Googles Browser Chrome

09.10.2008
Mit einem eigenen Browser will Google nun Microsoft Konkurrenz machen und sein Geschäft ausweiten. Was steckt hinter Chrome und was kann der neue Browser?

Lange wurde es vermutet und erwartet, nun hat Google tatsächlich einen eigenen Browser auf den Markt gebracht. Chrome soll besonders leicht zu bedienen sein und mit weiteren nützlichen Funktionen aufwarten. Der Angriff auf Microsoft ist nicht zu übersehen: Google will neben seiner Suchmaschine auch in weiteren Internet-Märkten Fuß fassen.

Was steckt hinter Chrome?

Google kommt aus dem Suchmaschinen-Geschäft. Hier ist das Unternehmen die unangefochtene Nummer eins. Geld verdient Google in erster Linie durch das gezielte, am Surfverhalten der Nutzer orientierte, Zuschalten von Werbung. Das funktioniert natürlich am besten, wenn man nicht nur die häufigsten Suchabfragen eines Nutzers kennt, sondern am besten alle Internetseiten, die ein Anwender besucht. Dazu vergibt der Browser an jeden Nutzer eine eigene Nummer. Anders als die IP-Adresse, die beim Einwählen von verschiedenen Internetdiensten oft auch jedes Mal neu erstellt wird, bleibt sie immer gleich.

Die Funktionen von Chrome

Chrome wirbt damit, besonders leicht bedienbar zu sein. Das ist tatsächlich der Fall, denn es gibt nur eine Eingabemöglichkeit für alles. Eingegebene Begriffe werden automatisch ergänzt, so dass häufig aufgerufene Webseiten schnell zu erreichen sind. Auch das Tabbing, das Surfen mit mehreren Registerkarten, beherrscht Chrome. Anders als bei Firefox oder dem Internet Explorer sind die Tabs jedoch über der Adressleiste angeordnet. Darüber hinaus ermöglicht es Chrome, „anonym“ im Internet zu surfen. Wird diese Funktion archiviert, speichert der Browser keine Daten über die Internetsitzung – zumindest nicht auf dem eigenen Rechner. Der Chef oder die Familie können so nicht nachvollziehen, welche Seiten sich der Websurfer angeschaut hat.

Das bezweckt Google damit Google verfolgt jedoch ein höheres Ziel mit Chrome. Das Unternehmen verfolgt die Strategie, dass Anwender umfangreiche Programme nicht mehr auf dem eigenen Rechner installieren, sondern über das Internet nutzen. Office-Aufgaben und die Bildbearbeitung lassen sich so im Web erledigen, ohne dass große Programmdateien und Anwendungssoftware auf dem eigenen Rechner die Festplatte blockieren. Damit das funktioniert, muss jedoch der Internetbrowser besonders leistungsfähig sein. Hier setzt Chrome an: Javascript-Programme sollen mit dem neuen Browser deutlich schneller laufen. Auch die Offline-Arbeit mit den Online-Applikationen soll dank Chrome möglich sein.

Fazit

Chrome wird den Microsoft Internet Explorer, der immer noch mit jedem Windows-Rechner vorinstalliert ausgeliefert wird, nicht in Bedrängnis bringen. Auch Mozillas Firefox, das immerhin Google als primäre Suchmaschine unterstützt, wird sich weiterhin behaupten. Chrome bietet keine wichtigen Neuheiten, die die anderen Browser in den Schatten stellen. Kritisch anzusehen ist vor allem der Datenschutz. Positiv wird jedoch sein, dass auch die anderen Browser-Entwickler ihre Programme schneller machen müssen, um in diesem Punkt mit Chrome mithalten zu können. Dies betrifft vor allem Online-Applikationen, die durch Chrome einen neuen Schub erhalten könnten. Interessierte können sich den neuen Browser hier anschauen oder die Beta-Version herunterladen. Achtung: Der Browser läuft derzeit nur unter Windows XP und Vista.

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