Im Labelwald der Nachhaltigkeit

16.09.2010
FSC, PEFC und der Blaue Engel zählen zu den wichtigsten Labeln für Papiere. Was steckt dahinter und welcher Mehrwert wird geboten?

Nachhaltige Forstwirtschaft

 Quelle: Angelika Schmid Pixelio


Quelle: Angelika Schmid
(Pixelio)

FSC und PEFC sind die beiden dominierenden Organisationen, die sich eine nachhaltige Forstwirtschaft auf die Fahnen geschrieben haben. Hinter „FSC“ verbirgt sich der „Forest Stewardship Council“. Die internationale Organisation wurde 1993 ins Leben gerufen und stellt ihre Basis auf drei Säulen: Die Wirtschaftskammer repräsentiert Waldbesitzer, die Umweltkammer Verbände und die Sozialkammer Gewerkschaften. Müssen Entscheidungen getroffen werden, so wiegen alle Stimmen gleich viel, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Die FSC-Kette startet beim Waldbesitzer. Er kann seine Bestände zertifizieren lassen, sofern er bestimmte ökologische und soziale Voraussetzungen erfüllt. Zehn Prinzipien sind festgeschrieben, darunter Landschaftsschutz und die Erhaltung von Wäldern mit hohem Schutzwert. Wird ein Produkt – zum Beispiel Papier – aus diesem zertifizierten Holz hergestellt, darf es ebenfalls das FSC-Label tragen.

Kahlschlag verboten

Ähnlich funktioniert auch das „Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes“, kurz PEFC, das 1998 initiiert wurde. Wie FSC verfolgt auch PEFC das Ziel einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung, setzt dabei jedoch teilweise auf andere Prinzipien. Kahlschläge im Wald sind nicht erlaubt, auch Pestizide dürfen nicht ohne weiteres eingesetzt werden. Will ein Waldbesitzer seinen Wald nach PEFC zertifizieren lassen, muss er sich zur Einhaltung der Standards verpflichten, die durch Kontrollen überprüft werden. Wird zur Papierherstellung PEFC-zertifiziertes Holz verwendet, so darf auch das Papier das PEFC-Label tragen. Derzeit sind zwei Drittel des deutschen Waldes nach dem PEFC-System zertifiziert, rund sieben Prozent nach FSC. Weltweit sind jedoch erst rund zehn Prozent der Wälder nach FSC oder PEFC erfasst.

Ein Engel fürs Altpapier

Zu den ältesten Zertifizierungen zählt der Blaue Engel, den es seit 1978 gibt und dessen Richtlinien 2006 noch einmal verschärft wurden. Er steht seit 1983 in der Papierbranche für Bedruckstoffe, die aus Altpapier hergestellt werden. Das angestaubte Image vom „grauen Schmirgelpapier“ ist dabei längst passé. Mittlerweile gibt es auch weiße, hochwertige Bilderdruckpapiere, die zu einhundert Prozent aus Altpapier bestehen. Neben diesen drei Label-Schwergewichten gibt es noch das EU-Umweltzeichen, 1992 begründet und umgangssprachlich als „EU-Blume“ bekannt sowie den „Nordic Swan“, der vor allem in den nordischen Ländern beheimatet ist. In den USA hat sich dagegen die „Sustainable Forestry Initiative“ (SFI) etabliert, die durch ein grünes Blatt symbolisiert wird.

Unaufhaltsamer Trend

 Quelle: Günther Richter Pixelio


Quelle: Günther
Richter (Pixelio) Zertifizierte Papiere sind auf dem Vormarsch. Aufgrund der gewichtigen Umwelt- und Nachhaltigkeitsgründe nutzen viele Unternehmen die Bedruckstoffe mit Label auch aus Imagegründen. Sollen auf zertifiziertem Papier auch zertifizierte Drucksachen entstehen, so muss die Druckerei ebenfalls das entsprechende Label tragen. LASERLINE ist nach FSC und nach PEFC zertifiziert und darf daher Drucksachen mit den entsprechenden Logos versehen. Die Prüfung nach den Richtlinien des Blauen Engels übernehmen wir ebenfalls gerne für Sie – mit „Recycling Offset“ haben wir ein Papier mit 1,3-fachem Volumen im Angebot, das mit 98 Prozent Weiße überzeugt und zu 100 Prozent aus Altpapier besteht.

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