Wie Schriften wirken

15.09.2016 09:00:00
Jede Schriftart löst beim Betrachter unbewusst Assoziationen aus, die das Gelesene beeinflussen.

Man kennt das Prinzip von Farben: Rot wirkt dynamisch und warm, dient aber gleichermaßen der Warnung. Blau beruhigt dagegen und transportiert Kühle, weil es an den Himmel und das Meer erinnert. Ähnlich ist es mit Schriftarten. Sie erwecken unwillkürlich Gefühle beim Betrachter, die die durch den Text aufgenommenen Informationen beeinflussen.

Nur die Botschaft zählt?

Sachliche Informationen werden mit einer klaren Schriftart professionell vermittelt.
Quelle: Rainer Sturm / Pixelio.de
Die Rolle der verwendeten Schrift wird oft unterschätzt. Ein Selbsttest zeigt jedoch, wie wichtig die Wahl des Fonts ist: Man blättert eine Zeitschrift durch und achtet auf die Schriftarten von Fließtexten, Headlines, aber auch Anzeigen oder Bestandteilen wie dem Impressum. Wie wirken die Fonts? Erzeugen sie Nähe oder Distanz, wecken sie Vertrauen? Erscheinen sie kühl und sachlich oder eher verspielt? Es gibt große Unterschiede in der Wirkung von Schriften. Fonts transportieren Emotionen, die zu der Botschaft, die der Text vermitteln soll, passen muss.

Informationen…

Bei vielen Texten liegt der Schwerpunkt darauf, Informationen zu transportieren - beispielsweise bei Tageszeitungen oder Unternehmensbroschüren. Hier sollte man klassische, sachliche Schriftarten bevorzugen, die sich nicht in den Vordergrund drängen. So werden Seriosität und Glaubwürdigkeit vermittelt. Die „Times New Roman“ gilt nicht umsonst als klassische Zeitungsschrift. Aber auch Fonts wie die Helvetica und die Frutiger bestechen durch Klarheit. Der Leser vertraut diesen Schriftarten und nimmt die so vermittelten Informationen eher als „wahr“ auf.

…versus Emotionen

Fernöstlicher Charakter: die Schriftart Linotype Chineze
Quelle: Linotype.com
Andere Texte hingegen möchten beim Leser eine Reaktion hervorrufen, beispielsweise das Interesse an Dienstleistungen oder den Kauf von bestimmten Produkten. Hier kann man andere Fonts wählen. Eine „persönliche Empfehlung“ wirkt intensiver und direkter, wenn eine Schriftart verwendet wird, die wie eine Handschrift anmutet. Soll für eine Urlaubsreise geworben werden, kann man für gezielte Highlights wie die Überschrift Fonts auswählen, die an die im Zielland üblichen erinnern, beispielsweise die „Linotype Chineze“ oder die Schriftfamilie „Celtic“.

Negative Assoziationen

Es gibt jedoch auch Schriftarten, die nur mit Vorsicht eingesetzt werden sollten. Die Schriftart „Tannenberg“ wurde von den Nationalsozialisten verwendet und schafft sofort bedrückende Erinnerungen an eine furchtbare Zeit in der Geschichte. Viele Betrachter haben diese Assoziationen generell bei gebrochenen Schriften im Kopf, so dass man hier besser auf Alternativen ausweicht. Hilfreich ist in jedem Fall ein Test bei Kollegen oder Freunden: Wie wirkt die verwendete Schriftart auf sie, vor allem in Zusammenhang mit dem gelesenen Text?

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