Festival Ars Electronica

29.08.2005
Vom 1.-6. September stehen in Linz die rasanten Prozesse von Entgrenzung und Verschmelzung in Kunst, Technologie und Gesellschaft im Brennpunkt ...

"Hybrid - living in paradox" heißt das Motto des diesjährigen Festival Ars Electronica, das vom 1. bis 6. September im österreichischen Linz stattfindet und in dessen Brennpunkt rasante Prozesse von Entgrenzung und Verschmelzung in Kunst, Technologie und Gesellschaft stehen. Eine Fülle an Events, Konferenzen, Symposien, Ausstellungen und Performances eröffnet Einblicke in den neuesten Stand internationaler Medienkultur, die geprägt ist von der Verschmelzung traditionell getrennter Bereiche zu neuen Produkten, Allianzen und Ausdrucksformen. Die Folge sind "gemischte", hybride Lösungen, denen sich das Festival Ars Electronica widmet.

"Hybrid - living in paradox"

Wissenschaft, Forschung, Medien, Politik, Kunst, kulturelle Identität oder Definition von Körperlichkeit: Traditionell getrennte Bereiche verschmelzen heutzutage zu neuen Produkten, Allianzen und Ausdrucksformen. Folge dieses Trends sind "gemischte", hybride Lösungen wie Nanotechnologie, bionische Prothesen, Culture-Jams, Hybrid-Motoren, Podcasting oder Blogging. Mit "Hybrid - living in paradox" widmet sich die Ars Electronica 2005 den implosiven Tendenzen, die von den digitalen Technologien in Gang gesetzt, unsere Welt verändern. Kulturen werden überlagert und stürzen ineinander, Grenzen werden aufgebrochen - nationale ebenso wie materielle, technologische, psychologische. "Letztlich ist die digitale Medienkunst selbst ein Hybrid aus den Verbindungen von Kunst und Technologie. Sie akkumuliert das gesamte Spektrum an Ausdrucksformen und erfordert ein außergewöhnliches Crossover von Wissen und Kompetenzen", so Gerfried Stocker, künstlerischer Leiter der Ars Electronica.

Neue Events, neue Locations

Das Animation Festival zeigt deshalb in diesem Jahr über 100 Animationsfilme und illustriert so den aktuellen Stand visueller Gestaltung. Eine weitläufige Montagehalle der …BB - Technische Services in Linz bildet die außergewöhnliche neue Kulisse für den Abschluss des ersten Tages und den internationalen und multikulturellen Auftakt der Festivalwoche unter dem Titel "Suspended Engines". Die Rolle von Linz als Zentrum globaler Medienkultur erhält durch die Eröffnung des Ludwig Boltzmann Institute for Digital Culture and Media Science im Zuge der Ars Electronica 2005 eine enorme Bestätigung. Ebenfalls neu: Hotspot Linz. Diese Initiative der Stadt Linz setzt einen neuen Standard im Bereich kommunaler Vernetzung. Darüber hinaus tritt die Landesgalerie Oberösterreich als neuer Partner des Festival Ars Electronica auf.

Hauptthema: Hybride Kulturen und paradoxe Menschen

Das Hauptthema "Hybride Kulturen und paradoxe Menschen" bestimmt das Geschehen der gesamten Ausstellung des Festival Ars Electronica 2005. Die während des gesamten Festivals stattfindende Ausstellung Hybrid Creatures and Paradox Machines zeigt Beispiele künstlerischer Auseinandersetzung mit Robotik, Bionik oder Bio-Engineering - kunstvoll konstruierte Apparate und poetisch nutzlose Maschinen. 180 Tonnen Sand formen den Linzer Hauptplatz zum Lebensraum für die bizarren "Strandtiere" des Künstlers Theo Jansen - hybriden Lebensformen zwischen computergestützter Ingenieurskunst und biologischen Prinzipien. Außerdem stehen die Überlagerung von Identitäten und Kulturen im Kontext der Globalisierung im Mittelpunkt mehrerer weiterer Ausstellungen. Unter anderem setzt das Ars Electronica Center - Museum der Zukunft in seiner permanenten Ausstellung einen Schwerpunkt auf "u19 - freestyle computing", die Jugendkategorie des Prix Ars Electronica. Alle weiteren Ausstellungen und Events sind dem Programm auf der Website zu entnehmen.

Konferenzen und Symposien

Neben den zahlreichen Ausstellungen bieten auch Konferenzen und Symposien einen Einblick in neueste Trends zwischen Kunst, Technologie und Gesellschaft. Der Analyse von Ursachen, Folgen und tieferen Zusammenhängen der rasanten Trends zu hybriden Phänomenen widmet sich das von Derrick de Kerckhove kuratierte Hybrid-Themensymposium. Unter dem Schwerpunkt "Commons & Communities" setzen sich mehrere Vortragsreihen mit der Frage der Entwicklung von digitalen Gemeinschaften in der globalisierten Wissensgesellschaft auseinander. Und eine in Zusammenarbeit mit der Kepler Universität Linz erstmals organisierte Konferenz zum Thema "Mensch und Computer" widmet sich interaktiven Systemen im Zeichen des Dialogs zwischen Kunst, Entwicklung und Wissenschaft. Vorlesungen, Konferenzen und Konzerte runden das Programm ab.

Prix Ars Electronica am Festival

Neben den vielen Programmpunkten präsentieren Künstler und Juroren auf dem Festival Ars Electronica 2005 auch die preisgekrönten Werke des diesjährigen Wettbewerbs Prix Ars Electronica. Er gilt als offene Plattform für die unterschiedlichsten Disziplinen auf dem Gebiet des digitalen Mediendesigns am Schnittpunkt von Technologie, Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft. In Audio- und Videobeiträgen werden die Arbeiten vorgestellt und bei den anschließenden Diskussionen stehen die Vortragenden für Fragen zur Verfügung. Im Rahmen der Ars Electronica Gala am 2. September 2005 im Linzer Brucknerhaus erfolgt außerdem die Verleihung der Goldenen Nicas, Auszeichnungen und Anerkennungen an die Künstler.

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