Normproofs

23.03.2006 09:00:00
Endlich zuverlässige, farbverbindliche Proofs jetzt neu bei LASERLINE ab 34,80 Euro – erfahren Sie in diesem Artikel alles Wichtige und Interessante über Metamerie und Normlicht.

Wenn die Farben zwischen Proof und Druckergebnis voneinander abweichen, ist meist das Licht Schuld daran. Deshalb einigte man sich auf den Lichtstandard D50. LASERLINE bietet seinen Kunden nun Normproofs an, welche die hierbei erlaubten Farbabweichungstoleranzen einhalten und die erforderliche Qualität meist sogar übertreffen. Anhand eines beigefügten Prüfprotokolls wird die Einhaltung der Standards bewiesen. Sie können sich dank eines ebenfalls beigelegten Ugra Farbtemperatur-Indikators unter Normlicht von dessen Farbverbindlichkeit überzeugen. Und das zum Einführungspreis von 34,80 Euro.

Farbprobleme im Alltag

Vielleicht kennen Sie das Phänomen aus dem eigenen Alltag: Ein Bild sieht auf dem Monitor, im Layout und auch auf dem Ausdruck gut aus. Auch der Proof, den Sie eigens angefordert haben, weiß zu überzeugen. Doch das Druckerzeugnis weicht in der Farbgebung stark von allen vorherigen Darstellungen ab. Was ist passiert? Die Antwort ist einfach: Die Technik machte Ihnen einen Strich durch die Rechnung und der sogenannte Metamerie-Effekt schlug voll zu.

Metamerie

Was ist Metametrie? Um eine Farbe richtig beurteilen zu können, muss das menschliche Augen die Farbe auf dem Papier bei Licht als Reiz wahrnehmen. Nicht umsonst sind in der Nacht alle Katzen grau – nachts reicht das vorhandene Licht für unsere Wahrnehmungsfähigkeit gerade einmal dazu aus, hell und dunkel voneinander zu unterscheiden. Auch tagsüber ist die Farbwahrnehmung je nach Tageslicht und Sonneneinstrahlung unterschiedlich. So kommt es dann vor, dass das menschliche Auge bei unterschiedlichen Lichtgegebenheiten die Farben anders wahrnimmt. Doch nicht nur Frauen kennen das Problem, das ihnen beim Einkauf unter Kunstlicht und Begutachtung des Gekauften bei Tageslicht immer wieder passiert – zwei Kleidungsstücke, die im Geschäft farbgleich wirken, entpuppen sich bei Tageslicht als zwei vollkommen unterschiedliche Farben. Auch im Druck unterliegt man dieser Täuschung, bei der eigentlich spektral unterschiedliche Farbreize zweier Druckerzeugnisse unter gewissen Lichtbedingungen das gleiche Farbempfinden auslösen. Plötzlich sehen dann Farben der beiden Muster, die unter der einen Beleuchtung gleich aussahen, unter einer anderen Lichtquelle verschieden aus. Der Fachausdruck dafür lautet „Metamerie“.

Ursachen für Metamerie-Effekt

Im Druck liegen die Gründe für den Metamerie-Effekt in der Nutzung unterschiedlicher Drucktechnologien. Andrucke auf der letztendlich verwendeten Maschine sind teuer und aufwändig, zumal der früher genutzte Cromalin-Prüfdruck in den letzten Jahren zunehmend den preiswerteren Digitalproofs wich. Sie werden in unterschiedlichen Druckverfahren auf Plottern oder als Tintenstrahldruck und dadurch natürlich auch mit anderen Papieren produziert, als der abschließende Offsetdruck. Durch die andersartige Drucktinte der Proofs und deren Annahmeverhalten auf dem Papier, kann das Druckergebnis allerdings niemals wirklich identisch sein.

Abgleichbedingung Normlicht

Eine Annäherung der beiden Druckergebnisse findet statt, wenn sich die Druckerei, wie bei LASERLINE üblich, an die ISO 3664 hält. Die Internationale Beleuchtungskommission CIE (Abk. für Commission Internationale de l'Eclairage) novellierte hierzu die Definition der ISO 3664 und passte sie 2004 den heutigen Gegebenheiten an. Denn musste man früher noch zwischen einem Dia und dem Druckerzeugnis die Farbigkeit desselben abgleichen, ist es heute die Abstimmung von Digitalproof zu Druck. Man einigte sich deshalb darauf, das bislang genutzte D65, das dem Licht bei indirekter Sonneneinstrahlung entspricht, auf D50 zu ändern. Dies entspricht einer ungefähren Farbtemperatur von 5000 Kelvin (K) und damit etwa dem mittleren Sonnenlicht. Auch Tageslichtfilme sind derart sensibilisiert, dass das menschliche Auge die wiedergegebenen Farben bei 5000K als realistisch wahrnimmt. Im Druck nutzt man Normlicht von 5000K ebenfalls zum verbindlichen Farbvergleich, denn unter Normlicht kann zumindest von der Lichtbedingung her sichergestellt werden, dass jedermann Proofs und Drucke gleich wahrnimmt.

Farbtemperatur

Die Farbtemperatur einer Lichtquelle ist die Temperatur, die ein schwarzer Körper durch Erhitzen theoretisch bekommen müsste, damit dessen Licht denselben Farbeindruck erweckt wie die tatsächliche Lichtquelle. Die dabei verwendete Einheit ist Kelvin (K).

Proof mit D50 herstellen

Von einem wirklich verlässlichen Proof, der dem Endergebnis möglichst nahe kommt, kann man also nur sprechen, wenn dieser wie auch der Auflagendruck immer unter Normlicht betrachtet wird. Das heißt, die Prooffarben und die Druckfarben werden über ein entsprechendes Color-Management einander angeglichen, allerdings nur für die Betrachtung unter einer bestimmten Lichtquelle (D50) mit ca. 2000 lx Lichtstärke. Hierzu nutzt LASERLINE spezielle Normlichttische mit einer Lichtqquelle, deren Farbtemperatur 5000K entspricht. Doch nicht jeder Auftraggeber hat natürlich ebenfalls einen der teuren Normlichttische bei sich stehen. Um daher auch im Grafikerbüro einen farbverbindlichen Eindruck des Proofs zu erhalten, kommt ein Blick am Fenster bei Tageslicht am Vor- oder Nachmittag bei wolkenlosen Himmel der Farbtemperatur 5000K am nächsten.

Normlicht prüfen: Farbtemperatur-Indikator

Wie aber erkennt man, ob das verwendete oder gerade vorhandene Licht tatsächlich 5000K entspricht? Die Ugra, eine Institution, die seit vielen Jahren die Schweizer Druckindustrie in den Normierungsgremien der ISO vertritt, entwickelte hierzu einen speziellen Farbtemperatur-Indikator. Dabei handelt es sich um Farbstreifen mit zwei abwechselnden Farben. Unter einem Normlicht von 5000K betrachtet, weisen alle Farbfelder dieselbe Farbe auf; unter einer von 5000K abweichenden Lichtquelle erscheinen allerdings deutlich zwei verschiedene Farben.

Neu bei LASERLINE: Normproof mit Ugra-Farbtemperatur-Indikator

LASERLINE bietet seinen Kunden bei den jetzt neu erhältlichen Normproofs die Möglichkeit, über einen mitgelieferten Ugra-Farbtemperatur-Indikator und einen auf den Prüfdruck gedruckten Ugra/fogra-Medienkeil CMYK, den Proof wirklich farbverbindlich zu begutachten. Die Normproofs von LASERLINE halten dabei die erlaubten Toleranzen bei Farbabweichungen ein und übertreffen die erforderliche Qualität bei den meisten Werten des Standards sogar. Dank neuester Software, Mess- und Proofgeräten sorgt das geschulte Fachpersonal täglich dafür, dass der Qualitätsstandard gesichert ist. Am Einzelobjekt wird jeder Normproof sogar nochmals auf den Standard überprüft. Anhand eines dem Proof beigefügten Prüfprotokolls wird die Einhaltung der Standards bewiesen und der Kunde kann sich dank des beigelegten Ugra Farbtemperatur-Indikator unter Normlicht von der Farbverbindlichkeit überzeugen. Der abgedruckte Ugra/fogra-Medienkeil bietet zudem die Möglichkeit, mit einem Spektralfotometer die Werte nachzumessen oder im Streitfall von einem unabhängigen Sachverständigen prüfen zu lassen. Damit sind die Normproofs von LASERLINE sogar – eine entsprechend sachgemäße Behandlung durch den Empfänger vorausgesetzt – rechtsverbindlich.

Normproofs für gute Farben im Druck

Wollen Sie deshalb bei der Farbverbindlichkeit dem Standard entsprechend sicher sein, bestellen Sie bei Ihrem nächsten Druckauftrag gleich den Normproof mit dazu. Diesen erhalten Sie bereits für 34,80 EUR (inkl. MwSt.). Ganz einfach bei den meisten Druckprodukten im OnlineShop mitbestellen! Der Preis gilt für 2 Seiten oder max. DIN A3. Jeder weitere DIN A3-Proof beläuft sich dann auf 13,92 EUR (12,- EUR zzgl. MwSt.). Dem Proof beigelegt ist der Ugra-Farbtemperatur-Indikator zur Normlichtprüfung, eine genaue Anleitung zur Farbabstimmung und ein ausführliches Messprotokoll. Ein Normproof ist jedoch nur im Zusammenhang mit einem Druckauftrag an LASERLINE erhältlich. So werden Sie am Ende nicht unangenehm überrascht, wenn es um gute Farben bei Ihrem Druckprodukt geht.

Das menschliche Auge und Monitorkalibrierung

Maschinen sind gerade in der Darstellung von Farben nicht unbedingt verlässlich, denn nach wie vor denkt der Mensch, sein Wahrnehmungssystem sei das Maß aller Dinge. Tatsächlich stören wir uns an rosa-stichigen Bildern ebenso, wie an „matschigen“ Farben. Doch ist Farbsehen immer sehr subjektiv, weshalb schon wahre Glaubenskriege bei Fotografen über den richtigen Film und dessen Farbwiedergabe ausbrachen. Auch bei der Monitorkalibrierung ist noch immer das menschliche Auge gefragt, denn nur der Bildschirmbetrachter kann beurteilen, ob er das Bild gut oder schlecht findet. Dennoch sollten im digitalen Workflow immer standardisierte Prüfmethoden verwendet werden, um am Ende farbverbindliche Druckdaten zu erhalten.

 

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