Hilfestellung für das WWW

13.03.2014
Semantische Bezeichnungen sorgen dafür, dass Rechner und Server Inhalte im Web „verstehen“

Künstliche Intelligenzen wie Server und Rechner können zwar mit Inhalten im Internet umgehen, sie können sie jedoch nicht richtig interpretieren. Mit dem Begriff Berlin können sie nichts anfangen sie wissen nicht, dass Berlin eine Stadt ist, Monika aber ein Vorname. Mit Hilfe von semantischen Bezeichnungen soll sich das ändern.

Ziele

 Quelle: Sebastian Fuss/ Pixelio.de


Quelle: Sebastian Fuss/
Pixelio.de Mit Hilfe des semantischen Webs sollen Maschinen die Informationen besser verarbeiten können. Dazu ist es nötig, die Worte mit ihrer Bedeutung (Semantik) zu versehen. Also beispielsweise Spree (Fluss), Deutschland (Land), Berlin (Stadt). Um dies zu vereinheitlichen, werden Tags verwendet. Hinter der Idee des semantischen Internets steckt Tim Berners-Lee, der Erfinder des World Wide Webs. Im Zusammenhang mit dem semantischen Internet spricht man häufig auch vom Web 3.0.

Möglichkeiten

Die semantischen Begriffe werden der Webseite über die Metadaten hinzugefügt. Hauptsächlich werden dafür die Web Ontology Language (OWL) und das Resource Description Framework (RDF) verwendet. Beides wird vom World Wide Web Consortium erarbeitet und standardisiert. Aufgrund dessen sind beide Technologien am verbreitetsten. Die Web Ontology Language geht dabei weiter als RDF und ermöglicht komplexere Beschreibungen. Sie besteht aus insgesamt drei Sprachebenen.

Web Ontology Language

 Quelle: Cristine Lietz/ Pixelio.de


Quelle: Cristine Lietz/
Pixelio.de OWL gibt es in drei Versionen: Lite, FL und Full. Um einfache Konstrukte zu erschaffen, ist die Lite-Version gedacht. DL steht dagegen für description logic, also Beschreibungslogik. Es gibt jedoch Einschränkungen, die in der Full-Version nicht vorhanden sind. Programmierer und IT-Spezialisten sind gefragt, wenn es um die Auswahl der richtigen Variante geht. Es lohnt sich, beim Planen einer Webseite bereits semantische Aspekte zu berücksichtigen, denn diese Angebote werden in den Suchmaschinen bald vorne liegen.

Die Zukunft

Das semantische Web will Informationen anhand ihrer Bedeutung miteinander verknüpfen. Das Internet soll in Zukunft Personen, Orte, Unternehmen, Produkte und mehr erkennen sowie zueinander in Beziehung setzen können. Beispielsweise gibt der User dann Reisedaten ein und erhält automatisch mehrere Angebote zu Anreise, Hotel und Freizeitangeboten. Bislang muss er nach Bahn- oder Flugticket, Übernachtung und Theaterkarten extra suchen. Das wird vermutlich auch noch eine Weile so bleiben, denn die Milliarden Internetseiten, die bereits jetzt existieren, bestehen zu 98 Prozent aus Pages ohne semantische Informationen.

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