Freisteller aus Photoshop in InDesign auslesen

25.08.2016
Indesign versteht sich ganz besonders gut mit Photoshop, da sie aus einer Schmiede stammen. Photoshop- und TIFF-Dateien können Transparenzen, Pfade, Ebenen und Alpha-Kanäle enthalten, die InDesign problemlos auslesen kann. Trotzdem treffen manche Anwender auf Probleme.

In diesem Beitrag soll es deshalb Antworten und ergänzende Informationen geben, um Freisteller aus Photoshop in InDesign auszulesen.

Eine wichtige Voreinstellung in Photoshop zum Arbeiten mit PSD- und TIFF Dateien

In den Voreinstellungen von Photoshop im Unterpunkt Dateihandhabung stellen Sie die Kompatibilität von PSD- und PSB-Dateien auf Immer ein, dann wird eine JPEG-Vorschau in die Datei mit eingebettet, die sowohl von InDesign als auch der Adobe Bridge und anderen kompatiblen Programmen zur Darstellung verwendet wird. Die Datei wird dadurch zwar größer, aber dafür arbeiten Sie ohne Probleme mit PSD-Dateien.

Die Kompatibilität von PSD-Dateien und PSB-Dateien sollte mit der Option "Immer" eingestellt werden. Quelle: Marianne Deiters

Dateiformate

TIFF ist nicht gleich TIFF
Adobe hat das Dateiformat TIFF gegenüber dem ursprünglichen Format stark erweitert. Es können darin alle Informationen gespeichert werden, die sonst nur in einer Photoshop-Datei Ihren Container finden. Ältere oder »dümmere« Programme als Photoshop können deshalb so ein Photoshop-TIFF nicht lesen. Das kann vor allen Dingen die enthaltene Transparenz und die damit korrespondierenden Ebenen betreffen. TIFF wird gerne für Dateien mit Transparenz und Ebenen als Dateiformat verwendet, da man es auf unterschiedliche Art und Weise komprimieren kann. Die LZW-Komprimierung ist beispielsweise absolut verlustfrei.

Zuerst wählen Sie das Format TIFF aus und bestätigen die Auswahl. Dann folgt dieser Dialog. Die Warnung können Sie für die Arbeit mit InDesign getrost ignorieren und für die Zukunft ausschalten. Quelle: Marianne Deiters

Warum wird die Transparenz aus einem TIFF nicht angezeigt?

Viele Anwender wundern sich allerdings, dass die Transparenz nach der Platzierung in InDesign nicht angewendet wird. Damit InDesign die Transparenz versteht, müssen Sie beim Speichern folgendes beachten:

Wählen Sie den Befehl Speichern unter… aus dem Menü Datei. Im Dialogfeld wählen Sie TIFF als Dateiformat und setzen die Häkchen bei Ebenen, wenn Sie die Transparenz über eine Maske oder durch das Ändern der Hintergrundebene in eine normale Ebene erzeugt haben. Wenn die Transparenz über einen Alpha-Kanal gespeichert wurde, setzen Sie das Häkchen bei Alpha-Kanal. Diesen kann Indesign auch ohne Probleme auslesen und als Freisteller nutzen.

Bestätigen Sie Ihre Auswahl zum Dateiformat. Erst dann folgt der wichtige Dialog, in dem Sie bestimmen, ob die Transparenz im TIFF auch transportiert wird. Dazu müssen Sie unten im Dialogfeld die Checkbox bei Transparenz speichern markieren. Wenn Sie das TIFF in anschließend InDesign platzieren, müssen Sie nichts weiter tun, die Transparenz wird direkt als Freisteller genutzt.

Dies ist die wichtigste Einstellung, damit Indesign die Transparenz in einem TIFF auslesen kann.  Quelle: Marianne Deiters

Transparenz aus PSD-Dateien

Hier müssen Sie keine Zusatzoptionen beim Speichern beachten. Transparenz wird direkt dargestellt.

Pfade als Freisteller in unterschiedlichen Dateiformaten nutzen

Vorausgesetzt das Dateiformat unterstützt Pfade: Wenn Sie einen Pfad als Freisteller nutzen möchten, können Sie diesen in Photoshop als Beschneidungspfad definieren. Dieser wird beim Platzieren in InDesign direkt als Freisteller genutzt. Sie können aber auch jeden beliebigen anderen Pfad als Freisteller in InDesign auswählen. Dazu Rufen Sie den Befehl Beschneidungspfad… aus dem Menü Objekt auf. Im Dialogfeld wählen Sie oben im Pulldown-Menü die Option Photoshop Pfad… Hier finden Sie alle Pfade, die in der Datei gespeichert wurden gelistet. Es wird sogar die Vorschau des Freistellers dargestellt.

Sie müssen eine Datei mit mehreren Pfaden nur einmal im InDesign-Dokument platziert haben. Duplizieren Sie es und wählen einen anderen Pfad für die Darstellung eines anderen Bildteilbereichs aus. Quelle: Marianne Deiters

Tipp: Vermeiden Sie das Bildformat Photoshop EPS

Dies verwechseln Sie bitte nicht mit einem EPS, welches aus einem Vektorprogramm stammt. Das Bildformat EPS (Encapsulated Postscript), welches Bild- und Vektordaten enthalten kann, ist veraltet und nicht nur bei der Ausgabe fehleranfällig. Es wird ein Postskriptfähiges Ausgabegerät benötigt und Alphakanäle können darin nicht gespeichert werden.

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