Griechische Begriffe im DTP

26.11.2009
Das griechische Alphabet hat Einzug in viele Bereich des Desktop Publishing gehalten. Heute sind Begriffe wie Alpha-Kanal, Gamma-Korrektur oder Delta E gang und gäbe.

Alpha, Beta, Gamma: So lauten die ersten drei Buchstaben des griechischen Alphabets. Alle drei bringen auch eine Bedeutung für die grafische Branche mit: Alpha-Kanal, Beta-Version und Gamma-Korrektur sind gängige Begriffe im Desktop Publishing. Aber es gibt noch weitere Vertreter, die einen griechischen Ursprung haben.

Alpha-Kanal

Berechnungsgrundlage von Bilddateien sind verschiedene Farbkanäle. Darauf greift beispielsweise auch die Software Adobe Photoshop zurück. Die Farbinformationen des Motivs werden in einem oder mehreren Farbkanälen gespeichert. Eine Besonderheit sind die Alpha-Kanäle: Sie sichern Auswahlen und Masken. Alpha-Kanäle werden in Photoshop automatisch in Graustufen angelegt. Beim Speichern einer Datei lassen sich die Alpha-Kanäle deaktivieren. Damit werden sie aber aus der Datei gelöscht.

Beta-Version

Alpha ist der erste Buchstabe des griechischen Alphabets, Beta der zweite. Eine noch nicht fertig gestellte „Test“-Version einer Software wird Beta-Version genannt. Auch Maschinen können einem Beta-Test unterzogen werden. Anwender testen in beiden Fällen die Software- oder Maschinen-Version. Fehler können so aufgespürt und vor dem endgültigen Erscheinen des Produkts behoben werden. Verbesserungsvorschläge fließen in der Regel ebenfalls mit ein.

Gamma-Korrektur

Bei einer Gamma-Korrektur werden Werte in andere Werte überführt und dabei potenziert. In der grafischen Branche wird eine Gamma-Korrektur vorgenommen, um die Tonwertabstufungen zwischen Licht und Tiefe bei der Bildverarbeitung zu korrigieren. Auch während des Druckprozesses selbst nutzt man die Gamma-Korrektur, um die Tonwertzunahme auszugleichen.

Delta E

Der Abstand zweier Farben zueinander wird im Wert Delta E angegeben. Die Formel für die Berechnung dieses Abstands lautet: ?Eab = (?L2 + ?a2 + ?b2)1/2. Die Formel bezieht sich auf den L*a*b-Wert der Farben. L definiert die Helligkeit, a* den Wert auf der Rot-Grün-Farbachse und b* den Wert auf der Blau-Gelb-Farbachse. Ausgehend von diesen Werten für zwei Farben, sind in die Formel die Differenzen der jeweiligen Werte zwischen den beiden Farben einzusetzen. Dann werden die Quadrate der Differenzen addiert. Daraus wird im Anschluss die Wurzel gezogen.

My

Eine der bekanntesten Maßeinheiten, das umgangssprachliche „Mü“, basiert ebenfalls auf einem griechischen Buchstaben und dessen Aussprache. Korrekt heißt die Einheit Mikrometer oder veraltet Mikron. Sie bezeichnet ein Tausendstel Millimeter. Bei manchen im Druck verwendeten Medien wird die Dicke in Mikrometern angegeben, gängig z.B. bei bedruckbaren Folien.

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