Wie funktionieren Vektoren?

17.01.2008 09:00:00
Bei Vektorgrafiken werden Linien und Flächen durch mathematische Funktionen beschrieben. Was hat das für Auswirkungen und Vorteile gegenüber pixelbasierten Daten?

Bilder und Grafiken, die auf Vektoren basieren, haben gegenüber pixelbasierten Darstellungen entscheidende Vorteile: Da Flächen und Linien durch mathematische Funktionen beschrieben werden, sind Vektorgrafiken frei skalierbar. Pixelbasierte Grafiken zeigen beim übermäßigen Vervielfachen dagegen den bekannten "Treppeneffekt". Doch Vektoren haben noch weitere Pluspunkte.

Vektor versus Pixel

')" href="#"> Digitalkameras oder Scanner liefern pixelbasierte Bilder. Sie zerlegen die grafischen Informationen in einzelne Bildpunkte, denen Koordinaten und Farbwerte zugrunde gelegt werden. Besonders bei starken Vergrößerungen wird jedoch klar, dass sich die Grafiken nicht beliebig skalieren lassen: Der Rechner muss beim Vergrößern zusätzliche, im ursprünglichen Bild nicht vorhandene Bildpunkte hinzurechnen, oder im Fachjargon: interpolieren. Stark interpolierte Motive weisen allerdings häufig den bekannten Treppeneffekt auf und wirken verschwommen oder weich gezeichnet. Anders sieht es bei Vektorgrafiken aus: Das dargestellte Bild wird durch mathematische Funktionen beschrieben und erst im Moment der Ausgabe in Bildpunkte umgerechnet. Das bedeutet, es sind beliebige Vergrößerungen möglich.

Einfache Formen

Vektoren können durch unterschiedliche Formeln dargestellt werden. Bei einfachen Formen ist das relativ leicht: Strecken werden zum Beispiel definiert, indem man zunächst zwei Punkte in einem Koordinatensystem festlegt und sie dann durch eine Linie verbindet. Auf diese Weise lassen sch auch Quadrate, Rechtecke oder Sterne konstruieren. Bei Kreisen kommt es auf den Ausgangspunkt und den Radius an. Schwierig wird es jedoch bei Objekten mit unregelmäßigen Krümmungen. Hier kommen spezielle Algorithmen zur Anwendung.

Komplexe Formeln

')" href="#">Die Software Adobe Illustrator CS3 setzt für die Berechnung von komplexen Formen beispielsweise auf so genannte Bézierkurven. Der Name stammt vom französischen Ingenieur Pierre Bézier. Er hat das Verfahren für seine Arbeit bei einem Automobilhersteller entwickelt. Seine Bézierkurven - das sind Kurvenalgorithmen - können beliebige gekrümmte Linien definieren. Dazu werden jeder Linie vier Punkte zugeordnet: der Anfangs- und der Endpunkt sowie die Endpunkte der Kurventangenten aus den Begrenzungspunkten. In Illustrator werden sie als Anker- und Griffpunkte bezeichnet.

Objekte

')" href="#">Vektor-Programme betrachten Bilder also nicht als eine Anhäufung von Bildpunkten, sondern speichern sie in logischen Einheiten, die als Objekte bezeichnet werden. Das kleinste mögliche Objekt ist ein Punkt. Die Objekte können kombiniert werden - das muss der Anwender jedoch per Befehl auslösen. Übereinander gelegte Objekte kombinieren sich nicht automatisch, sondern werden quasi "gestapelt". Software wie Adobe Illustrator kann den Objekten mehrere Eigenschaften wie Füllungen oder Verläufe zuweisen.

Nachteile von Vektoren

Vektorgrafiken punkten zwar hinsichtlich der Skalierbarkeit, der Bildschärfe und der Dateigröße. Doch es gibt auch einen Minuspunkt: Fotorealistische Darstellungen mit feinen Farbabstufungen lassen sich in der Regel mit pixelbasierten Dateien besser erreichen.

Übersicht Druckprodukte
  • zahlreiche Produkte im Digital- und Offsetdruck

  • umfangreiches Sortiment in der Werbetechnik

  • Rollenoffset Produkte für große Auflagen
  • 100% klimaneutral
Produkte finden
Wir helfen Ihnen weiter!
SIE BENÖTIGEN HILFE BEI DER DRUCKDATENERSTELLUNG?
Wir helfen Ihnen gerne bei der Erstellung Ihrer Druckvorlagen.
Auf unserer Serviceseite haben wir viele nützliche Hinweise dazu zusammengefasst.
SIE HABEN IHR WUNSCHPRODUKT NICHT GEFUNDEN?
Sollten Sie spezielle Anforderungen an ein Produkt haben, richten Sie bitte eine Anfrage an unser Service-Team. Gemeinsam finden wir die richtige Lösung für Sie!