Ligaturen im Layout

22.01.2009
Ligaturen kombinieren zwei und drei Buchstaben – viele Fonts enthalten diese Zeichen. Auch die Layoutprogramme QuarkXPress und Adobe InDesign sind auf ihre Verwendung eingestellt.

Die Ligatur kommt ursprünglich aus dem Bleisatz. Hier wurden zwei Buchstaben auf einen Kegel gegossen, damit die Vor- und die Nachbreite nicht zum Problem wurde. Typische Ligaturen sind die Buchstaben „ff“, „ffi“ oder „pp“. QuarkXPress und Adobe InDesign bieten ebenfalls entsprechende Funktionen.

Woher kommen Ligaturen?

Im Bleisatz machte die Not erfinderisch: Bei Buchstabenkombinationen, die stark unterschnitten werden mussten, beziehungsweise sich fast berührten, wurden gleich zwei oder drei Zeichen auf einen Kegel gegossen. Das erhöhte die Lesbarkeit und eliminierte das Problem mit den Vor- und Nachbreiten. Auch beim schnellen Schreiben per Hand entstanden die Buchstabenkombinationen, die später als Ligaturen bekannt wurden.

Die bekanntesten Ligaturen

Auch der Buchstabe „ß“ und das Zeichen „&“ resultieren aus einer Ligatur. Die Buchstaben „e“ und „t“ für lateinisch „und“ sind zum „&“ zusammengewachsen. Frakturschriften haben schon seit dem Mittelalter die Buchstaben „s“ und „z“ zu „ß“ verbunden. Ein anderer Beleg rührt aus den englischen und französischen Antiquaschriften her: Hier haben sich das lange und das kurze „s“ zu „ß“ verbunden.

Ligaturen im Computersatz

Nicht alle Fonts enthalten automatisch Ligaturen. Außerdem verfügen die Schriften und Schriftschnitte über verschiedene Ligaturen. Dazu können zum Beispiel auch die Kombinationen „ck“, „fl“, „fi“, „ft“, „ll“, „sch“, „si“, „sl“, „ss“, „st“, „tt“ und „tz“ zählen. Unterschieden werden muss auch zwischen „echten“ Ligaturen, die die Buchstaben als ein Zeichen miteinander kombinieren und reinen Unterschneidungen, die bei bestimmten Verbindungen lediglich den Zwischenraum verringern.

Ligaturen in QuarkXPress

In QuarkXPress haben Sie über den Befehl „Stil“, „Schriftstil“ und „Ligaturen“ Zugriff auf die Buchstabenkombinationen. Hier können Sie für die meisten Fonts zumindest die Ligaturen „fi“ und „fl“ aktivieren – wenn auch nicht als „echte“ Ligatur. In der Maßpalette können Sie prüfen, ob die verwendete Schrift über echte Ligaturen verfügt. Eingeklammerte Ligatureinträge sind nicht verfügbar.

Ligaturen in Adobe InDesign

In Adobe InDesign erreichen Sie entsprechende Befehle über die Einstellungen für das Absatzformat. Gehen Sie hier auf „OpenType-Funktionen“, so können Sie die bedingten Ligaturen durch einen Mausklick in das entsprechende Kästchen aktivieren. Außerdem tauscht das Programm Zeichengruppen automatisch aus, wenn die entsprechende Schrift sie als Ligatur bereithält. Für die Rechtschreibprüfungen werden die Buchstaben jedoch als getrennte Zeichen betrachtet.

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