Zahlen im Layout

18.12.2008 09:00:00
Typografie besteht nicht nur aus Buchstaben, sondern beinhaltet auch Zahlensysteme wie das arabische oder römische. Sie werden im Layout unterschiedlich eingesetzt.

Das arabische Zahlensystem ist hierzulande das geläufigste. Für verschiedene Zwecke im Layout kann jedoch auch das römische System zum Einsatz kommen. Entscheidend ist, dass sich die Zahlen harmonisch in das Schriftbild und in die Gestaltung einfügen. Auch der Designer kann einiges zu einem stimmigen Zahlensatz beitragen.

Arabische Ziffern

Das arabische Zahlensystem, das wir heute verwenden, kommt ursprünglich aus Indien. In Europa war es zunächst in Spanien und Italien vertreten, anschließend verbreitete es sich über den restlichen Kontinent. Interessant ist, wie die Ziffern auch im arabischen Sprachraum verwendet werden: Obwohl dort von rechts nach links gelesen wird, werden die Ziffern doch wie bei uns auch von links nach rechts angeordnet. Bevor das indische Zahlensystem im arabischen Gebiet eingesetzt wurde, nutzten die Menschen dort Buchstaben als Zahlen – wie wir mit dem römischen Zahlensystem.

Römische Ziffern

Die Römer setzten die Buchstaben I, V, X, L, C, M und D ein und kombinierten sie zu Zahlen. Die „Null“ war nicht gebräuchlich. Zwischen dem 12. und dem 16. Jahrhundert wurden die römischen Ziffern jedoch allmählich durch das arabische System und die „schriftliche“ Mathematik verdrängt. Als Schmuckzahlen in der Typografie wurden sie jedoch weiter verwendet. Auch Päpste und Herrscher werden bis heute mit römischen Ziffern gezählt. Im Layout dienen die römischen Zahlen heute zur Nummerierung von Kapiteln oder weiterhin zu Dekorationszwecken.

Ziffern in der Typografie

Die erste Schrift, die arabische Zahlen integrierte, wurde von Claude Garamont gestaltet. Er wollte einen Font entwickeln, bei dem sich auch die Ziffern in das Schriftbild einfügen. Die Ziffern erhielten verschiedene Oberlängen, Mittellängen und Unterlängen. Diese Zahlen werden heute auch als Mediävalziffern, Minuskelziffern oder Gemeine Ziffern bezeichnet. Heute sind Tabellenziffern gängig, die die gesamte Versalhöhe einnehmen. Mediävalziffern sind mittlerweile aus dem Layout fast verschwunden, obwohl sie sich in Fließtexte besonders harmonisch einfügen.

Untergliederung der Ziffern

In Deutschland werden Ordnungszahlen mit einem Punkt gesetzt, zum Beispiel „1., 2., 3.“ Das Zeichen für den Dezimalbruch ist das Komma, die Unterteilung wird mit Punkten gegliedert – beispielsweise bei der Zahl „1.000.000“. In England und den USA werden diese Zeichen genau andersherum verwendet. Zahlen bis zwölf werden in der Regel im Fließtext in Buchstaben ausgeschrieben, zum Beispiel „acht Meter“.

Besonderheiten

Manche Schriften halten spezielle Bruchziffern bereit; meist jedoch nur für die gängigsten Brüche. Weitere Bruchzahlen entstehen, wenn die erste Zahl als Exponent gesetzt wird und die zweite hinter dem Bruchstrich verkleinert wird. Höher- oder tiefer gestellte Zahlen dürfen nicht verwendet werden. Sollen Zahlen und Buchstaben kombiniert werden, zum Beispiel beim „50-jährigen Jubiläum,“ werden nur die Buchstaben verwendet, die nicht schon in der Ziffer stecken. Falsch wäre also das „90-zigste Jubiläum“.

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