Wie Formen wirken

23.08.2007 09:00:00
Grundformen wie Kreis, Dreieck und Quadrat aber auch bestimmte Positionen im Raum rufen Gefühle und Stimmungen hervor. Ein Quadrat wirkt rational und bestimmt, während ein Kreis weich erscheint.

Formen ähneln Namen: Wenn man einen Namen hört, stellt man sich sofort den Namensträger vor. Genauso rufen bestimmte Formen, Elemente oder Linien ganz persönliche Empfindungen hervor. Solche Gefühle und Stimmungen lassen sich im Layout nutzen: Je nachdem, welche Botschaft ein Dokument transportieren soll, können eher weiche oder eher harte Formen, dynamische oder statische Elemente eingesetzt werden.

Formwirkungen

Der Mensch hat feste Sehgewohnheiten und ist bestimmte Raumerfahrungen gewöhnt. Deshalb sieht er einen Kreis nicht einfach als einen Kreis, sondern assoziiert sofort Eigenschaften, Wörter und Gefühle mit dieser Form. Diese Emotionen und Assoziationen lassen sich auch in Layouts geschickt nutzen, um die Botschaft eines Dokuments zu untermauern.

Dreieck, Quadrat, Kreis

Zu den elementaren Formen zählen das Dreieck, das Quadrat und der Kreis. Das Dreieck wird mit Eigenschaften wie „spannungsvoll“, „konstruktiv“, „dynamisch“ und „instabil" assoziiert. Geometrisch gesehen handelt es sich bei einem Dreieck um die einfachste Figur in der Ebene. Dem Quadrat werden die Eigenschaften „männlich“, „bestimmt“, „hart“, „kalt“ und „rational“ zugeschrieben. Es besteht aus vier gleich langen Seiten und vier rechten Winkeln und wird dadurch klar definiert. Der Kreis wird hingegen als „weiblich“, „unbestimmt“, „weich“, „warm“ und „emotional“ wahrgenommen. In der Geometrie ist der Kreis eine Figur von maximaler Symmetrie.

Raumerfahrungen

Anhand von vier Linien lässt sich nachempfinden, dass auch die Position im Raum entscheidend für die Wahrnehmung ist. Eine senkrecht stehende Linie wirkt dynamischer als eine waagrecht liegende Linie. Gleiches gilt für diagonale Linien: Eine Linie, die schräg von links unten nach rechts oben führt, wirkt aufsteigend. Eine Linie, die dagegen in anderer Richtung schräg von links oben nach rechts unten führt, wird als fallend wahrgenommen. Dieses Beispiel lässt sich durch zwei gebogene Linien weiterführen: Eine konvexe Linie lässt an etwas Schützendes denken , da sie sich nach oben wölbt und wie eine Glocke aussieht. Eine konkave Linie ruft die Assoziation „empfangend“ hervor – sie sieht aus wie eine Wiege oder Schale.

Modifikationen der Grundformen

Dass auch die Position einer Form im Raum entscheidend für die Wahrnehmung ist, zeigen folgende Beispiele. Ein aufrecht stehendes Dreieck wirkt dynamisch. Wird das Dreieck jedoch gekippt, so dass die Spitze nach rechts zeigt, macht dies einen richtungsweisenden, nach vorne zeigenden Eindruck. Ein Dreieck, dessen Spitze nach links zeigt, weist dagegen zurück. Ähnliches gilt für das Quadrat. Ein stehendes Quadrat, dessen Seiten parallel zum Papier oder Bildschirm ausgerichtet sind, sieht statisch aus. Wird das Quadrat jedoch gekippt, so dass die Ecken nach links, rechts, oben und unten weisen, wirkt es nicht mehr statisch, sondern im Gegenteil labil. Selbst für den Kreis, den man nicht kippen kann, gibt es Modifikationen: Ein ausgefüllter Kreis macht einen homogenen, geschlossenen Eindruck – umschlossen wirkt er jedoch, wenn seine Mitte nicht ausgefüllt ist. Grafiker, die diese Elemente bspw. in der Logo-Gestaltung berücksichtigen, können damit die Stimmigkeit ihres Entwurfs begünstigen.

 

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