Wohltaten für das Auge

12.05.2011 09:00:00
Kaum ein anderes Handwerkszeug ist für Grafiker so entscheidend wie der Monitor. Umso wichtiger ist es, ein professionelles Gerät zu nutzen. So erkennt man es.

Viele Stunden am Tag blicken Grafiker konzentriert auf den Bildschirm. Dabei sind zwei Faktoren entscheidend, die sich gegenseitig bedingen: Der Monitor muss eine gute Darstellung bieten und ergonomisch vernünftig ausgestattet sein. Anhand einiger Parameter kann man Bildschirme auf ihre Qualität hin abklopfen.

Zero Tolerance

Bei der Herstellung von Flachbildschirmen kann es zu Pixelfehlern kommen. Diese Pixel leuchten dann dauerhaft oder bleiben ständig schwarz. Die Fehlerklasse von TFTs gibt an, wie viele Pixelfehler der Bildschirm enthalten darf. Für professionelle Zwecke empfehlen sich ausschließlich Monitore der Pixelfehlerquelle 1, die keine Pixelfehler aufweisen dürfen, damit aber teurer sind. Sonst kann es passieren, dass das fehlerhafte Pixel mitten auf dem Bildschirm ständig bei der Arbeit stört. Monitore der Pixelfehlerklasse II, die mittlerweile Verkaufsstandard sind, dürfen bei einer Auflösung von 1.400 x 1.050 Pixeln drei ständig leuchtende, drei ständig schwarze und acht defekte Subpixel enthalten.

Farbräume und Reaktionszeit

Quelle: Eizo

Bildschirme können immer nur einen bestimmten Farbraum wiedergeben. Wer jedoch glaubt, je größer dieser darstellbare Farbraum ist, desto besser sei der Monitor, der irrt. Die Hersteller beziehen sich jedoch nicht auf einheitliche Werte, sondern ziehen verschiedene Standards für den Farbraumvergleich heran. Die gängigste Bezugsgröße ist CIE1931. Gerne als Bezug genommen wird auch Adobe RGB. Hier muss man ebenfalls aufpassen: Farbräume sind dreidimensional. Deckt ein Monitor zu „100 Prozent Adobe RGB“ ab, so kann das auch bedeuten, dass damit nur das Volumen gemeint ist. Ein weiterer Parameter ist die Reaktionszeit. Sie gibt an, wie schnell ein Pixel braucht, um seinen Zustand zu ändern. Dabei wird zwischen den Werten BTW („Black-White-Time“) und GTG („Grey-to-Grey“) unterschieden. Letzterer ist aussagekräftiger. Je kürzer der Wert in Millisekunden, desto besser.

Kontrast und Helligkeit

Der Wert für den Kontrast von Monitoren wird in Werten wie 400:1 oder 1000:1 angegeben. Der Wert beschreibt den Quotienten aus der maximalen und der minimalen Leuchtdichte, die der Bildschirm wiedergeben kann. Je höher der Wert, desto größer der Kontrastumfang. In der Praxis spielt dieser Wert jedoch eine untergeordnete Rolle, da die Bildschirme nach der Kalibrierung in der Regel einheitlich mit einem Kontrast von 400:1 arbeiten. Wichtiger sind die Werte für die Helligkeit, die in Candela pro Quadratmeter (cd/qm) angegeben werden. Je höher der Wert, der die maximale Helligkeit beziffert, desto länger kann der Monitor auch eine bestimmte Helligkeit erzielen, auf die er kalibriert wurde.

Verstellbarkeit und Blickwinkel

Quelle: BenQ

Eine weitere Kennziffer für Monitore ist der Blickwinkel, der in Grad beziffert wird. Er gibt an, in welchem Winkel auf den Bildschirm geblickt werden kann, ohne dass sich die Darstellung verändert. Schwierig ist jedoch, dass die Hersteller dabei unterschiedliche Bezugsgrößen ansetzen und die Werte daher oft wenig aussagekräftig sind. Generell sollte man jedoch darauf achten, dass der Blickwinkel nicht unter 170 Grad liegt. Um ein ergonomisches Arbeiten zu gewährleisten und den Blick auf die Mitte des Monitors zu richten, muss sich der Bildschirm in der Höhe verstellen lassen. Mit Hilfe der Pivot-Funktion lässt er sich bei Bedarf um 90 Grad drehen.

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