HDR-Fotografie

10.03.2011
Einer der aktuellsten Trends in der Fotografie ist HDR (High Dynamic Range Image). Wie hilft diese Technik dabei, das Optimale aus Bildern herauszuholen?

Was ist HDR?

 Quelle: William Cho Wikicommons


Quelle: William Cho
(Wikicommons) Wer kennt das Phänomen nicht: Bilder im Inneren von Gebäuden, Kirchen zum Beispiel, werden mit einer herkömmlichen Digitalkamera unterbelichtet, Fotos im Freien bei Sonnenschein überbelichtet. In beiden Fällen gehen Details verloren. Genau dieses Problem will die HDR-Fotografie beseitigen. Indem mehrere Bilder mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen aufgenommen werden, bleiben alle Einzelheiten im Motiv erhalten – sowohl in besonders dunklen als auch in besonders hellen Bereichen. Durch die Kombination dieser Fotos erhält man eine Aufnahme, die die Details und Helligkeitsstufen so fein abbildet, wie sie auch das menschliche Auge wahrnehmen kann.

Wie fotografiert man ein HDR-Bild?

 Quelle: Purpy Pupple Wikicommons


Quelle: Purpy Pupple
(Wikicommons)

stets mehrere Aufnahmen fotografiert werden müssen, eignen sich nur statische Motive für HDR. Auch Verwackler sind für ein eindrucksvolles HDR-Bild nicht förderlich, weswegen man ein Stativ verwenden sollte. Wer die Kamera dennoch selbst in der Hand halten möchte, sollte die Bilder anschließend mit Photoshop CS5 bearbeiten: Ab dieser Version gleicht Adobes Software leichte Abweichungen automatisch aus. Man sollte aber bedenken, dass man während der Belichtungsreihe auch die Einstellungen an der Kamera ändern muss. Auch deshalb leistet ein Stativ gute Dienste. Die Blende lässt man unverändert, bevorzugt bei einem hohen Blendenwert. Anschließend wird von Foto zu Foto die Belichtungseinstellung, ausgehend von etwa +3,0 bis zu -3,0, verändert. Am besten werden zwischen fünf und zehn Bilder fotografiert.

Aus vielen wird eines

Ist die Belichtungsreihe im Kasten, werden die Bilder auf den Rechner übertragen. Nun benötigt man ein Programm, das die Fotos zu einer einzigen Aufnahme kombiniert. Gute Dienste leistet beispielsweise Photomatix, aber auch mit Photoshop, das viele Kreative sowieso auf dem Rechner haben, lassen sich ansprechende Ergebnisse erzielen. Die Software übernimmt dabei die Aufgabe aus allen Bildinformationen die wesentlichen Details zu extrahieren und zusammenzufügen. Das nennt man auch Tone Mapping. Praktisch bei der Arbeit mit Photoshop: Das fertige Bild kann anschließend noch mit den gewohnten Werkzeugen bearbeitet und optimiert werden.

HDR mit Photoshop

 Quelle: Sandra Küchler


soll hier der Weg zum HDR-Bild in Photoshop CS5 skizziert werden. Der entsprechende Menübefehl versteckt sich unter „Datei“, „Automatisieren“ und „Zu HDR Pro zusammenfügen“. Nach Aufrufen des Dialogs wird man aufgefordert, die Quelldateien anzugeben. Dabei lassen sich Dateien und Ordner auswählen. Nach dem Klick auf „OK“ startet die Software ihre Berechnungen. Das kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Spannung steigt: Bevor Photoshop das Ergebnis in einer neuen Datei präsentiert, lassen sich noch Feineinstellungen hinsichtlich der Belichtung treffen. Hat das Programm seine Arbeit abgeschlossen, lassen sich in einem separaten Dialog auch Leuchtkonturen, Farbe und Details regeln – komfortabler geht es kaum.

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