Mit Bild und Recht

30.10.2014
Bildrechte in sozialen Netzwerken sind ein heikles Thema. Wir sagen, was beachtet werden muss.

Viele Kreative bespielen im Auftrag ihrer Kunden soziale Netzwerke. Dabei sind Bilder unerlässlich. Aber wie ist das mit den Rechten? Facebook, Twitter, Instagram und Co. sind keine rechtsfreie Zone, auch wenn man dort in Sekundenschnelle Beiträge posten kann. So lassen sich juristische Auseinandersetzungen vermeiden.

Urheberrechte

Das wichtigste Recht, das beim Posten von Bildbeiträgen berücksichtigt werden muss, ist das Urheberrecht. Die Rechte für die Nutzung des Fotos müssen gesichert und im Zweifelsfall bezahlt worden sein. Es gilt genau zu prüfen, ob die Bildlizenz auch für die soziale Plattform gilt, auf der das Foto veröffentlicht wird. Zudem braucht man das Einverständnis zur Veröffentlichung von allen Personen, die auf dem Bild zu sehen sind. Sind Logos oder andere markenrechtlich geschützte Elemente zu erkennen, so muss auch die Erlaubnis des Inhabers der Marke gesichert sein.

Haftung

Betreibt ein Unternehmen eine Facebook-Seite, so können dort in der Regel auch andere Nutzer Bilder hochladen. Werden dadurch Urheberrechtsverletzungen begangen, haftet der Seitenbetreiber. Dagegen hilft ein Hinweis, dass man sich von der rechtlichen Verantwortung distanziert. Gleichzeitig sollten die Nutzer, die ein Foto posten wollen, darauf hingewiesen werden, dass sie das auf ihre eigene Verantwortung tun. Dieser Hinweis sollte außerdem beinhalten, dass das Einverständnis aller auf dem Foto abgebildeten Personen vorliegen muss. Eine weitere Option für das Unternehmen, um sich abzusichern besteht darin, dass Nutzer auf der Seite nichts posten dürfen. Allerdings macht das die Kommunikation einseitig und verfehlt damit den Zweck der Plattformen.

Freischaltung und Regeln

Unternehmen können Kontrolle über ihre Social Media-Plattformen erlangen, wenn sie Beiträge vor der Veröffentlichung erst selbst freischalten müssen. Allerdings geht damit die Haftung vollends auf den Seiteninhaber über. Dabei muss auch beachtet werden, ob das Foto den Bedingungen der Social Media-Plattform entspricht, auf der es gepostet wird. Facebook erlaubt zum Beispiel keine Inhalte, die verabscheuungswürdig, bedrohlich, pornografisch sind oder zur Gewalt auffordern oder Nacktheit und Gewalt enthalten. Die Deutungshoheit liegt in diesem Fall bei Facebook.

Fallstricke

Viele Nutzer verteidigen sich mit dem Argument, ein Bildzitat verwendet zu haben. Dies ist aber nur zulässig, wenn es notwendig war, genau dieses eine Foto zu verwenden diese Auffassung wird in der Praxis nur selten geteilt. Selbst mit einer Privatkopie kann man sich nur herausreden, wenn das Foto nur für wenige Personen sichtbar ist. Selbst wenn Bilder allen Anforderungen, auch den urheberrechtlichen, genügen, darf man sie nicht immer verwenden: Die Bilder dürfen die Privat- und Intimsphäre der darauf abgebildeten Personen nicht verletzen. Zudem kann man zwar Bilder von Personen des öffentlichen Lebens posten, darf sie aber nicht für eigene (Werbe-)Zwecke missbrauchen.

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