Moderner "Plattenbau"

03.11.2011
Druckplatten sind im Offsetdruck das Bindeglied zwischen den Druckdaten und den fertigen Drucksachen. So stellt man sie her

Die Druckdaten sind fertig, der Druck könnte beginnen: Während man im Digitaldruck jetzt sofort loslegen kann, braucht man im Offsetverfahren zunächst für jede Seite Druckplatten. Sie werden später in die Maschine montiert, um das Druckbild auf das Papier zu bringen. Mittlerweile setzt man für die Herstellung der Platten moderne CTP-Technik ein.

Computer-to-Film

Noch vor einigen Jahren war bei der Druckplattenherstellung ein zusätzlicher Arbeitsschritt nötig. Die Druckdaten wurden zunächst auf einen Film belichtet und anschließend mit Hilfe der Plattenkopie auf die Druckplatten übertragen. Ein Arbeitsschritt mehr bedeutet jedoch auch mehr Zeit, mehr Materialeinsatz und mehr mögliche Fehlerquellen. In den vergangenen Jahren wurden die Filmbelichter daher von modernen Plattenbelichtern verdrängt.  

Computer-to-Plate

 Quelle: Heidelberger Druckmaschinen


CTP, wie Computer-to-Plate kurz genannt wird, war ein Meilenstein in der Druckvorstufe. Der Zwischenschritt über die Filmbelichtung und die Plattenkopie ist entfallen, mittlerweile werden die Druckplatten direkt in einem Plattenbelichter bebildert. Er verarbeitet die Druckdaten und stellt die Druckplatten her. CTP-Systeme arbeiten zuverlässig und erreichen eine hohe Qualität, die sich positiv auf das Druckergebnis niederschlägt. LASERLINE setzt auf einen Belichter von Heidelberger Druckmaschinen, der bis zu 30 Druckplatten in der Stunde bebildern kann.  

Verschiedene Verfahren

Durchgesetzt bei Computer-to-Plate haben sich die Belichter mit Violettlaser oder mit thermischer Bebilderung. Bei Violettlaser-Belichtung kommen in der Regel Fotopolymer-Druckplatten zum Einsatz. Bei ihnen wird der druckende Bereich bebildert. Bei der thermischen Belichtung verwendet man Thermalplatten, die positiv oder negativ arbeiten können. Hier wird entweder der druckende oder der nicht-druckende Teil des Druckbilds belichtet. Sogenannte prozessarme Platten kommen ohne eine zusätzliche chemische Entwicklung nach dem Belichten aus.  

Ein Ausblick

 Quelle: Heidelberger Druckmaschinen


CTP-Belichter wurde erstmals 1993 zur Fachmesse Ipex in Birmingham vorgestellt. Seither hat sich die Technik rasant weiterentwickelt. Im Jahr 2000 wurde die Violettlaser-Technik präsentiert. Einen Schub für CTP gab es spätestens zur Messe drupa 2004 in Düsseldorf. Seither wurden die Filmbelichter sukzessive abgelöst. Für die Zukunft sind weitere Qualitäts- und Leistungssprünge zu erwarten. Gleichzeitig kommen immer mehr umweltschonendere Systeme auf den Markt, die weniger Chemikalien und Entwicklungsschritte benötigen.  

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