Hauptsache in Bewegung

07.06.2018
Motion Design – ein modern klingender Begriff, der nur bedingt das aussagt, was er ausdrücken soll. Dass es um Bewegung geht, ist klar. Dass es ums Gestalten geht, auch. Und sonst? Gibt es Ähnlichkeiten zu Grafik – beziehungsweise Kommunikationsdesign sowie Mediendesign?

Motion Design. Das erste Wort legt offen, dass dieser Begriff irgendetwas mit Bewegung zu tun haben muss. Und das zweite legt nahe, dass er mit Grafik und Gestaltung zu tun hat. Das Visuelle spielt also eine Rolle. Was der Ausdruck nicht offenbart, aber trotzdem beinhaltet, ist das Hören. Ausführlich – und zugegebenermaßen umständlich – könnte man also auch von „der grafischen, audiovisuellen, bewegten Gestaltung“ sprechen. Fast unnötig heutzutage hinzuzufügen, dass sich entsprechende Experten mit digitalen Produktionstechniken auskennen. Mittlerweile auch mit Augmented Reality und Virtual Reality. Motion Design scheint eine Mischung aus Grafik-, Kommunikations- und Mediendesign zu sein. Aber es ist mehr.

Wie es zu Motion Design kam

Bilder, die Geschichten erzählen, haben die Menschen schon immer fasziniert. Wer hat nicht schon einmal von Höhlenzeichnungen gehört? Und ein Beispiel aus Kinderzeiten ist das Daumenkino, das eigentlich aus einzelnen Bildern besteht. Aber sie fügen sich zu einem analogen Film zusammen, wenn sie nur schnell genug hintereinander „abgespult“ werden. Das gleiche Prinzip verfolgt ein Zeichentrickfilm. Bei beidem kann man von einer Animation sprechen. Es handelt sich um einen alten Begriff, der in den vergangenen Jahre aufgrund der zunehmenden digitalen Gestaltungs- und Produktionsmöglichkeiten immer bekannter wurde – vor allem, weil 3D-Animationen möglich wurden. Filmstudios wie Pixar und Studio Ghibli haben mit hochwertigen Kinoproduktionen dazu beigetragen, den klassischen Zeichentrickfilm zu modernisieren und auch Erwachsene anzusprechen. Gerade der japanische Anime-Boom, der auch europäische Jugendliche mehr und mehr in den Bann zieht, sorgt für wachsendes Interesse am Motion Design.

Immer mehr Bedarf an Bewegtbildern

Motion Designer sehen sich einer Menge an Anforderungen gegenüber, die nicht nur technisches Know-how erfordern, sondern auch einiges an gestalterischem Können. Nur dann können sie Geschichten, Werbebotschaften, Kunstkonzepte und andere Ideen bewegt und visuell umsetzen. Längere Filme, kürzere Videos oder noch kürzere Clips sind die Ergebnisse, die sich sehen und hören lassen können. Der Bedarf an solchen audiovisuellen Werken ist auch deswegen gestiegen, weil es mehr digitale Plattformen gibt. Das Internet bietet unzählige Unternehmensportale im Allgemeinen, dazu Social Media und Video-Plattformen wie Youtube im Speziellen. Überall sind Bewegtbilder gefragt, um sich zu präsentieren und Aufmerksamkeit zu erzielen.

Motion Design studieren

[REFERENCES OBJECT NOT FOUND ll1ak4la9zx34ajka] Das Potenzial, mit all diesen Dingen zu unterhalten und zu informieren, haben auch Hochschulen erkannt, die entweder eigene Studiengänge anbieten oder solche, die das Thema Motion Design in thematisch größer gefasste Studiengänge einbinden. Die Inhalte unterscheiden sich zwar im Detail. In der Regel geht es aber immer um eine Kombination aus technischem Können, Wissen zu filmischem Storytelling, Typografie oder auch Planung und Organisation von entsprechenden Projekten. Aufgrund der Vielfalt an Aufgaben erfordert Motion Design oft das Arbeiten im Team – mit Spezialisten in den jeweiligen Disziplinen.

Mehr Anreiz geht kaum

Die Filmakademie Baden-Württemberg ist eine der Institutionen, die einen eigenen Studiengang anbieten. Auf ihrer Internetseite heißt es: „Motion Design ist bewegtes Grafikdesign. Es umfasst audiovisuelles, räumliches, interaktives Denken und Gestalten. Bildlich gesprochen ist Motion Design Tanz und Choreografie von Sprache, Bildern und Tönen.“ Wenn das kein Anreiz ist, sich umgehend als zukünftiger Motion Designer an der Filmakademie einzuschreiben?!

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