Kommuniziere – also gestalte!

17.01.2019
Kommunikationsdesign ist auf den ersten Blick ein neumodisches Wort. Bedeutung unklar. Auf den zweiten Blick gibt es alles Wichtige preis: Designe das, mit dem du kommunizieren möchtest. Und spezialisiere dich.

Grafikdesign ist nicht tot. Aber heute spricht man viel öfter von Kommunikationsdesign. Der neuere Begriff soll nicht nur das Gestalten von gedruckten Produkte wie Plakaten, Faltblättern und Broschüren umfassen. Er will das Gestalten von digitalen Medien mit einbeziehen.

Denn versuchten Unternehmen früher, mehr oder weniger ausschließlich durch Printprodukte in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit zu erzielen, sind es heute auch Webseiten und Digital-Signage-Screens, auf denen man überzeugen muss.

Und dazu sind vor allem spezielle Software-Kenntnisse erforderlich. Das beginnt beim Bearbeiten von Fotografien, führt über Animationen bis hin zu Spots beziehungsweise Filmen. Webdesign gehört auch dazu.

Das Digitale gehört dazu

Die digitale Kommunikation ergänzt die Printprodukte. Um sich nicht einzuschränken, suchen Unternehmen nach der optimalen visuellen Kommunikation – analog und digital. Sie suchen weniger nach einzelnen Produkten.

Das große Ganze verspricht auch das Wort Kommunikationsdesign. Und gerade deswegen muss man sich innerhalb dieser Disziplin spezialisieren. Nicht umsonst gibt es Agenturen, die sich beispielsweise nur mit der Animation von Grafiken befassen – und sich deswegen mit genau einer der geeigneten Softwares dazu auskennen.

Wer tief ins Digitale einsteigen will, muss sich damit permanent beschäftigen und sich idealerweise in einer Community austauschen.

Selbst die Typografie ist davon betroffen. Die Basis kann immer noch als unveränderbar beschrieben werden. Aber die technischen Möglichkeiten zwingen Gestalter, sich permanent mit der digitalen Komponente von Schriften zu beschäftigen.

Unbestritten ist, dass auch heutige Designer ein Grundwissen haben sollten, was Farben, Kontraste, Formen oder Proportionen angeht. Ob sie sich nun Grafik- oder Kommunikationsdesigner nennen.

Quelle: Rawpixel / Unsplash

Das Team gewinnt

Ein guter Kommunikationsdesigner hat nicht nur ein bestimmtes gestalterisches Wissen. Er kann seine Kunden auch gut beraten. Und ihm sagen, welche Idee sich mit welchem Instrument der visuellen Kommunikation am besten umsetzen lässt.

Nur weil man etwas digital realisieren kann, muss das nicht das Beste sein. Schließlich geht es im Zweifel nicht nur um das Gestalten eines Plakats oder um das digitale Aufbereiten eines Flyers. Es kann um eine komplette Corporate Identity gehen, zu der das Corporate Design gehört.

Gerade deswegen ist Kommunikationsdesign immer ein Team-Spiel. Wer umfassend gut beraten will, sollte Kundenideen mit Kommunikationsdesignern besprechen, die ein anderes Spezialgebiet haben.

Jobs für Kommunikationsdesigner

Entweder man hat dazu ein gutes Netzwerk oder man arbeitet in einer breit aufgestellten Agentur. Als freier Kommunikationsdesigner muss man sich deswegen genau überlegen, wie man nach außen auftritt. Wer nur sein spezielles Wissen bewirbt, legt seinen Fokus automatisch eher auf Agenturen, die wissen, was sie einkaufen müssen.

Wer den Endkunden ansprechen will, muss sich breiter präsentieren. Man muss zeigen, dass man zwar auf einem Gebiet Experte ist. Dass man aber grundsätzlich eine hohe Gestaltungskompetenz besitzt. Und im Zweifel ein Netzwerk hat, damit man als Ansprechpartner für verschiedene Design-Disziplinen fungieren kann.

Nicht zu vergessen: Man kann natürlich auch direkt in der Unternehmenskommunikation arbeiten. Je nach Größe des Unternehmens hat eine solche Abteilung den Charakter einer Agentur.

Oder aber der Kommunikationsdesigner nutzt sein Wissen, um von extern die richtigen Ansprechpartner einzukaufen. Er weiß ja schließlich genau, wovon die anderen reden.

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