Französische Goss-Niederlassung ist zahlungsunfähig

03.04.2013
Britische Tochterfirma vermeldet zeitgleich Großauftrag

Goss International France, die französische Tochterfirma des bekannten Rollendruckherstellers hat heute Antrag auf ein so genanntes "Reorganisationsverfahren" gestellt. Grund ist drohende Zahlungsunfähigkeit.

Aufgrund der Zahlungsunfähigkeit wollte man heute vor Gericht ein Reorganisationsverfahren beantragen und zugleich konkrete Pläne für diese Umgestaltung vorlegen. Nachdem der chinesische Konzern "Shanghai Electric" Goss International France vor drei Jahren gekauft hat, schrieb das Unternehmen beständig rote Zahlen. Drei Restrukturierungsprogramme, die unter anderem die Halbierung der Mitarbeiter zur Folge hatten, haben bisher anscheinend nichts gebracht.

Gewerkschaftsvertreter befürchten, dass die französische Niederlassung bewusst heruntergewirtschaftet wird, um das Know How nach China zu exportieren und die Produktion der Rollenoffsetmaschinen ohne Widerstand dorthin verlagern zu können.

Vermutlich um beim Gericht einen guten und gesunden Eindruck vom Markt zu hinterlassen, und damit einer Restrukturierung in Frankreich den Rücken zu stärken, meldete die britische Tochterfirma heute die Gewinnung eines Großauftrages. 6 Maschinen zu einem Preis von fast 60 Millionen Euro orderte der britische Druckdienstleister "Polestar". Ob dieser Auftrag allerdings Auswirkungen auf die französische Niederlassung hat, ist fragwürdig.

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