Mit Brief und Siegel

22.09.2011
Die DIN-Normierung legt Papierformate und die Formate für Briefe und Briefumschläge fest. Das ist auch gut so, denn dadurch kann der Versand vereinheitlicht werden.

Papierformate

Seit fast 90 Jahren werden die Papierformate in der DIN-Norm 476 festgelegt. Alle Formate einer Reihe sind sich geometrisch ähnlich, das Format A0 hat den Flächeninhalt von einem Quadratmeter. Ausgehend davon lassen sich kleinere Formate salopp gesprochen durch ein Falten des nächstgrößeren Bogens erzielen. Das wichtigste Format für Briefe ist nach wie vor DIN A4 mit einem Maß von 210 x 297 Millimetern. Es lässt sich zweimal im „Kreuzbruch“ falten, um in einen C6-Umschlag zu passen und zweimal in der Länge dritteln, um einen DIN-lang-Umschlag zu füllen.

Briefumschlagformate

 Quelle: Deutsche Post


Die Maße von Briefumschlägen werden ebenfalls in DIN geregelt. Zuständig dafür ist die Norm DIN 678. Die Größe der Kuverts lehnt sich an die Papierformate an – zum Beispiel bei den bereits erwähnten beiden C6- und DIN-lang-Umschlägen. Wichtig in der C-Reihe sind noch das Format C5, das einen A5-Bogen aufnehmen kann und das Format C4, das auf das A4-Format ausgelegt ist. Oft spricht man in diesen größeren Formaten von „Versandtaschen“. Die deutschen Standardgrößen, vor allem bei Papieren, bildeten weltweit die Basis für viele andere Standardisierungssysteme.

Die Deutsche Post

Standardisierte Briefumschlaggrößen erlauben beim Frankieren und vor allem bei der Deutschen Post standardisierte und automatisierte Arbeitsabläufe. Der Standardbrief darf zwischen 140 und 235 Millimeter lang, zwischen 90 und 125 Millimeter breit und bis zu fünf Millimeter hoch sein. Überschreitet er ein Gewicht von 20 Gramm nicht und beträgt die Länge mindestens das 1,4-fache der Breite, kostet das Porto 55 Cent. Günstiger wird es bei adressierten Werbebriefen, der so genannten „Infopost“. Auch hier muss man sich jedoch streng an den genannten Maßen orientieren, um in den Genuss der Vorzugskonditionen zu kommen. Sendungen der Kategorie „Infopost Standard“ dürfen zwischen 40 und 235 Millimeter lang, zwischen 90 und 125 Millimeter breit und 5 Millimeter hoch sein. Das Format muss rechteckig sein, das Gewicht darf nicht höher als 20 Gramm sein.

Richtig adressieren

 Quelle: Deutsche Post


Nicht nur die Maße des Briefes spielen beim Versand eine Rolle, auch die richtige Adressierung. Die Anschrift sollte am besten als linksbündiger, geschlossener Block ohne Leerzeilen und mit der gleichen Schriftgröße und Schrift notiert werden. Auf Umrahmungen, Hervorhebungen und Breiten über zehn Zentimeter sollte man dagegen verzichten. Am besten lesbar ist die Adresse in dunkler Schrift auf einfarbig hellem Hintergrund. Vorausverfügungen oder Absenderangaben stehen in einem Block direkt über der Anschrift, aber in einer maximalen Schrifthöhe von zwei Millimetern. Werden Fensterbriefhüllen verwendet, muss die Aufschrift vollständig im Fenster erscheinen und mindestens drei Millimeter von allen Rändern entfernt sein.

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