Monitore kalibrieren

30.07.2009
Farbmanagement fängt beim Bildschirm an: Nur ein kalibrierter Monitor garantiert, dass Farben etwa so aussehen, wie sie später gedruckt werden. Diese Software und Farbmessgeräte helfen.

Warum kalibrieren?

Jeder Bildschirm stellt Farben anders dar. Die Probe aufs Exempel zeigt, dass ein und derselbe Rot-Ton auf zwei unterschiedlichen Monitoren auch unterschiedlich wiedergegeben wird. Im Alltag ist das nicht entscheidend. Werden jedoch Drucksachen am Monitor gestaltet und betrachtet – beispielsweise im Rahmen eines so genannten Soft-Proofs – ist ein kalibrierter Bildschirm Pflicht. Nur so zeigt der Monitor auch an, was später im Druck hergestellt wird.

X-Rite

Der Hersteller X-Rite, in dem unter anderem die Firma Gretag Macbeth aufgegangen ist, bietet drei Systeme für das Kalibrieren von Monitoren an. Huey bezieht dabei die Beleuchtung der Umgebung mit ein. Das Einstiegsgerät eignet sich für LCD- und CRT-Bildschirme. Mehr Funktionen bietet i1Display2, das auch Laptop-Bildschirme kalibriert. Ein Aufsatz blendet während der Einstellung das Umgebungslicht aus. Das Gerät, das per USB-Schnittstelle mit Strom versorgt wird, lässt sich an mehreren Bildschirmen nutzen. Eine abgespecktere Version ist i1Display LT, das später aufgerüstet werden kann.

BasICColor

Auch BasICColor hat zwei Systeme speziell zum Kalibrieren von Monitoren im Portfolio. Display 4 bietet die Möglichkeit, beliebige Gammawerte einzugeben – auch der Weißpunkt des Monitors kann beliebig gewählt werden. Integriert ist eine Umgebungs-Lichtmessung. Display Squid2 eignet sich speziell für Flachbildschirme, unterstützt aber auch Röhren-Bildschirme. Die mit dem Bundle erstellten ICC-Profile können farbmetrisch dargestellt werden. Es ist aber auch möglich, den Gammut anzupassen.

Datacolor

Spyder heißen die Systeme für die Monitor-Kalibrierung von Datacolor. Aktuell ist Spyder 3 Elite, das speziell für Fotografen entwickelt wurde. Gammawerte und Farbtemperatur lassen sich vom Anwender einstellen. Durch die Option „Recal" erfolgt die Neukalibrierung besonders schnell. Integriert ist auch die Einbeziehung der Umgebungsbeleuchtung. Wie bei allen anderen Systemen gehört zum Lieferumfang neben dem Messgerät – meist Colorimeter genannt – die entsprechende Software.

Einschränkungen

Ein so genannter Softproof am Bildschirm bietet die Möglichkeit, einen Eindruck vom späteren Druckergebnis zu erhalten. Bei farbsensiblen Anwendungen empfiehlt es sich jedoch immer, einen gedruckten Proof anfertigen zu lassen. Möglich ist auch ein Andruck – hier wird die Druckmaschine verwendet, die später im Auflagendruck eingesetzt wird. Dadurch lässt sich das Druckergebnis exakt erkennen und beurteilen.

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