Wer sucht, der findet?

07.02.2008 09:00:00
Google ist nach wie vor die bekannteste Suchmaschine im World Wide Web, aber nicht unbedingt für jeden Zweck die beste. Es gibt Alternativen - und ein neues Projekt.

Das Internet - unendliche Weiten. Ohne Suchmaschinen wäre kein Nutzer in der Lage, die gewünschten Seiten aufzuspüren. Und selbst die Such-Roboter können Internet-Surfer an den Rand des Wahnsinns treiben, wenn sie die gewünschten Seiten einfach nicht aufspüren. Die Suchmaschine "Google" ist nicht der Weisheit letzter Schluss: Es gibt auch Alternativen.

Wie funktionieren Suchmaschinen?

Suchmaschinen arbeiten auf der Basis von Schlüsselwörtern. Sie durchkämmen das Internet und "filtern" Dokumente nach diesen Begriffen. Außerdem versuchen sie, die Treffer für eine Suchanfrage nach ihrer Relevanz zum Suchbegriff darzustellen. So genannte horizontale Suchmaschinen zeigen alles an, was sie zu einem Thema finden. Vertikale Suchmaschinen sortieren aus und stellen nur die Treffer dar, die für ein bestimmtes Thema relevant sind.

Google

')"> Google gilt als Marktführer unter den Suchmaschinen. Verschiedene Studien sprechen der Suchmaschine, die 1988 ihren Einstand feierte, in Deutschland einen Marktanteil von 80 bis 90 Prozent zu. Bei der Reihenfolge der Anzeige von Suchergebnissen setzt die Suchmaschine den "Page Rank" ein. Das bedeutet, dass ein Treffer umso weiter oben steht, je mehr andere Seiten im World Wide Web auf ihn verweisen. Weil diese Praxis manipulierbar ist, hat sich Google vielfach Kritik eingefangen. Alternativ kann der Nutzer den Button "Auf gut Glück" wählen und direkt zum ersten Eintrag gelangen. Laut eigenen Aussagen besteht der Index von Google aus rund vier Milliarden Webseiten. Anwender können auch gezielt nach Dokumenttypen, zum Beispiel PDF-Dateien, fahnden. Neben Dokumenten kann die Suchmaschine auch nach Bildern, Karten und Nachrichten suchen. Beim Begriff "Papier" findet Google zum Beispiel 97,5 Millionen Seiten.

Yahoo

')">Yahoo nutzte lange den Index von Google für die eigene Suchmaschine. Seit 2004 ist das nicht mehr der Fall. Ende des vergangenen Jahres hat das Unternehmen sein Angebot verbessert und eine "intelligente" Suchmaschine online gestellt. Sie schlägt während der Texteingabe im Suchfeld Phrasen vor. Auch danach schlägt Yahoo weitere Begriffe vor, um die Suche einzugrenzen. Da die Betreiber den Anbieter Flickr gekauft haben, wollen sie nun auch eine umfangreiche Bildersuche anbieten. Dennoch schwächelt der Suchdienst vor allem beim Aufspüren von Videos. Gut ist, dass ähnlich wie bei Google nach bestimmten Dokumenttypen geforscht werden kann. Die Auswahl "lokale Suche" begrenzt die Treffer zudem auf bestimmte Städte oder Postleitzahlen. Pfiffig ist die Funktion "Yahoo Answers": Hier kann man anderen Anwendern konkrete Fragen stellen oder in vorhandenen Antworten suchen. Dabei finden sich zum Beispiel Antworten auf Fragen wie "Warum ist der Himmel blau?". Yahoos Web Crawler durchforscht ähnlich wie die Suchsysteme anderer Seiten das Internet regelmäßig nach neuen Dokumenten, braucht dafür jedoch oft lange. Ein weiterer Service: Webseitenbetreiber können ihre Site kostenlos eintragen lassen. Yahoo listet für das Suchwort "Papier" 183 Millionen Fundstellen auf.

Microsoft Live Search

')">Natürlich hat auch der Software-Gigant Microsoft seine eigene Suchmaschine. Sie war früher unter dem Kürzel "msn" bekannt und heißt heute Microsoft Live Search . Man kann dort auch nach Bildern, Karten und Nachrichten suchen. Vor allem die Nachrichtensuche erweist sich jedoch als wenig hilfreich, da sie kaum brauchbare Ergebnisse zu aktuellen Themen liefert. In einer Beta-Version können wissenschaftliche Themen oder RSS-Feeds gesucht werden - jedoch ebenfalls mit (noch) zweifelhaften Ergebnissen. Die Suche nach dem Wort "Papier" bringt bei Microsoft Live Search 31,9 Millionen Treffer und damit deutlich weniger als bei der Konkurrenz von Google und Yahoo.

WikiaSearch

Mit WikiaSearch geht ein neues Projekt der Firma Wikia online. Die Suchmaschine nutzt das Projekt "Grub". Der verteilte Web-Crawler verwendet die Ressourcen von Internet-Nutzern, um das Internet zu durchsuchen. Dadurch soll eine Suchmaschine entstehen, deren Such-Algorithmen offen liegen. Alle Anwender können kleine Texte schreiben, die oberhalb der Suchergebnisse erscheinen und beispielsweise auf alternative Suchabfragen verweisen. WikiaSearch will sich auf die Pfeiler "Transparenz", "Gemeinschaft", "Qualität" und "Privatsphäre" stützen. Es kann nur nach Begriffen, nicht nach Bildern oder Videos gesucht werden. Derzeit ist die Menüführung nur auf Englisch verfügbar, die Suchmaschine findet jedoch auch deutsche Begriffe. Für "Papier" kommt sie derzeit jedoch lediglich auf rund 33.000 Treffer. Da die Suchmaschine erst seit Anfang des Jahres läuft, sind weitere Verbesserungen zu erwarten.

Abacho, Altavista, Ask

')">Drei Beispiele für kleine, aber feine Suchmaschinen sind Abacho, Altavista und Ask. Abacho überzeugt durch die Möglichkeit, sich eine kleine Vorschau der gefundenen Seiten anzeigen zu lassen. Das Stichwort "Papier" liefert rund 6 Millionen Treffer. Abacho kann darüber hinaus nach Bildern und Produkten suchen. Ähnlich funktioniert das bei der Suchmaschine Ask: Sie zeigt neben etlichen Treffern ein kleines Fernglas-Symbol an. Fährt man mit der Maus darüber, poppt die Startseite des Treffers als kleine Vorschau auf. Mit Ask kann auch nach Software und Bildern gefahndet werden. Zudem zeigt die Suchmaschine eine Liste ähnlicher Begriffe an. Die Trefferzahl für "Papier" liegt bei 6,7 Millionen. Altavista leistet ebenfalls gute Dienste, besonders bei der Suche nach Audio- und MP3-Dateien . Allerdings nutzt Altavista dazu die Technik von Yahoo - was sich bei den 183 Millionen Fundstellen für "Papier" zeigt, die mit den Yahoo-Treffern identisch sind.

Metasuchmaschinen

Eine Metasuchmaschine leitet eine Anfrage an mehrere andere Suchmaschinen weiter. Anschließend bereitet sie die Ergebnisse auf - sie entfernt dabei unter anderem Doubletten. Da das seine Zeit dauert, arbeiten Metasuchmaschinen in der Regel langsamer als "einfache" Suchmaschinen. Zu den bekanntesten deutschen Metasuchmaschinen zählen Apollo 7, Metacrawler und Metager. Apollo 7 befragt bis zu 8 deutsche und 5 internationale Suchmaschinen. Metacrawler bietet dem Nutzer keine Möglichkeit, die zu durchsuchenden Seiten festzulegen. Metager bringt es auf bis zu 23 deutsche sowie 7 wissenschaftliche und 13 weitere Spezialsuchmaschinen. Für Standard-Anfrage liefern einfach Suchmaschinen jedoch meist die besseren und übersichtlicheren Ergebnisse.

Fazit

Der Platzhirsch Google verteidigt seinen Anspruch zu Recht, denn er liefert durchweg gute und zuverlässige Ergebnisse. Zusätzliche Features finden sich bei Yahoo, das ebenfalls hervorragende Dienste leistet. Microsoft hinkt hinter dieser Konkurrenz noch her. Wer sich einen schnellen Überblick über mögliche interessante Treffer verschaffen will, ist bei den Suchmaschinen Abacho und Ask dank ihrer Vorschau-Funktion gut aufgehoben.

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