Farbraum-Grundlagen

14.01.2010
In der grafischen Branche wird mit verschiedenen Farbräumen gearbeitet. Zu den wichtigsten zählen CMYK, RGB, HSV und Lab. Sie basieren auf unterschiedlichen Prinzipien.

Additiv und subtraktiv

Farbmodelle unterscheiden sich zunächst darin, ob sie auf einer additiven oder einer subtraktiven Farbmischung aufgebaut sind. RGB ist ein additives Farbmodell: Dabei wird Licht von einer Lichtquelle wiedergegeben. „Additiv“ bedeutet hier, dass sich Mischfarben durch Übereinanderblenden der Grundfarben ergeben – Helligkeit wird durch die Einzelfarben aufgebaut. Das subtraktive System funktioniert genau anders herum: Hier wird Licht absorbiert. Dabei wird die Helligkeit durch das Zumischen abgebaut.

RGB


Quelle: Wikimedia Commons Das RGB-Farbmodell wird beispielsweise bei Bildschirmen eingesetzt. Die Grundfarben sind Rot, Grün und Blau (daher der Begriff „RGB“). Zahlreiche Initiativen beschäftigen sich damit, den RGB-Farbraum zu erweitern beziehungsweise zu verbessern. 1996 initiierten Hewlett-Packard und Microsoft beispielsweise den Farbraum sRGB. Adobe entwickelte zwei Jahre später den Farbraum Adobe-RGB, der die für den Druck entscheidenden Farben des CMYK-Farbraums darstellen sollte.


Quelle: Wikimedia Commons

CMYK

Im Druck kommt der Farbraum CMYK zur Anwendung. Die Abkürzung steht für die Druckfarben „Cyan“, „Magenta“, „Yellow“ und „K“ für „Black“ oder „Key“ für die Farbtiefe. Schwarz wird auch deshalb verwendet, weil durch den Zusammendruck der anderen drei Farben kein reiner Schwarzton entsteht.

 Quelle: Wikimedia Commons


Quelle: Wikimedia Commons

Lab

Das Farbsystem Lab, das korrekt „L*a*b“ heißt, wurde 1976 eingeführt. Der Farbraum ist geräteunabhängig und definiert die Farben auf den drei Koordinaten L, a* und b*. Auf der a-Achse liegen sich die Farben Grün und Rot gegenüber, auf der b-Achse Blau und Gelb. Die senkrechte L-Achse steht für die Helligkeit der jeweiligen Farbe. Viele Programme, darunter auch Adobe Photoshop, greifen bei der Umrechnung von Farbwerten auf den L*a*b-Farbraum zurück.

 Quelle: Wikimedia Commons


Quelle: Wikimedia Commons

HSV

Farbmodelle, die auf dem HSV-Farbraum basieren, setzen die Parameter Farbton, Farbsättigung und Hellwert ein. Sie heißen im Englischen „Hue“, „Saturation“ und „Value“, woraus sich auch der Name ableitet. Abwandlungen des HSV-Farbraums sind HSL, HSB und HSI. Sie ziehen als dritten Faktor nicht den Hellwert, sondern jeweils die Helligkeit („Lightness“), die absolute Helligkeit („Brightness“) beziehungsweise die Lichtintensität („Intensity“) heran.

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