Grenzen setzen

19.01.2012
Nicht alles, was im Web technisch möglich ist, ist auch sinnvoll. Wo sollte man zugunsten der Nutzerfreundlichkeit Grenzen ziehen?

Nicht alle Wege führen im Internet zum gleichen Ergebnis und nicht alles, was technisch machbar ist, sollte umgesetzt werden. Stichworte sind Kompatibilität und Geschwindigkeit. Neben der Software kann die Hardware des Anwenders im Web Grenzen setzen, denn viele Nutzer sind nicht mit der neuesten Technik im Netz unterwegs.

Ausstattung und Geschwindigkeit

 Quelle: Cornelia Menichelli Pixelio.de


Mit welchem Rechner und welcher Bandbreite Anwender im Web surfen, hat wesentliche Auswirkung auf das, was sie am Bildschirm sehen. Vor allem aufwendige Animationen und Filme können ältere Technik leicht in die Knie zwingen. Dann dauert die Ladezeit extrem lange oder Videos werden nur ruckelnd abgespielt. Die DSL-Geschwindigkeit ist ebenfalls entscheidend. In bestimmten Regionen, z.B. auf dem Land, ist das manchmal problematisch. Nicht immer kann man hier mit Turboladezeiten rechnen - auch dann bleiben umfangreiche Elemente auf der Strecke. Das gilt genauso, wenn man unterwegs mit Handy oder Tablet-PC ins Web geht. Ein weiterer ausschlaggebender Punk sind die Bildschirmauflösung und die Qualität des Displays: Sie bestimmen, wie detailreich die Wiedergabe ist.

Browser und Suchmaschinen

Anwender sind mit verschiedenen Browsern im Web unterwegs. Die unterschiedlichen Browsertechnologien setzen aber auch der Darstellung Grenzen: Denn was im Netz erscheinen soll, muss auch mit allen Browsern funktionieren. Tipp: Webseiten mit unterschiedlichen Browsern testen! Selbst Suchmaschinen verstehen sich nicht mit allen Möglichkeiten, die im Internet umsetzbar sind. Texte, die in Bildern stehen, werden von ihnen z.B. nicht wahrgenommen und daher auch nicht mit in die Suchergebnisse einbezogen.

Zeichensätze

 Quelle: Grey59 Pixelio.de


Jede Webseite basiert auf einem bestimmten Zeichensatz. Wenn der Gestalter der Webseite den Zeichensatz nicht selbst festlegt, wird entweder automatisch ein Zeichensatz erkannt oder der entsprechende Browser zieht einen Standard-Zeichensatz heran. Manchmal wird der verwendete Zeichensatz gar nicht erkannt, dann lässt sich die Webseite nicht anzeigen. Das kann z.B. passieren, wenn wir russische oder chinesische Internetseiten aufrufen wollen. In diesem Fall müsste zunächst die entsprechende Zeichenkodierung im Browser aktiviert werden.

Die Finessen

Selbst einzelne Dateiformate und Webtechnologien können Probleme bereiten. So wird beispielsweise das PNG-Format vom Internet Explorer bis zur Version 6 nicht unterstützt, was zu fehlerhaften Darstellungen führen kann. Die populären Techniken Javascript und Flash sind kaum noch aus dem Web wegzudenken, können jedoch auch Schwierigkeiten verursachen. Manche Browser haben Javascript nämlich deaktiviert. Wird es beispielsweise für die Navigation verwendet, wird dieser wichtige Vorgang dadurch komplett ausgehebelt. Einige Browser geben Flash-Inhalte nicht wieder bzw. nutzen nicht die aktuellste Version. Bei Webseiten, die rein auf Flash basieren, sollte auf jeden Fall eine Alternative angeboten werden, damit Nutzer ohne aktuelle Flash-Version nicht ausgesperrt werden.

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