Normproof und Farbprüfdruck

05.10.2006 09:00:00
Prüfen Sie mittels Normproof nach Medienstandard (ehemals High-End-Proof) oder Farbprüfdruck (ehemals Standardproof) bei LASERLINE Ihr Druckerzeugnis im Voraus ...

Heutzutage ist die Technologie für farbverbindliche Kontrollausdrucke durch die im sogenannten Medienstandard festgelegten Normen so gut definiert, dass man auch bei digital erstellten Proofs farbverbindliche Werte erhält. Bei LASERLINE sind diese bisher als High-End-Proofs bezeichneten Prüfdrucke deshalb jetzt unter dem in der Branche üblichen Namen "Normproof nach Medienstandard" erhältlich. Alternativ können Sie sich einen Farbprüfdruck (ehemals Standardproof) erstellen lassen. So haben Sie im Vorfeld alle Möglichkeiten, Ihr Druckerzeugnis zu kontrollieren.

Farbprobleme beim Proof

Sicherlich kennen Sie das aus Ihrer eigenen Praxis: Sie lassen einen Proof - beispielsweise bei LASERLINE auf Proofgeräten mit Tintenstrahltechnik - erstellen, das im Offsetdruck erstellte Endergebnis aber weicht farblich vom Kontrollausdruck ab. Was ist passiert? Die Erklärung des Phänomens liegt in den unterschiedlichen Druckverfahren. Denn durch die andersartige Drucktinte und deren Annahmeverhalten auf dem Papier - das oftmals ebenfalls nicht identisch zum Auflagenpapier ist - kann das Druckergebnis von Proof und Offsetdruck voneinander abweichen. Aus dem Weg könnte man diesem Problem gehen, indem man sein Druckerzeugnis auf der letztendlich verwendeten Maschine und dem ausgewählten Papier andrucken lässt. Doch dies ist teuer und zeitaufwändig. Zumal es auch bei Proofgeräten mit Tintenstrahltechnik möglich ist, einen farbverbindlichen Proof zu erstellen. Dann nämlich, wenn sich dieser an einen festgelegten Standard hält und damit unter einer bestimmten Lichtquelle betrachtet den Offsetdruck farbverbindlich simuliert.

Einigung auf Medienstandard

Das Forschungsinstitut der grafischen Industrie (FOGRA) entwickelte hierzu gemeinsam mit dem Bundesverband für Druck und Medien (bvdm) den sogenannten Medienstandard Druck 2004  (hier herunterzuladen als PDF). In ihm sind Farbabweichungen und dabei noch akzeptable Toleranzen für den Offsetdruck mit Prozessfarben festlegt - und das ausgehend von der eingesetzten Druckmaschine und unter Einbezug der eingesetzten Papierklasse, der Tonwertzunahmen und dem abzubildenden Farbraum. Der Medienstandard orientiert sich zudem eng an der weltweit verbindlichen DIN ISO 12647 und definiert dabei die Kritierien für eine reibungsarme Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber, Vorstufendienstleister und Druckerei bei der Medienproduktion: Datenformate, Farbformate, Druckbedingungen, Arbeitsabläufe, Prüfmittel, Standards.

Normproof nach Medienstandard

Durch Einhaltung des Medienstandards wird erreicht, dass ein Proof - unter Einbezug der Toleranzwerte - auf jeder Druckmaschine, unabhängig von deren Technologie und Standort - tatsächlich an das Endergebnis heranreicht. Damit erhält der Auftraggeber die Sicherheit, dass ein und dieselbe Druckdatei auf unterschiedlichen Druckmaschinen tatsächlich das gleiche Resultat erzielt. Und auch der Proof zeigt damit ein dem Endergebnis im Offsetdruck sehr nahe kommendes Ergebnis an. Auch bei LASERLINE werden die bisher als High-End-Proofs bezeichneten Kontrollausdrucke gemäß der Richtlinien des Medienstandards erstellt. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, die High-End-Proofs umzubenennen und den in der Branche dafür üblichen Namen zu nutzen: "Normproof nach Medienstandard" oder kurz auch "Normproof". Deren Qualität wird bei LASERLINE täglich geprüft und unterliegt damit äusserst strengen Kontrollen. So können Sie sich der Farbverbindlichkeit dem Standard entsprechend sicher sein!

Ihr Vorteil des Normproofs: Farbverbindlichkeit

Um diese Farbverbindlichkeit selbst nachvollziehen zu können, erhalten LASERLINE-Kunden den Normproof zusammen mit einem Ugra-Farbtemperatur-Indikator und einem auf den Prüfdruck gedruckten Ugra/fogra-Medienkeil CMYK. Der Ugra-Farbtemperatur-Indikator ist ein Farbstreifen mit zwei abwechselnden Farben. Unter einem Normlicht von 5000 K betrachtet, weisen alle Farbfelder dieselbe Farbe auf; unter einer von 5000 K abweichenden Lichtquelle erscheinen allerdings deutlich zwei verschiedene Farben. So können Sie zunächst testen, ob Sie in dem Standard entsprechenden Lichtverhältnissen (= Normlicht) das Druckerzeugnis begutachten. Im Anschluss bietet der abgedruckte Ugra/fogra-Medienkeil die Möglichkeit, mit einem Spectralphotometer die Werte nachzumessen oder im Streitfall von einem unabhängigen Sachverständigen prüfen zu lassen. Damit sind die gegen Aufpreis erhältlichen Normproofs von LASERLINE sogar – eine entsprechend sachgemäße Behandlung durch den Empfänger vorausgesetzt – rechtsverbindlich. Und Sie können sicher sein, dass Sie zu einem dem Standard entsprechenden, dem Endergebnis möglichst nahem digitalen Ausdruck gelangen. Deshalb empfiehlt LASERLINE den Normproof, wenn Sie unsicher sind oder auf exakte Farben im Druck Wert legen.

Die günstige Alternative: Farbprüfdruck

Doch auch die bisher unter den Namen "Standardproof" bei LASERLINE erhältlichen Kontrollausdrucke (bei Offsetdruckprodukten im Preis enthalten) sind bei LASERLINE nicht einfach nur bunt. Auch sie werden auf kalibrierten Maschinen erstellt, zum Großteil im Digitaldruck auf unserer NexPress 2100. Deshalb wird der bisher als Standardproof bekannte Kontrollausdruck nun umbenannt in "Farbprüfdruck". Er simuliert annähernd den Offsetdruck, besitzt allerdings anders als der Normproof nach Medienstandard keinen aufgedruckten Medienkeil, der zum Test der Farbverbindlichkeit notwendig ist. Deshalb können auch leichte Farbschwankungen beim Farbprüfdruck nicht ausgeschlossen werden - der Farbprüfdruck ist also nicht absolut farbverbindlich. Dennoch können Sie mit dem Farbprüfdruck kontrollieren, ob alle Objekte die richtige Auflösung besitzen, Schriften richtig eingebettet sind und die Farben annähernd dem gewünschten Ergebnis entsprechen. Und bei Selbstabholung ist der Farbprüfdruck bei Offsetdruckaufträgen sogar inklusive. Zudem lassen sich mit dem Farbprüfdruck gegen Aufpreis ganze Vorabexemplare fertig produziert auf dem gewünschten Auflagenpapier (beidseitig bedruckt) erstellen. So haben Sie beispielsweise beim Kunden die Möglichkeit, eine Broschüre oder einen Flyer noch vor der Drucklegung zu präsentieren und freigeben zu lassen!

Gewünschten Proof bei LASERLINE bestellen

Und so einfach geht die Bestellung der gewünschten Proof-Sorte bei LASERLINE: Wählen Sie das gewünschte Produkt im OnlineShop aus, bestimmen Sie Papiersorte, Auflagenzahl und Termin. Klicken Sie nun im Kalkulator im Bereich "Proof" die von Ihnen gewünschte Proof-Sorte (Farbprüfdruck oder Normproof) an. Schon wird Ihnen der Preis für den Proof berechnet und weitere Möglichkeiten angezeigt. Oder Sie bestellen Ihr Druckerzeugnis direkt bei Ihrem persönlichen Kundenberater und geben dort an, welchen Proof Sie wünschen.

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