Was leistet Adobe InCopy?

28.08.2011 09:00:00
InDesign lässt sich eng mit der Redaktions-Software Adobe InCopy vernetzen. Doch wer braucht InCopy und welche Aufgaben kann das Programm übernehmen?

Wer die Layoutsoftware Adobe InDesign besitzt, hat sicher auch schon etwas von Adobe InCopy gehört. Dennoch kennen Kreative das Programm kaum. Dabei haben InDesign und InCopy einiges gemeinsam – vor allem bei der Produktion von Magazinen oder Zeitungen können mehrere Teilnehmer komfortabel gemeinsam an einem Projekt arbeiten.

Die wichtigsten Merkmale von InCopy

Adobe InCopy ist ein Textverarbeitungsprogramm, das Redakteure oder Autoren für die Erstellung ihrer Artikel verwenden können. Die Grundlage der Software ist die gleiche wie bei Adobe InDesign. Werden beide Programme in einem Projekt eingesetzt, können Layout und Text parallel entstehen. Der Layouter hat so die Möglichkeit zu sehen, wie lang der Artikel wird und nach welcher Vorlage er angelegt werden soll. Der Redakteur kann wiederum erkennen, wie sein Text im Layout aussehen wird. InCopy kostet als Vollversion rund 500 Euro. Es ist nicht in einem der Adobe Creative Suite-Pakete enthalten.

Der Workflow

Redakteure können mit Hilfe von InCopy einzelne Textabschnitte bearbeiten, die zuvor in Adobe InDesign gestaltet wurden. Sie füllen diese Abschnitte mit Artikeln und geben die Beiträge anschließend in InCopy wieder frei. Nun wird die entsprechende Verknüpfung auch in InDesign aktualisiert. Der Layouter kann bei Bedarf die Gestaltung anpassen – zum Beispiel, wenn der Text zu lang ist. In InCopy können Anwender über Plug-ins für den Bridge-Workflow zusammen mit InDesign auf einem oder mehreren Rechnern arbeiten. Diese Plug-ins sind in Adobe InDesign bereits vorinstalliert.

So funktioniert Adobe InCopy

Adobe InCopy ist eine Schnittstelle zwischen Grafik bzw. Layout und der Redaktion. Ein Layouter kann in InDesign einen Rahmen auswählen, den der Redakteur mit Text füllen soll. Über „Bearbeiten“ und „InCopy“ kommt er zum Dialog „Neue Aufgabe“. Hier kann er den Rahmen einem bestimmten Projektteilnehmer zuweisen und einzelne Voreinstellungen treffen. Im Anschluss checkt der Redakteur die Aufgabe über das Palettenmenü aus. In InDesign sieht der Kreative einen Bleistift, wenn an der Aufgabe gearbeitet wird. Während jemand in InCopy an dem Rahmen arbeitet, kann der Layouter die Textfunktion in InDesign innerhalb dieses Rahmens nicht mehr nutzen. Ist der Redakteur fertig mit seiner Arbeit, checkt er die Aufgabe wieder ein. Jetzt aktualisiert InDesign den Abschnitt. Dazu sollte der Layouter auf „Inhalt aktualisieren“ klicken.

Werkzeuge in InCopy CS3

Innerhalb von InCopy stehen dem Anwender drei Ansichts-Modi zur Verfügung. Die Layout-Ansicht zeigt die gesamte InDesign-Seite, während der Redakteur in der Textabschnitt-Ansicht direkt ins Layout schreiben kann. Die Druckfahnen-Ansicht stellt den Spalten- und Zeilenumbruch nach den aktuellen Absatzformaten und Wörterbüchern dar. Die Werkzeuge wie die Absatz- und die Zeichenformate sowie die Tabellenformate und die typografischen Tools funktionieren genau gleich wie in InDesign. Zusätzlich gibt es in InCopy die Möglichkeit, Änderungen zu verfolgen. Das Kommentieren von Texten ist über eigene Werkzeuge möglich. Selbst Bilder können in InCopy platziert werden.

Komplette Redaktionssysteme

Es gibt ganze Redaktionssysteme, die auf Adobe InCopy basieren. Sie sind vor allem bei größeren Redaktionen oder Projekten sinnvoll. Eines davon stammt von Woodwing und ist in zwei verschiedenen Versionen erhältlich. Softcare bietet mit K4 und K2 ebenfalls zwei Redaktionssysteme an. Die Funktionen der Systeme beider Hersteller sind ähnlich – in K4 von Softcare können auch Office-Dokumente aus Microsoft Word oder Excel eingebunden werden.

 

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