HTML 5: der neue Webstandard

17.03.2011
Derzeit wird HTML 5 entwickelt, das den momentanen Standard ablösen soll. Was bedeutet die neue Version für Webseiten und Anwendungen für mobile Geräte?

Was ist HTML?

 Quelle: W3C Wikicommons


Quelle: W3C
(Wikicommons) Die Abkürzung steht für „Hypertext Markup Language“, einer Auszeichnungssprache, mit der sich Inhalte, Texte, Bilder und Hyperlinks strukturieren lassen. Webbrowser geben die HTML-Dokumente wieder. Außerdem enthalten die Daten Metainformationen, zum Beispiel über den Autor. Der aktuelle Standard ist HTML 4.01, seit 2004 wurden einzelne Vorschläge für die Version 5 gemacht. Derzeit gibt es mehrere Arbeitsentwürfe für HTML 5. Entwickelt wird die Auszeichnungssprache vom World Wide Web Consortium (W3C). Einige Zeit wurde parallel an einer neuen Version der Sprache XHTML gearbeitet, 2009 wurde dieses Vorhaben jedoch zugunsten von HTML 5 aufgegeben.

Was wird neu in HTML 5 sein?

HTML soll die Versionen HTML 4.01, XHTML 1.0 und DOM 2 ersetzen und damit zum umfassenden Standard für das Web und mobile Geräte werden. Ebenfalls neu wird ein Tool sein, mit dem sich Fehler aufspüren lassen. Browserhersteller sollen nur wenige Änderungen an den Webbrowsern vornehmen müssen, damit sie HTML 5 verarbeiten können. Auch die Abwärtskompatibilität soll gewährleistet werden. Hinzukommen werden außerdem neue HTML-Elemente. Mit „Element figure“ können Bilder und Videos beispielsweise mit Bildunterschriften versehen werden. Sucht man in einer Suchmaschine nach einem Begriff hebt „Element m“ diesen Term auf den Webseiten hervor. „Element video“ bindet Videos in die Dokumente ein.

Was ändert sich mit dem neuen Standard?

 Quelle: W3C Wikicommons


bleiben Befehle wie „Element i“ oder „Element m“, mit denen sich Text kursiv oder fett auszeichnen lässt. Abkürzungen werden in Zukunft jedoch über „Element acronym“ dargestellt, „Element abbr“ entfällt genauso wie „Element noscript“, „Element big“ und „Element tt“. Gleichzeitig mit der Entwicklung von HTML 5 wird die Spezifikation Web Forms 2.0 erarbeitet. Eingabefelder lassen sich beispielsweise als Pflichtfelder definieren, was bislang über Javascript erledigt wurde. Standardisierte Eingaben können über Templates eingebunden werden. Generell soll Web Forms neue Eingabetypen für Internetadressen, Anschriften, Datumsangaben, Zeiträume oder E-Mails bieten. Mit Hilfe neuer Attribute können Einschränkungen für diese Angaben festgelegt werden.

Was bedeutet HTML 5 für Webdesigner?

Derzeit ist noch nicht absehbar, wann die erste „endgültige“ Version von HTML 5 erscheint. Momentan wurden erst Arbeitsentwürfe veröffentlicht. Der neue Standard bietet für Webdesigner jedoch einige Vorteile – allen voran, dass er XHTML und DOM ersetzen soll und damit de facto ein Alleinstellungsmerkmal erhält. Verschiedene Varianten müssen bei der Programmierung von Inhalten nicht mehr berücksichtigt werden. Gleichzeitig bleiben jedoch ältere Inhalte aufgrund der Abwärtskompatibilität nutzbar. Die neuen Elemente und Befehle können rasch gelernt werden. Auch unter Sicherheitsaspekten soll HTML 5 neue Standards setzen. Derzeit bleibt also nur noch abzuwarten, wann die Arbeit an der Version 5 vorläufig abgeschlossen sein wird.

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