Nachhaltigkeit im Design

16.09.2010
Heute schon an morgen denken: Nachhaltiges Design berücksichtigt ökologische, soziale, ethische und ökonomische Faktoren. Ein Überblick.

Was ist Nachhaltigkeit?

Er ist zum Modewort geworden und doch schwer zu greifen: Der Begriff der „Nachhaltigkeit“. Nachhaltigkeit soll die Lebensqualität unserer Generation auch für unsere Nachkommen sichern und schließt dabei Umweltaspekte genauso wie soziale, ökonomische und ethische Faktoren ein. Um möglichst nachhaltige Produkte zu schaffen, muss die ganze Wertschöpfungskette betrachtet werden: Auch Designer können nachhaltig arbeiten und ihren Kunden so einen gefragten Mehrwert bieten. Ins Bewusstsein gerückt ist das Thema Nachhaltigkeit spätestens seit dem Brundtland-Bericht, der 1987 von der ehemaligen norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland, in ihrer Funktion als Vorsitzende der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung, veröffentlicht wurde.

Wie gestaltet man „nachhaltig“?

Nachhaltiges Design funktioniert nur, wenn mehrere Aspekte zusammengenommen werden. Da ist zunächst der ökologische Gedanke: Wie belaste ich die Umwelt möglichst wenig? Hier bietet sich der Einsatz von FSC- oder PEFC-zertifizierten sowie Recycling-Papieren an. Niedrigere Papiergrammaturen helfen ebenfalls dabei, Kosten und Umweltbelastung geringer zu halten. Gleichzeitig sollte der Designer darüber nachdenken, wie er den zur Verfügung stehenden Platz am besten ausnutzt und so vielleicht Druckseiten und damit Papier, Druckfarbe und mögliche Portokosten einspart. Auch die Auflage der Drucksachen kann man genauer unter die Lupe nehmen: Erreicht man mit individualisierten Drucksachen mehr beim Empfänger als mit einer unpersönlichen Massenaussendung? Ebenso gilt es, über den Farbdruck nachzudenken. Wo braucht man wirklich Vierfarbgrafiken, wo reichen zwei Farben? Sogar die Wahl der Schriftart kann dabei helfen, bei einer großen Auflage ordentlich Druckfarbe zu sparen. So erfüllt man auch die Maxime, möglichst ökonomisch zu arbeiten und gemessen am Kostenaufwand den größten Erfolg zu erzielen.

Sozialverantwortlich handeln

Nachhaltiges Design soll auch soziale und ethische Belange berücksichtigen. Schlägt man wieder die Brücke zum FSC- oder PEFC-zertifizierten Papier, so ist durch dessen Verwendung beispielsweise gewährleistet, dass weder Wälder noch Menschen ausgebeutet werden. Soziale Verantwortung fängt jedoch schon am eigenen Arbeitsplatz an: Entlohne ich meine Mitarbeiter und Subunternehmer angemessen? Können sie mit diesem Lohn ihre Grundbedürfnisse sichern? Schwarzarbeit, Dumpinglöhne und ein ruinöser Preiskampf verbieten sich unter dem Aspekt der sozialen Nachhaltigkeit ebenso wie die Benachteiligung von Frauen – auch auf dem Gehaltszettel.

Tue Gutes und rede darüber

Nachhaltiges Handeln lohnt sich nicht nur für unsere Nachkommen. Gestalter können schon heute konkret davon profitieren. Viele Aufträge, vor allem öffentliche, werden nur noch an Dienstleister vergeben, die entsprechende Kenntnisse vorweisen können und sie auch berücksichtigen. Aber auch der Endkunde soll wissen, dass Wert auf Nachhaltigkeit gelegt wurde. Das lässt sich beispielsweise durch die dezente Einbindung von FSC- oder PEFC-Logos erreichen. Das ist natürlich nur möglich, wenn die Druckerei nach diesen Standards zertifiziert ist – bei LASERLINE erhalten Sie auf Wunsch beide Labels mit unserer Chain of Custody-Nummer. Nachhaltige Kommunikation setzt also schon in der Konzeptionsphase an. Hier sind die Kompetenzen des Designers gefragt: Er kann sich als Experte profilieren und gemeinsam mit seinem Kunden überlegen, was überhaupt kommuniziert werden soll.

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