheinen zu sein: D-link DWL-G122 USB Adapter, Linksys PCcard, Orinoco card, Netgear MA401 wireless PC card, NetZero (dialup) und Belkin Wireless G (F5D7050) USB Adapter. Wer allerdings nicht über problembehaftete Soft- und Hardware verfügt, dem kann Tiger ein schneller Begleiter werden, der mit seinen neuen Funktionen durchaus Spaß bereitet.

Tiger-Preise

Mac OS X v10.4 "Tiger" ist im Apple Fachhandel für 129,- EUR inkl. MwSt. verfügbar. Das Mac OS X Tiger Family Pack ist als 5-Benutzer-Lizenz mit gemeinsamen Wohnort für 199,- EUR inkl. MwSt. erhältlich. Volume- und Maintenance-Preise können bei Apple in Erfahrung gebracht werden.

Werden Sie ein Teil unserer Welt!

Bestellen Sie unseren Newsletter und erhalten Sie Drucktipps, Angebote sowie Neuigkeiten aus der Druckbranche direkt per E-Mail.
Zusätzlich schenken wir Ihnen einen 5 EUR Gutschein für Ihre erste Bestellung.