In der Ruhe liegt die Kraft

26.05.2011
Klarheit ist der neue Trend im Webdesign – Internetseiten werden wieder „stiller“. Mit diesen Gestaltungselementen bringt man Ruhe ins Netz.

Blitzen, blinken, glitzern, glimmern: Viele Webseiten sind mit Gestaltungselementen überfrachtet. Hier meldet sich eine Animation zu Wort, dort flimmert Text vor den Augen. Der aktuelle Trend im Webdesign geht zu reduzierten und ruhigeren Seiten. Sie überzeugen mit klaren Inhalten und starken Botschaften statt schriller Anmutung.

Reduce to the max!

 Quelle: Audi Screenshot


Es ist nicht einfach, eine Webseite auf das Wesentliche zu reduzieren. Zunächst muss man sich klar machen, welche Informationen die Kernbotschaften sein sollen. Sie müssen deutlich im Zentrum stehen und dürfen nicht durch belanglose Inhalte verwässert werden. Minimalistische Internetseiten bleiben gerade durch ihre Prägnanz im Gedächtnis haften. Durch die Reduktion wird auch das Verweilen auf den Webseiten angenehm: Nichts lenkt ab, nervt oder stört. Die User wissen genau, auf welcher Seite sie sich befinden, da eine verständliche Navigation durch den Webauftritt leitet.

Typografie, Animationen, Aufbau

Auch die Schriften tragen dazu bei, eine Webseite ruhig zu gestalten. Wilde Schriftwechsel sind ebenso tabu wie allzu verspielte Fonts. Serifenlose Schriften schaffen eine besonders klare Atmosphäre und lassen sich am Bildschirm leicht entziffern. Sollen Filme oder Animationen in den Internetauftritt eingebunden werden, so gilt ebenfalls: Ein bewegtes Element reicht. Auf ihm bleibt der Blick des Betrachters haften und wird nicht durch einen zweiten Aufmerksamkeitsfänger gleich wieder abgelenkt. Der Aufbau von klaren Webseiten folgt einem strukturierten Gestaltungsraster, der die Page in verschiedene Bereiche trennt.

Weißraum und Gestaltungselemente

 Quelle: Carls Restaurant Screenshot


Deutlich strukturierte Webseiten setzen Weißraum bewusst ein. Er gibt den restlichen Gestaltungselementen Platz zum Atmen und zum Wirken. Auf gemusterte Hintergründe wird verzichtet. Werden überhaupt Hintergründe verwendet, dann in prägnanten Farben. Beliebt ist der Einsatz von Schwarz-Weiß-Kontrasten – beispielsweise weiße Schrift auf schwarzem Grund. Generell gehen „stille“ Webseiten behutsam mit Farbe um. Ein, zwei Nuancen im Hintergrund und beim Text reichen völlig aus. Farblicher Text wird äußerst sparsam und nur zum Hervorheben der Kernaussagen eingesetzt.

Gelungene Beispiele

Im Web sind mehr und mehr gute Beispiele für Internetseiten zu finden, die ihre Botschaften auf den Punkt bringen und auf Schnickschnack verzichten. Der Autobauer Audi hat eine entsprechende Microsite ins Netz gestellt. Carls Restaurant in Norwegen nimmt ein unaufgeregtes Video als Hintergrund und überzeugt durch eine klare Raumaufteilung des Webauftritts. Der Juwelier Georg Hornemann zieht das Prinzip des Schwarzweiß-Kontrast stimmig durch und räumt seinen Schmuckstücken viel Platz ein.

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