Objekte freistellen in InDesign

05.09.2019
Die Anwendungen der Adobe Creative Suite sind eng miteinander verbunden. Das geht sogar so weit, dass man innerhalb von InDesign Objekte freistellen kann. Der Trick dahinter: Das Erstellen eines Beschneidungspfades.

Was ist ein Beschneidungspfad?

Der in InDesign unter „Objekte“ zu findende „Beschneidungspfad“ schneidet Teile eines Bildes ab bzw. aus und stellt einzelne Bildteile frei.

Dabei lässt sich sowohl ein Pfad für das Bild, als auch ein Rahmen für die Grafik im Bild erstellen.

Beides können Sie voneinander trennen, sodass sich der Beschneidungspfad im Nachhinein beliebig verändern lässt.

Der Beschneidungspfad in InDesign CC schneidet Teile eines Bildes ab bzw. aus und stellt einzelne Bildteile frei. Quelle: Screenshot

Wege zum Freistellen: Grafik mit Pfaden

InDesign erlaubt drei unterschiedliche Wege, um bereits gesetzte Objekte direkt innerhalb des Programms freizustellen.

Zum einen können Sie eine Grafik mit Pfaden oder Alphakanälen aus Photoshop direkt übernehmen und in InDesign die Pfade einfach weiterverwenden.

Einsetzbar dabei sind Dateien in den Formaten EPS, TIFF oder Photoshop. Wenn Sie eine solche, mit Pfaden versehene Grafik platzieren und „Objekt“ > „Beschneidungspfad“ auswählen, können Sie im Menü „Art“ zwischen „Photoshop-Pfad“ oder „Alphakanal“ wählen und den Pfad als Freistellungspfad nutzen.

Oder: Zeichenstift einsetzen

Ein weiterer Weg in InDesign hin zum freigestellten Objekt ist das Zeichenstiftwerkzeug. Mit diesem lassen sich – ähnlich wie in Photoshop – Pfade auf einem Bild frei anlegen.

Um das Motiv innerhalb des Pfades freizustellen, legen Sie den Pfad am besten mit einem Duplikat des Bildes auf einer zweiten Ebene an. Wählen Sie dann den eigens erstellten Pfad aus und wenden Sie die Option „In die Auswahl einfügen“ (rechte Maustaste) an.

Der Pfad ist nun ins Bild eingebunden und stellt es frei. Sie können das Originalbild im Anschluss entweder löschen oder die Ebene, auf der es sich befindet, unsichtbar machen.

Auch mit dem Zeichenstiftwerkzeug kann man in InDesign leicht Objekte freistellen. Quelle: Screenshot

Kanten im Motiv finden lassen

Die dritte Möglichkeit, ein Motiv in InDesign CC freizustellen, besteht in der Option „Kanten suchen“. In jedem Bild gibt es Kanten, die man zum Freistellen nutzen kann.

Um sie zu finden, bietet InDesign das Werkzeug „Beschneidungspfad“ an. Wählen Sie dazu das Bild aus und gehen Sie auf „Objekt“ > „Beschneidungspfad“ > „Optionen“.

Unter „Art“ wählen Sie nun „Kanten suchen“ aus und aktivieren mit einem Haken die Vorschau. Beim Kanten suchen blendet InDesign die hellsten und dunkelsten Bereiche des Bildes aus.

Über die beiden Regler „Schwellenwert“ und „Toleranz“ können Sie nun die Kanten exakter definieren. Die besten Ergebnisse erzielen Sie dabei mit stark kontrastreichen Motiven.

Mit der Option „Innenkanten einschließen“ übernehmen Sie den Innenraum des durch InDesign angelegten Rahmens. Mit „Umkehren“ wechseln Sie das umrandete Gebiet.

„Innenkanten einschließen“ lässt Bereiche transparent werden, die sich in dem Originalbeschneidungspfad befinden, wodurch Löcher in der Umrandung vermieden werden können.

Die dritte Möglichkeit, ein Motiv in InDesign CC freizustellen, besteht in der Option Kanten suchen. Quelle: Screenshot

Pfade nachbearbeiten

Übrigens lässt sich auch in InDesign direkt jeder Pfad nachbearbeiten. Klicken Sie dazu auf den Pfad und gehen Sie ins Auswahlwerkzeug.

Sie können nun jeden Punkt des Pfades direkt selektieren und nach Belieben verschieben oder auch löschen.

Ähnlich wie in Illustrator lässt sich damit das freigestellte Objekt noch feiner nachzeichnen. Probieren Sie es aus!

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