Farbschemata erzeugen

18.02.2010
Die beiden Programme Color Schemer Studio und Adobe Kuler dienen der Erzeugung von Farbschemata. Wie funktionieren die Werkzeuge und welche Vorteile bieten sie?

Adobe Kuler

Der Dienst von Adobe läuft auch über das Internet ab. Interessierte müssen sich zuerst registrieren und können dann Schemata erzeugen. Der Vorteil: Durch die Öffentlichkeit lassen sich diese Schemata leicht teilen oder von anderen Nutzern bewerten. Gleichzeitig kann man so auf interessante neue Farbschemata stoßen, die andere Anwender erstellt haben oder sich auf spannende Ideen bringen lassen.

Bedienung

Die Handhabung von Adobe Kuler lässt sich recht schnell erlernen. Farbwerte können beispielsweise als CMYK- oder RGB-Wert eingegeben werden. Die anderen Werte werden ebenfalls angezeigt. Die Grundfarbe kann auch mit Schiebereglern eingestellt werden. Über eine zuvor ausgewählte Regel werden anschließend passende Farben erzeugt – beispielsweise komplementäre oder monochrome. Anschließend lässt sich das fertige Farbschema herunterladen. Es wird im Format ".ase" gespeichert und lässt sich in allen Programmen der Adobe Creative Suite anwenden.

Adobe Kuler in Photoshop

Eine Version des Werkzeugs lässt sich auch direkt in Adobe Photoshop nutzen. Dazu geht man auf "Fenster", "Erweiterungen" und "Kuler". Auch InDesign und Illustrator bieten die Möglichkeit, das Werkzeug direkt aufzurufen. Basis für die Farbschemata sind wie bei der Online-Version das Auswählen einer Grundfarbe und einer Regel für die zusätzlichen Farben. "Triadisch" bildet beispielsweise drei Farbachsen, "Harmonisch" nutzt benachbarte Töne.

Color Schemer Studio

Im Gegensatz zu Adobe Kuler ist Color Schemer Studio Color Schemer Studio ein Programm, das käuflich erworben werden muss. Es kostet rund 50 US-Dollar. Grundsätzlich ist die Software ähnlich aufgebaut wie Kuler – sie basiert auf der Grundfarbe und einer Regel. Praktisch ist jedoch die zusätzliche Funktion „Color Mixer“: Sie dient dazu, Farben abzustufen und so Ab- und Übertönungen zu ermöglichen. Noch hilfreicher ist das Werkzeug „Quick Preview“: Es bindet die gewählten Farben automatisch in ein kleines Musterlayout ein, um die Beurteilung zu erleichtern. Über „Photo Schemer“ lassen sich Farbproben aus einem Bild nehmen und ebenfalls abspeichern.

Vergleich

Color Schemer Studio bietet mehr Möglichkeiten als Adobe Kuler. Dafür ist es jedoch nicht kostenlos und lässt sich nicht schnell über Photoshop oder eine andere Software aufrufen. Adobe Kuler spricht des Weiteren deutsch, während es Color Schemer Studio nur auf Englisch gibt. Auch ist es mit Kuler über das Internet einfacher, Schemata auszutauschen oder auf Ideensuche zu gehen. Es lohnt sich dennoch, die Software einmal auszuprobieren: Wer öfters Farbschemata erstellen möchte, für den sind die 50 US-Dollar gut angelegt.

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