Papierserie Teil 1: Karton

27.04.2017 09:00:00
Karton ist robust und Karton ist eigensinnig – Karton kann aber auch rauschen und rappeln! Welche Eigenschaften er hat und welchen Karton Sie am besten für Ihr Produkt auswählen, verrät Ihnen LASERLINE in der Papierserie Teil 1: Karton.

In Deutschland werden jährlich über 20 Millionen Tonnen Papier, Karton und Pappe hergestellt. LASERLINE selbst verarbeitet davon rund 200 Tonnen Karton zu Visitenkarten, Postkarten, Flyern & Co. Was Karton ist, welche Eigenschaften er hat, wie er hergestellt wird und mit was für Leistungen er bei LASERLINE überzeugt, verrät seine Biografie.

Persönlicher Hintergrund

Karton ist prädestiniert für Visitenkarten: er ist stabil, hat eine hochwertige Haptik und ist trotz aller Belastbarkeit sehr flexibel.
Seinen Wortursprung findet der Karton im Italienischen. Aus carta, also Papier, wird ausgedehnt cartone, was dann dem deutschen Begriff Karton schon sehr ähnelt. Wohl stellt man den Zusammenhang zwischen Karton und Papier schnell fest, der sich auch später in der Herstellung zeigt. Wo Papier und Karton zusammenkommen, ist auch Pappe nicht weit entfernt. Aber auch, wenn Pappe und Karton ihren Beginn beide im 19. Jahrhundert finden, sind alle drei Materialien klar voneinander zu differenzieren. Gut zu wissen: Grammaturen ab 220 g/m² werden bei LASERLINE als Karton definiert, alles darunter ist Papier.

Eigenschaften

Wer Karton in den Händen hält, wird merken: Karton ist sehr robust, stabil und reißfest. Karton ist etwas biegsam, aber doch eher unflexibel – Karton ist zäh und manchmal eigensinnig. Genau das macht Karton aber zu einem Allrounder, der insbesondere bei Druckprodukten beliebt ist, die häufig durch viele Hände wandern und beansprucht werden. Dank der hohen Grammaturen von 220 g/m², über bspw. 350 g/m², bis hin zu starken 500 g/m² kann Karton hohen Strapazen ausgesetzt werden. Die Kartonlieblinge bei LASERLINE sind vor allem Chromokarton, Offsetkarton, Feinstkarton oder Karton aus 100% Recyclingmaterial. Sie sind einseitig und beidseitig gestrichen oder ungestrichen, haben manchmal homogene Oberflächen oder fallen durch ein erhöhtes Volumen auf, was die Kartons zusätzlich besonders griffig macht. Kartons tragen Zertifizierungen, wie etwa das FSC- oder PEFC-Siegel, den Blauen Engel oder das FSC Mix-Siegel.

Leistungen & Kompetenzen

Ein Klassiker aus Karton: Die Klatschpappe sorgt für lautstarke Stimmung bei Events, Messen und Sportveranstaltungen und dient darüber hinaus als markanter Werbeträger.
Die Gastronomie, der Handel und die Businessbranche – oder aber der Event- und Promotionbereich: alle lieben Karton. So werden bei Geschäftstreffen am liebsten Visitenkarten auf stabilem 300 g/m² Chromokarton beidseitig verteilt oder Postkarten als persönlicher Gruß auf 285 g/m² Chromokarton einseitig verschickt. Hochwertige, stabile Flyer finden Ihren Weg auf 300 g/m² Offsetkarton weiß beidseitig in verschiedene Hände und wer kreative Klappkarten auf feinstem Material überreicht, der wählt z.B. am besten 300 g/m² Design Offset White 1,1. Bei Events werden Stars oder Spieler mit Klatschpappen auf 300 g/m² Chromokarton bejubelt und auch Speise- und Getränkekarten machen sich auf diesem Material ziemlich gut. Auch interessant und besonders robust sind Plakate aus Karton – und dazu noch haptisch ein Vergnügen. Eins steht fest: der Karton erbringt in vielen Bereichen eine beachtliche Leistung. Aber nicht nur anwendungsbezogen hat er die Nase vorn – auch in Sachen Veredelungen macht ihm so schnell kaum einer Konkurrenz. So lässt er sich mit vielen verschiedenen Veredelungen extravagant aufpeppen, wie z.B. mit (partiellem) UV-Glanzlack, Softtouch-Mattfolie, kratzfester Mattfolie, Hochglanzfolie oder Mattlack und Glanzlack. Wer glaubt, dass da nicht mehr geht, dem sei gesagt, dass der Karton sich gerne auch 5-farbig präsentiert. So werden alle Produkte im Handumdrehen durch Sonderfarben, wie Gold, Silber, HKS oder Pantone aufgehübscht oder dem Unternehmensdesgin angepasst.

Werke

Besonders stolz ist LASERLINE darauf, Ihnen ein Werk zu präsentieren, was es unter die Bestseller der Druckmuster geschafft hat und zudem aus Karton besteht: die Mustermappe Recyclingpapiere. Diese Mappe ist aus Karton hergestellt und dank Recyclingmaterial umweltschonend.

Wissenswertes

Bestimmt wussten Sie schon, dass Karton es geschafft hat, sich bis in unseren täglichen Sprachgebrauch zu integrieren. So taucht er meist ganz automatisch und unbewusst in vielen Redewendungen auf: ob „Ruhe im Karton!“, „Gleich rauscht es im Karton!“ oder „Bei jemanden rappelt's im Karton.“ All diese Redewendungen gehen zwar auf keine seriösen Quellen zurück, aber wohl jeder wird wissen, was gemeint ist. Übrigens hat es der Karton auch geschafft, sich als berühmtes inoffizielles Maskottchen zu etablieren. So treffen wir das Kartonmännchen, das eigentlich Danbo heißt, als treuen Begleiter von Amazon. Der Karton hat es also vom täglichen Sprachgebrauch über wirkende Werbemaßnahme hin in unseren Alltag geschafft und ist von dort nicht mehr wegzudenken, so z.B. auch als Verpackungsmaterial. Ein schönes Beispiel für die Wichtigkeit von Karton bietet dieser kurze Clip: www.papiertv.de/ohne-karton-ist-auch-doof

Making Of

Gut zu wissen: Grammaturen ab 220 g/m² werden bei LASERLINE als Karton definiert, alles darunter gilt als Papier.
Wie bereits eingangs verraten, ähnelt die Kartonherstellung der Papierherstellung. Häufig besteht Karton aus drei Lagen – in der Regel aus Zellstoff, Altpapier und Holzschliff. Zunächst müssen die Rohstoffe sich einer sogenannten Stoffaufbereitung stellen, d.h. sie werden mit Wasser vermischt, aufgelöst und gereinigt. Dadurch wird sichergestellt, dass weder Sand, noch alte Büroklammern oder sämtliche Kunststoffreste mit in den Karton einfließen. Die Konsistenz des Kartons ähnelt hier zunächst einem Brei und ist noch weit von der finalen Konsistenz des Kartons entfernt. Der Brei, oder auch das Stoffwassergemisch, wird im nächsten Schritt der Kartonmaschine über endlos umlaufende Siebe hinzugeführt. Während die im Stoffwassergemisch enthaltenen Fasern sich nach Laufrichtung des Siebes ausrichten, wird das Wasser entzogen und die ersten Kartonlagen entstehen (Gautschen). Die Lagen werden dann zusammengeführt, durch Walz- und Trocknungszylinder gepresst und dadurch weiter entwässert, bis die Lagen vollständig getrocknet sind. Im bereits letzten Schritt wird der Karton nun gestrichen, wenn es sich z.B. um einen Chromokarton handelt. Der Karton erhält hier seine Weiße und seine verbesserte Bedruckbarkeit. Und wer noch mehr wissen möchte, der liest ganz einfach nach: www.mm-karton.com/kartonproduktion/produktionsprozess

 

Teil 2 unserer Papierserie wird in Kürze vorgestellt. Dann stellen wir die Welt der Feinstpapiere vor. Keinen Teil verpassen? Melden Sie sich einfach für den LASERLINE Newsletter an und bleiben Sie immer informiert!

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