Meine Farbe, deine Farbe

13.02.2013
Endgeräte geben Farben im Web nicht immer gleich wieder - Farbmanagement schafft da Abhilfe.

So unterschiedlich die Endgeräte und Browser sind, so unterschiedlich kann auch die Farbdarstellung im Web ausfallen. Um die Wiedergabe anzugleichen, setzt man im Druckbereich erfolgreich Farbmanagement ein. Aber macht das auch im Internet Sinn, und wenn ja – wie setzt man Farbmanagement im Web gekonnt um?

Wieso braucht man Farbmanagement?

 Quelle: Anton Porsche Pixelio.de


Monitor ist nicht gleich Monitor, Display nicht gleich Display. Kurz: Jedes Gerät gibt Farbe unterschiedlich wieder. Das gilt auch für Scanner, Kameras, Drucksysteme. Damit das satte Tomatenrot auf allen Systemen gleich intensiv aussieht und das zarte Zitronengelb auf dem Bildschirm nicht plötzlich zu knallig wirkt, wird Farbmanagement eingesetzt. Kalibrierte Geräte und Farbprofile sorgen vereinfacht gesprochen dafür, dass die „Eigenheiten“ der jeweiligen Systeme ausgeglichen werden.

Wie funktioniert das im Web?

Bilddateien, die Farbprofile mitbringen, nutzen den Farbraum des Endgeräts optimal aus. Dafür sorgt der Umrechnungsprozess, der durch das Farbprofil angestoßen wird. Enthält ein Bild kein eingebettetes Farbprofil, so gehen die Webbrowser in der Regel automatisch davon aus, dass es sich um ein Bild im Farbraum sRGB handelt. Oftmals führt das zu gedämpfteren Farben, die Möglichkeiten des Bildschirms werden nicht ausreichend genutzt.

Wo sind die Stolperfallen?

 Quelle: Lupo Pixelio.de


Die mit den Bilddaten gespeicherten Farbprofile erhöhen die Ladezeiten der Webseiten, weil sie an jedes Bild einzeln angehängt werden. Bei großen Bildmengen und schwacher Internetverbindung kann das zu nervigen Verzögerungen führen. Außerdem kann Farbmanagement trügerische Sicherheit bringen: Schriften oder beispielsweise Hintergrundfarben werden vom Browser nicht wie eine Bilddatei behandelt, hier greift das Farbmanagement nicht – es sei denn, es wird umständlich eine Bilddatei angelegt.

Wie geht man am besten vor?

Grundsätzlich sind die Farbunterschiede im Web meist marginal. Bei vielen kleinen Bildern könnte das Einbetten von Farbprofilen die Dateigröße unnötig aufblähen. Bei Bildern, die farbkritisch sind – beispielsweise Logos oder großflächige Motive – empfiehlt es sich, Farbprofile einzusetzen. Die Vielfalt der Endgeräte wächst ständig. Mit Farbprofilen und Farbmanagement wird daher das Fundament für eine möglichst farbgetreue Ausgabe gelegt.

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