Networking im Internet

25.09.2008
Business-Plattformen wie Xing oder LinkedIn laden im Internet zum Austausch mit Gleichgesinnten und Branchenkollegen ein. Was bringen und was kosten die Dienste?

Netzwerke spannen, Geschäftspartner kennen lernen und Aufträge erhalten: Mit diesen Möglichkeiten locken Business-Plattformen wie Xing oder LinkedIn. Das „Networking“ im Internet wird immer beliebter, wie die steigenden Mitgliederzahlen belegen. Nutzen diese Leistungen auch den Kreativen? Was bieten die Plattformen für sie?

Wie Business-Plattformen funktionieren

Kontakte, Kontakte, Kontakte: Das ist die „Ware“, mit der Xing und LinkedIn handeln. Das Prinzip ist einfach: Anwender können sich registrieren und anschließend nach Kollegen oder Freunden suchen. Diese werden dann zum eigenen Netzwerk eingeladen und bei erfolgreicher Bestätigung hinzugefügt. Der Clou: Sucht der Nutzer nun nach möglichen Geschäftspartnern, wird ihm angezeigt, wie er über seine Kontakte zu anderen vernetzt ist. So basiert das Geschäftskonzept der Plattformen auf der Theorie, dass es immer jemanden gibt, der jemanden kennt, der den anderen kennt. Über diese „Mittelsperson“ lässt sich dann ein neuer Kontakt umso leichter anbahnen.

Eigene Präsentation

Auch für Personen, die nicht unbedingt an neuen Kontakten interessiert sind, lohnen sich die Plattformen. Sie können sich mit Ihren Fähigkeiten präsentieren. Das ist lukrativ für Selbstständige, die so neue Kunden ansprechen können, aber auch für Angestellte, die für ihre Geschäftspartner im Internet präsent sein wollen oder vielleicht auf der Suche nach einem neuen Job sind. Ausgeklügelte Suchfunktionen machen es zum Beispiel möglich, nach früheren Arbeitgebern, Sprachkenntnissen, Branchen, Orten oder ehemaligen Studenten einer bestimmten Hochschule zu suchen.

Verschiedene Gruppen

Darüber hinaus gibt es auf den Business-Plattformen auch Foren, die Gleichgesinnte zum Austausch einladen. Hier finden sich nicht nur Kollegen aus der gleichen Branche zusammen, auch die Hobbys spielen eine Rolle. Skifahrer haben ihre eigene Gruppe, ebenso wie Frankreich-Liebhaber oder ehemalige Studenten der Universität München. Durch die Teilnahme an diesen Foren oder Diskussionen kann man ebenfalls schnell neue Kontakte finden, die ähnliche Interessen haben und mit denen man auf einer Wellenlänge liegt.

Wissenswertes über Xing

Die bekannteste Plattform hierzulande ist Xing, das früher Open BC hieß. Laut Anbieter sind inzwischen mehr als sechs Millionen Menschen angemeldet. Eine herkömmliche Mitgliedschaft mit eingeschränkten Funktionen (zum Beispiel bei der Suche) ist kostenlos. Die Premium-Mitgliedschaft schlägt mit 5,95 Euro im Monat zu Buche. Xing bietet auch die Möglichkeit, persönliche Nachrichten zu verschicken. Ein wöchentlicher Newsletter informiert darüber, welche Mitglieder das eigene Profil aufgerufen haben, welche Änderungen es im Netzwerk gab und welche Kontakte in der nächsten Woche Geburtstag haben.

Xing für Kreative

Angestellte und Selbstständige aus der kreativen Branche finden auf Xing viele interessante Fachgruppen. So bietet der Dienst beispielsweise Foren wie „Druck & Druckvorstufe“ und „Print & Produktion“. Existenzgründer & Selbstständige erhalten im gleichnamigen Forum Tipps für den Start. Der „Freiberufler Projektmarkt“ schafft einen Überblick über Angebote und Gesuche – auch in den Bereichen „Werbung, Text und Media“. Das Forum bietet auch die Gelegenheit, sich und seine Dienstleistungen anzubieten. Andere Gruppen heißen „Fotografen, Grafiker, Künstler, Designer“, „Agentur-Marketing“ oder „Mediengestalter für Digital- und Printmedien“. Die Auswahl ist beinahe unerschöpflich und wird täglich größer – schließlich kann jedes Xing-Mitglied neue Gruppen öffnen.

Wissenswertes über LinkedIn

In Deutschland weniger bekannt ist das Netzwerk LinkedIn, das vor allem international und in den USA verbreitet ist. Es verbindet rund 25 Millionen Mitglieder, ist allerdings nur auf Englisch nutzbar. Über „LinkedIn Jobs“ kann gezielt nach Arbeitsplätzen gesucht werden. Wie bei Xing ist die Basis-Mitgliedschaft kostenlos. Darüber hinaus gibt es mehrere kostenpflichtige Varianten: „Personal Plus“ kostet 60 US-Dollar jährlich – damit können zum Beispiel unbegrenzt persönliche Nachrichten verschickt werden. Der „Business Account“ kostet 199,50 US-Dollar im Jahr. Damit können erweiterte Daten von bis zu 100 Personen angezeigt werden, die nicht Teil des persönlichen Netzwerks sind. 500 US-Dollar im Jahr ist der Preis für „Business Plus“, der die Daten von 150 Personen außerhalb des Netzwerks frei schaltet. 200 Daten und weitere Funktionen enthält der „Pro Account“ für 2.000 US-Dollar im Jahr.

LinkedIn für Kreative

Auch auf LinkedIn finden Designer und Grafiker eigene Gruppen. Aufgrund der Internationalität ist es jedoch schwieriger, Projekte zu finden. Der Austausch findet ausschließlich auf Englisch statt. Die Foren umfassen Gruppen wie „Media Professionals“, „Web Developer & Graphic Designers“ oder die „Print Industry Networking Group“. Um globale Kontakte anzubahnen oder eventuell einen Job im Ausland zu finden, eignen sich diese Dienste gut.

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