Leseumstände berücksichtigen

11.02.2010
Drucksachen werden zu verschiedenen Gelegenheiten gelesen: zuhause, auf dem Weg zur Arbeit oder im Büro. Diese Leseumstände müssen bei der Gestaltung berücksichtigt werden.

Nur ein Augenblick

Manche Drucksachen werden nur einen Augenblick, maximal einige wenige Minuten lang betrachtet. Dazu zählen beispielsweise Plakate, die auf Veranstaltungen hinweisen, oder Werbeposter an markanten Stellen im Stadtbild. Diese Plakate haben eines gemeinsam: Das Wesentliche – zum Beispiel Art, Ort und Termin der Veranstaltung – müssen vom Betrachter schnell erfasst werden. Daher sollte man sich auf wenige Textzeilen beschränken und diese in einer klaren Schrift und einer entsprechenden Schriftgröße setzen. Ein „plakatives“ Motiv als Eyecatcher sorgt für die notwendige Aufmerksamkeit des Betrachters. Dies kann durch eine ansprechende Fotografie oder Illustration bzw. Typografie erzeugt werden.

Ein paar Minuten mehr

Flyer und Prospekte können vom Betrachter im Gegensatz zu Postern in die Hand genommen werden. Ist das Interesse geweckt, werden sie daher auch mehrere Minuten lang studiert. Dennoch erwartet der Betrachter auch hier, dass die wesentlichen Informationen zusammengefasst dargestellt werden. Besonderes Augenmerk sollte der Titel- beziehungsweise Außenseite gelten: Ihre Gestaltung weckt die Neugier und animiert dazu, die Broschüre in die Hand zu nehmen. Ein plakativer Werbespruch oder ein auffallendes Bild können dabei gute Dienste leisten.

Ein Viertelstündchen

Magazine und Zeitungen werden deutlich länger gelesen als Broschüren oder Flyer. Daher geht es bei ihrer Gestaltung nicht so sehr darum, den ersten Kontakt zum Betrachter herzustellen – sie werden meist ohnehin bewusst gekauft. Dennoch ist auch hier das Layout der Titelseite wichtig, denn sie liegt im Kiosk oben auf. Um Leser zu binden empfiehlt es sich auch, durchgängige Rubriken und Kolumnen zu verwenden, die von Ausgabe zu Ausgabe gleich bleiben. Mit Hilfe von Farbleitsystemen oder festen Gestaltungselementen wird es dem Leser leichter gemacht, sich innerhalb der Zeitung oder des Magazins zurecht zu finden.

Die Stunden fliegen dahin

Mit einem guten Buch in der Hand wird die Zeit schnell vergessen. Neben einem einprägsamen Cover kommt es bei einem Buch daher besonders auf eine lesefreundliche Schrift an, bei der das menschliche Auge auch nach längerer Zeit nicht ermüdet. Hier empfehlen sich Serifenschriften. Bilder sind, außer auf dem Cover, nicht von Bedeutung. Bei Titeln aus einer Reihe ist es sinnvoll, die Cover ähnlich zu gestalten, damit der Leser gleich erkennt, dass er einen weiteren Band einer Serie in der Hand hält.

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