Font-Anbieter im Vergleich

15.01.2009
Schriften sind das Salz in der Suppe der Typografie. Viele Gestalter verwalten mehrere tausende Fonts und sind doch ständig auf der Suche nach neuen. Diese Anbieter helfen weiter.

Was wären Layouts und Designs ohne die passenden Schriftarten und Schriftschnitte? Fonts sind Handwerkszeug von Gestaltern, kreativer Pool und individuelles Gestaltungsmittel in einem. Zahlreiche Schriftenanbieter im Internet haben ständig Nachschub in petto –Service und Angebot variieren dabei jedoch.

Apply Design Group

Neben Schriften offeriert die Apply Design Group auch Bilder und Töne. Unter der Rubrik „Type“finden sich mehrere Untergruppen –darunter „Fuzzy Fonts“, „Classic Cuts“oder „Calligraphic Scripts“. Praktisch ist die Übersichtsseite: Hier sind die Fonts mit Mustern aufgelistet. Interessante Schriftarten lassen sich einfach anklicken und so näher betrachten. Ist der passende Font gefunden, kann er über die Webseite sofort herunter geladen werden. Eine Zeichenübersicht macht die Entscheidung leichter. Je nach Anzahl der Schriftschnitte variieren die Preise. Der Bestseller „Amoebia“mit vier Variationen kostet beispielsweise 149 Euro.

Brass Fonts

32 Fonts von „A“wie „Amnesia“bis „V“wie „Vota“können bei Brass Fonts betrachtet und bestellt werden. Der Anwender hat dabei die Wahl zwischen Mac- und PC-Schriften sowie dem plattformübergreifenden OpenType-Format. Der Einzelpreis beträgt in der Regel 25 oder 35 Euro; außerdem sind günstigere Bundles erhältlich. Die komplette Schriftfamilie des Fonts „Fiona“kommt beispielsweise auf 249 Euro und umfasst zwölf Varianten. Die gewünschten Schriften werden direkt im Web bestellt. Hinter Brass Fonts steckt der Designer Guido Schneider.

Font Bureau

In den USA beheimatet ist das Font Bureau. Hier kann nach Neuerscheinungen, Schriftname oder Kategorie gesucht werden. Dennoch wirkt die Seite etwas unübersichtlich. Die Fonts lassen sich als Schriftmuster im PDF-Format herunterladen. Des Weiteren hat der Anwender die Möglichkeit, jede Schrift in einer unterschiedlichen Größe vorab zu betrachten. Auch Anwendungsbeispiele lassen sich anzeigen. Die Preise für die Fonts variieren mit der Anzahl der Lizenzen. „Zocalo Display“kostet als Einzellizenz beispielsweise 40 US-Dollar, bis zu zehn Lizenzen kosten dagegen 120 US-Dollar.

Fontshop

Der Berliner Fontshop hat nicht nur Schriften, sondern auch Software und Bücher im Angebot. 40.000 Original-Schriften umfasst das Portfolio des Anbieters. Geliefert werden die Schriften als Download oder per Versand. Die Suchmöglichkeiten sind umfangreich: Es kann nach Name, Hersteller, Stil und Neuheiten geforscht werden. Des Weiteren hat Fontshop komplette Schrift-Kollektionen im Angebot. Darunter ist zum Beispiel die „100 beste Schriften Edition“für 3.560 Euro. Absolut gesehen günstiger sind einzelne Fonts: Die neue Schrift „Sinclair“kommt pro Schnitt auf 115 Euro.

International Typeface Corporation / Monotype Imaging

Die ITC gehört zu Monotype Imaging. Die englischsprachige Plattform hat eigenen Angaben zufolge 1.000 downloadbare Schriften im Angebot. Leider dauert es etwas, um sich auf der Seite zurecht zu finden. Die Fonts lassen sich für Windows oder Mac als Postscript sowie im plattformübergreifenden OpenType-Format herunterladen. Für die Schriftfamilie „Avant Garde Gothic“werden dabei 295 oder 335 Euro fällig. Wer von der Monotype-Seite aus auf „Buy Fonts“klickt, wird zu www.fonts.com umgeleitet. Hier ist das Bestellen auch auf deutsch möglich, außerdem wirkt die Page deutlich aufgeräumter.

Linotype

Original Linotype-Schriften lassen sich im Online-Shop des gleichnamigen Anbieters käuflich erwerben. Der Font-Finder ermöglicht es, eine passende Schrift anhand von einigen Auswahlkriterien zu ermitteln. Der Font-Identifier sucht dagegen nach dem Namen einer Schrift, die dem Anwender nicht bekannt ist. Einzelne Schriftschnitte des Klassikers Helvetica lassen sich ab 24 Euro herunterladen. Gleich mit aufgeführt werden Pakete, die den gesuchten Font enthalten. Des Weiteren kann sich der Kunde Anwendungsbeispiele anzeigen lassen oder mehr über die Schriftgestalter erfahren. Linotype ist ein Tochterunternehmen von Monotype Imagings.

URW++

Ein Hamburger Anbieter steckt hinter URW++. Erhältlich sind auch Fonts aus anderen Bibliotheken; beispielsweise von Monotype oder Linotype. Das Unternehmen hält auch fertige Kollektionen auf CD bereit. Die URW-Edition mit Schriften auf fünf CDs kostet beispielsweise 999 Euro und damit knapp die Hälfte der Einzelpreise. Über die Profisuche lassen sich Fonts auch anhand des Erscheinungsjahres oder anhand eines Schlagwortes aufspüren. Derzeit hat URW++ rund 27.000 Fonts im Portfolio. Eine kleine, feine Schriftbibliothek wird unter dem Namen „SelecType“offeriert.

Werden Sie ein Teil unserer Welt

Bestellen Sie unseren Newsletter und erhalten Sie Drucktipps, Angebote sowie Neuigkeiten aus der Druckbranche direkt per E-Mail.
Zusätzlich schenken wir Ihnen einen 5 EUR Gutschein für Ihre erste Bestellung.