Metadaten in Creative Suite

08.02.2007
Bringen Sie Ordnung ins Bilderchaos mit den in der Adobe Creative Suite benutzbaren Metadaten - der richtige Einsatz spart Arbeitszeit und verbessert den Workflow ...

Wer sich täglich mit großen Fotoarchiven herumschlagen muss kennt das Problem: Viele Bilder ähneln sich und um das richtige unter dem Gesuchten zu finden, vergehen manchmal Stunden. Denn jedes Bild muss einzeln gesichtet werden. Doch sogenannte Metadaten helfen dabei, Ordnung in das Chaos zu bringen. In der Creative Suite ging Adobe sogar soweit, dass alle Anwendungen - außer Acrobat - mit den gleichen Beschriftungsoptionen arbeiten. Das spart nicht nur Zeit, es erleichtert auch die Arbeit ungemein.

Metadaten im Bildarchiv

Seit Einführung der Digitalisierung in der Fotografie können Agenturen und Grafiker auf viele Fotoarchive online und digital zugreifen. Meist legt man auf diese Weise sogar selbst ein großes Bilderarchiv an, in dem sich so manche Schönheit wieder findet. Doch genau in der Größe liegt das Problem: Überschreitet das Archiv nämlich ein gewisses Maß, ist das Wiederfinden eines bestimmten Motivs nur noch schwer zu bewerkstelligen. Will man dabei nicht jedes Motiv einzeln sichten, helfen Metadaten weiter, die in den Bildern mit hinterlegt werden. Dabei handelt es sich um einen Datensatz, der im Bildformat mit abgespeichert wird, so dass man diesen durchsuchen kann, ohne das Bild dazu zu öffnen. Die meisten Digitalkameras erzeugen hierzu bereits automatisch ein Exchangeable Image Files (EXIF), in dem Informationen zu Kameratyp, Verschlusszeit, Datum etc. abgespeichert werden.

Metadaten in Creative Suite

Das praktische Konzept dieser Metadaten wurde auch von Adobe erkannt, so dass die Programmierer dieses auch in die Creative Suite einbauten, um weitere Informationen neben den von der Kamera gelieferten in ein Bild einzubauen. Hierdurch kann man den gesamten Workflow eines Bildes protokollieren und damit mehr Transparenz in den Arbeitsablauf zu bekommen. Adobe wechselte hierzu jedoch von Photoshop 6 zu Photoshop 7 das intern genutzte Format auf den Industriestandard XML, so dass viele ältere Redaktionssysteme nicht mehr damit zurecht kommen. Viele haben sich inzwischen allerdings den neuen Bedingungen angepasst und halten ihre Daten auch für die Adobe-Anwendungen wieder lesbar bereit. Denn Adobe versorgte alle Anwendungen - außer Acrobat - mit den gleichen Beschriftungsoptionen, so dass man nun in der gesamten Creative Suite die gleichen Eintragungen auslesen und vornehmen kann.


Metadaten in Dateiinformationen: Beschreibung, Kategorie und Ursprung

Metadaten lassen sich dennoch an unterschiedlichen Stellen in der Creative Suite eintragen - unter anderem in den Datei-Informationen. Öffnen Sie diese, indem Sie in Photoshop das Menü DATEI anwählen und dort den Punkt "Datei-Informationen" anklicken. In dem sich öffnenden Fenster können Sie im Bereich "Beschreibung" alle für Sie wichtigen Informationen des Bildes hinterlegen, inklusive eines Copyright-Vermerks. Hier können Sie auch einen prägnanten Bildtitel vergeben, sich als Urheber des Bildes festlegen und Stichwörte eintragen. Diese sollten Sie mit einem Komma trennen, damit man sie wieder findet. Zudem sollten Sie hierbei eine in der Branche übliche Nomenklatur oder ihr eigenes, dann aber fest stehendes Begriffinventar benutzen. Zudem finden Sie in den Bereichen "Kategorie" und "Ursprung" weitere Texteingabemöglichkeiten, die allerdings eher für den US-amerikanischen Markt gedacht und deshalb in Deutschland nur auf Nachfrage des Auftraggebers auszufüllen sind.

Bereich "Kameradaten" und "Protokoll"

In den Datei-Informationen finden sich zudem die Bereiche "Kameradaten 1" und "Kameradaten 2". Hierunter legt Photoshop automatisch die von der Kamera aufgezeichneten EXIF-Daten ab. Diese lassen sich vom Benutzer nicht von Hand verändern, so dass man darauf angewiesen ist, welche Informationen die Kamera liefern kann. Im Bereich "Protokoll" hingegen haben Sie die Möglichkeit, sich die Arbeitsschritte am Bild alle anzeigen zu lassen. Aktivieren Sie dazu jedoch zuvor in den Photoshop-Voreinstellungen unter "Allgemeine" den Bereich "Verlaufsprotokoll" und legen Sie dort fest, dass die Protokolleinträge in den Metadaten gespeichert werden sollen.

XML-Daten

Wer allerdings für jedes Foto immer die gleichen Einstellungen benötigt und diese deshalb gerne auch auf andere Bilder anwenden will, dem hilft Photoshop mit den in der XML-Datei gespeicherten Informationen weiter. Öffnen Sie hierzu einfach ein Bild, stellen Sie in den Dateiinformationen alles für Sie wichtige ein und klicken Sie nicht auf "OK", sondern auf das kleine Dreieck rechts oben. Es öffnet sich die Option "Metadatenvorlage speichern". Mit ihr können Sie die eingegebenen Informationen abspeichern und sogar gleich auf mehrere Bilder zugleich anwenden. Gehen Sie hierzu einfach in die Adobe Bridge, wählen Sie die gewünschten Bilder dort unter "Ordner" aus und gehen Sie dort in das "Bearbeiten"-Menü (CS) oder das Werkzeug-Menü (CS2). Nun nur noch den Befehl "Metadaten anhängen" und die abgespeicherte Info auswählen und schon wird jedes zuvor selektierte Foto mit den Daten der XML-Datei versehen. Dabei übernehmen die neuen Bilder wirklich alle Informationen, die Sie über das Dateiinformationen-Fenster abgespeichert haben. War darin also auch ein Protokoll enthalten, wird auch dieses mit auf die neuen Fotos übertragen.

Metadaten-Browser in Bridge

Die Bridge eignet sich aber auch, um die Metadaten der Fotos entweder direkt zu bearbeiten oder Stichwörter hinzuzufügen. Wählen Sie hierzu einfach ein Bild aus und schon erhalten Sie links unten eine Palette mit Metadaten und Stichwörtern. Während man in den Metadaten die Dateieigenschaften allerdings nicht verändern kann, sind Ersteller, Beschreibung etc. hier direkt einzugeben. Und auch die Stichwörter können Sie hier nach Ihren Vorgaben einfügen.

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