Linien und Rahmen im Layout

03.07.2008
Zwei Funktionen erfüllen Linien und Rahmen in Dokumenten oder auf Webseiten: Entweder trennen sie einzelne Elemente voneinander, oder sie verbinden sie miteinander.

Linien und Rahmen zählen zu den wichtigsten Gestaltungselementen in einem Layout. Je nach Verwendung trennen sie die grafischen und typografischen Elemente, oder sie verbinden sie optisch. Darüber hinaus wirken sie als Blickfänger und können dem Auge den Weg weisen. Auch zur Rhythmisierung und zum Spannungsaufbau auf einer Seite lassen sich Linien und Rahmen einsetzen.

Die Strichstärke einer Linie orientiert sich in der Regel an der Strichstärke der Schrift. Fette Schriftgrade werden zum Beispiel von starken Linien begleitet. Umgekehrt bieten sich feine Linien bei filigranen Schriften an. Werden in einem Absatz bei der Schrift verschiedene Stärken eingesetzt, sollte man sich für die Linien und Rahmen an der feinsten Schriftstärke orientieren. Auch der Charakter der Linien sollte zum Font passen. Einen einzigen Strich wählt, wer strenge, serifenlose Schriften eingesetzt hat. Punkte, unterbrochene Striche oder mehrere Linien übereinander passen dagegen besser zu verspielten Fonts.

Spaltenlinien

Ein beliebtes Gestaltungsmittel sind auch Linien, die Spalten oder Absätze voneinander trennen. Werden Spaltenlinien eingesetzt, so sollte der Abstand zwischen den einzelnen Spalten größer sein als bei Spalten ohne Linien. Die Linie dient in diesem Fall eher als Orientierungshilfe und sollte dementsprechend dezent ausfallen. Das kann man am besten durch eine Strichstärke erreichen, die nicht stärker als die der Grundschrift ist. Schriften mit dicker Schriftstärke können dagegen auch dickere Spalten- oder Trennlinien vertragen.

Linien mit wechselnder Strichstärke

Es gibt auch Linien, deren Strichstärke sich im Verlauf unterscheidet – zum Beispiel bei geschwungenen Linien, deren Auslauf dünner ist als der Mittelteil. Diese Linienvarianten passen ebenfalls am besten zu Fonts, deren Strichstärke nicht gleich bleibt. Hier könnte man unter anderem die Schrift Garamond einsetzen. Ein Font mit gleich bleibender Strichstärke sollte dagegen auch von einer besonders gleichmäßigen Linie unterstützt werden.

Linien in Grafiken

Auch für Linien in Diagrammen oder Schaubildern gilt die goldene Regel: Sie müssen sich an der Schrift innerhalb und außerhalb der Grafik orientieren. Allerdings sollten sie nicht zu fein gewählt werden. Haarlinien sind beim Vervielfältigen oder Faxen der Grafiken nicht mehr zu erkennen, jedoch oft entscheidend für das Verständnis eines Diagramms. Die untere Grenze sollte eine Strichstärke von 0,25 Punkt sein. Als Trennlinie in Tabellen empfiehlt sich meist eine Strichstärke von 0,5 bis 0,7 Punkt. In Tabellen dürfen die untere und die obere Abschlusslinie stärker sein. Möchte man in einer komplexen Grafik wichtige Teile hervorheben, kann ebenfalls eine größere Strichstärke angebracht sein.

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