Wichtige Umbruch-Regeln

21.02.2008 09:00:00
Der Umbruch verläuft dank Layoutsoftware heute automatisch. Dennoch sollte man ein Auge auf Trennungen, Zeilen und Absätze haben, um Fehler zu vermeiden.

Schusterjungen und Hurenkinder sind jedem Layouter ein Begriff. Doch es gibt noch mehr Umbruchfehler, die man vermeiden sollte. Denn selbst aktuelle Layoutprogramme sind nicht perfekt und können auch den prüfenden Blick nicht ersetzen. Ob Zeilen, Trennungen oder Absätze: Es gibt grundsätzliche Regeln, an die man sich halten sollte.

Zeilen und Absätze

Die erste Zeile eines Absatzes sollte nicht am Ende einer Spalte alleine stehen bleiben. Passiert das doch, nennt man den Umbruchfehler „Schusterjunge“ oder „Waise“. Umgekehrt darf eine Spalte nicht mit der letzten Zeile eines Absatzes beginnen, sonst wird dies als „Hurenkind“ oder „Witwe“ bezeichnet. Auch bei Zwischenüberschriften gilt: Danach sollten mindestens zwei, besser noch drei oder vier Zeilen folgen. Störend wirken auch zu kurze Zeilen am Ende eines Absatzes. Diese letzte Zeile wird auch als „Auslauf“ bezeichnet. Die Anzahl der Zeilen von Absätzen richtet sich nach dem Medium. Bei Texten für das Internet werden mehr Absätze gemacht als bei Berichten oder Romanen. Absätze werden durch Leerzeilen oder halbe Leerzeilen voneinander getrennt. Alternativ kann die erste Zeile eines Absatzes eingezogen werden. Dies gilt jedoch nicht, wenn es sich um den ersten Absatz nach einer Überschrift handelt.

Trennungen

Zu viele und falsch platzierte Trennungen können den Lesefluss und die Ästhetik eines Textes stören. Deshalb sollten nur Wörter getrennt werden, die aus mindestens sechs Buchstaben bestehen. Der erste Teil des Wortes vor der Trennung sollte mindestens zwei Buchstaben aufweisen, der hintere mindestens drei. Eigennamen, Zahlen oder Abkürzungen sollten generell nicht getrennt werden. Das Gleiche gilt für Werte und ihre Einheiten. Unschön wirkt es darüber hinaus, wenn mehrere Trennungen aufeinander folgen beziehungsweise übereinander stehen. Mehr als drei aufeinander folgende Trennungen sollten nicht erscheinen, vier gilt als absolute Obergrenze. Worttrennungen über Spalten oder Seitengrenzen hinweg sollten ebenfalls nicht vorkommen. Auch bei Überschriften gilt: Eine Worttrennung stört.

Voreinstellungen im Layoutprogramm

Einige der beschriebenen Fehlerquellen lassen sich durch entsprechende Einstellungen im Layoutprogramm reduzieren. So kann dort zum Beispiel angegeben werden, wie viele Zeilen eines Absatzes zusammenhängend auf einer Seite erscheinen sollen. Der Wert „2“ vermeidet Schusterjungen und Hurenkinder. Auch bei der Silbentrennung kann die minimale Wortgröße sowie die minimale Größe von Vor- und Nachsilbe voreingestellt werden. Passt die vom Layoutprogramm vorgegebene Trennung nicht ins Gesamtbild, bietet sich die Möglichkeit, zusätzliche Trennstellen für ein Wort festzulegen. Zudem können dann die bevorzugten Trennungsstellen definiert werden.

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