Landschaften aufnehmen

23.08.2007
Dritter Teil der Fotografieserie zur Urlaubszeit: Bilder von Landschaften leben durch ihre Stimmung. Es braucht nur wenig, um Panoramen ins richtige Licht zu rücken.

Früh aufstehen oder spät Zubettgehen lohnt sich: Das gilt vor allem für die Landschaftsfotografie. Wer sich zum Sonnenauf- oder -untergang auf den Weg macht, kann im weichen Licht dieser besonderen Stunden die stimmungsvollsten Panoramen fotografieren. Ein weiterer Vorteil: Meist sind frühmorgens oder spätabends wenig Menschen unterwegs, die Landschaftsfotos stören könnten. Doch es gibt noch mehr Tipps, um draußen eindrucksvolle Fotos aufzunehmen.

Nutzen Sie Naturereignisse!

Wer professionelle Landschaftsbilder fotografieren möchte, sollte die Lichtverhältnisse und die Natur für sich arbeiten lassen. Stehen Sie früh auf und ziehen Sie mit Ihrer Kamera los. Sie werden nur selten auf andere Menschen treffen und können ungestört fotografieren. Außerdem ist am Morgen die Luft klar, oft sorgt Nebel für eine besondere Stimmung. Auch Raureif kann ganz spezielle Effekte auf Fotos erzeugen. In jedem Fall ist morgens das Licht besonders weich und nicht so gleißend wie an Sommertagen zur Mittagszeit. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel: Wenn beispielsweise ein Gewitter niedergeht, lohnt sich das Fotografieren zu jeder Tageszeit. Achten Sie auf die Umgebung und machen Sie sich Naturschauspiele zu Nutze. Auch die langweiligste Landschaft kann in einem Gewittersturm oder unter einer Schneedecke ganz eigene Reize entwickeln.

Wählen Sie die Perspektive geschickt!

Wenn Sie eine schöne Landschaft entdeckt haben: Knipsen Sie nicht wie wild drauflos. Machen Sie sich stattdessen erst Gedanken über den besten Standort und die spannendste Perspektive. Denken Sie dabei auch an Ungewöhnliches: Knien Sie sich auf den Boden und machen Sie Bilder aus der Froschperspektive oder steigen Sie im Wald auf einen Hochsitz. Auch vermeintlich störende Objekte wie ein Baum, der einen Sonnenaufgang verdeckt, können den besonderen Reiz eines Motivs ausmachen. Haben Sie Mut, extravagante Ausschnitte zu wählen: Möchten Sie ein bestimmtes Gebäude abbilden, können Sie es auf dem Bild durchaus auch klein in den Hintergrund treten lassen, um es hervorzuheben. Nicht immer muss das zentrale Motiv auch im Mittelpunkt des Fotos stehen. Wichtig ist es jedoch, dass die Horizontlinie nicht gekippt durch das Bild läuft. Sie muss aber auch nicht genau mittig auf dem Bild erscheinen - das wirkt oft langweilig. Fotografieren Sie stattdessen viel Himmel und wenig Erde oder umgekehrt.

Wählen Sie die richtigen Einstellungen!

Die schönste Landschaft mit den besten fotografischen Voraussetzungen nutzt jedoch nichts, wenn Sie technisch schlecht ausgestattet sind oder mit den falschen Einstellungen fotografieren. Die Verwendung eines Stativs sollte bei Landschaftsfotos Standard sein. Je länger die gewünschte Brennweite ist, desto besser und standsicherer sollte das Stativ sein, damit die Bilder verwacklungsfrei gelingen. Experten empfehlen für die Landschaftsfotografie Brennweiten zwischen 18 und 200 Millimeter. Weitwinkel-Brennweiten bieten mehr Tiefenschärfe. Mit kurzen Brennweiten laufen Sie Gefahr, dass wuchtige Berge "umkippen" und weniger mächtig wirken. Möchten Sie die Sonne oder den Mond fotografieren, brauchen Sie ebenfalls sehr lange Brennweiten. Halten Sie aber die Kamera nicht direkt in die pralle Sonne, sonst schädigen Sie die Kamera und Ihr Augenlicht! Ein weiterer Tipp: Bei Tageslicht erzielen Sie durch die Verwendung eines Polarisationsfilters besonders satte Farben. Er sorgt auch für ein dunkleres Himmelsblau.

Zusammengesetzte Panorama-Aufnahmen

Viele Digitalkameras bieten die Möglichkeit, mehrere Panorama-Aufnahmen nacheinander zu erstellen und sie anschließend am Rechner zu einem großen Bild zu montieren. Wählen Sie hier die höchstmögliche Auflösung, um später ausreichend große Bilder für diesen Vorgang zu haben. Denken Sie außerdem daran, dass sich die einzelnen Bilder großzügig überlappen, damit Spielraum für die Montage vorhanden ist. Optimal ist es, wenn die Kamera auf einem Stativ befestigt ist und immer in der gleichen Höhe fotografiert. Sie können sich dann auch an markanten Punkten, wie zum Beispiel Kirchtürmen orientieren. Möchten Sie hohe Berge oder Gebäude aufnehmen, setzen Sie das Hochformat ein. Wenn Sie die Bilder später am Rechner zusammensetzen, legen Sie die Übergänge auf Bildstellen, an denen sie möglichst wenig auffallen.

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