Was ist ASCII?

26.04.2018 09:00:00
Wir Menschen kommunizieren über eigene Sprachen, Rechner tun dies auch. Der erste Standard dieser Computersprachen war der ASCII-Code. Mit ihm werden Buchstaben und Zeichen in Zahlenabfolgen übersetzt.

Mittlerweile gibt es zwar nicht mehr nur den einen Standard ASCII (sprich: as-ki), sondern auch ANSI, Unicode oder UTF-8. ASCII ist jedoch geschichtlich gesehen die Basis für diese Art von Codes.

Es werden dabei Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen so umgeschrieben – oder eben codiert – dass Rechner sie verstehen und entsprechend abbilden können. ASCII ist sozusagen eine Übersetzungshilfe. Man spricht von einer standardisierten Zeichencodierung, die alles, was über die Tastatur eingegeben wird, in Bits umwandelt.

Was ASCII kann

ASCII steht für „American Standard Code für Information Interchange“, also für den amerikanischen Standardcode zum Austausch von Informationen.
Quelle: Wikicommons
ASCII steht für „American Standard Code für Information Interchange“, also für den amerikanischen Standardcode zum Austausch von Informationen. Entwickelt wurde er vor mehr als 40 Jahren; zum letzten Mal aktualisiert wurde er 1986.

Der Code legt 95 druckbare Zeichen und 33 nicht-druckbare Zeichen fest. Mit dazu gehören das lateinische Alphabet in Klein- und Großschreibung, die zehn arabischen Ziffern sowie Satz- und Steuerzeichen. Darunter sind beispielsweise der Doppelpunkt, das Prozentzeichen oder das Semikolon.

Aber auch ein Befehl, der den Druckkopf eines Druckers zur Rückkehr an den Zeilenanfang bewegt, ist enthalten.

Ein Muster aus 0 und 1

Mit der Computersprache ASCII werden Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen in Zahlenabfolgen übersetzt.
Quelle: Wikicommons
ASCII baut auf dem gleichen Prinzip wie das Morsealphabet auf: Jedem Zeichen wird ein Muster zugeordnet. Beim ASCII-Format besteht es aus sieben Bits.

Jedes Bit kann dabei den Wert „0“ oder „1“ annehmen. Das wird auch als „binäres Alphabet“ bezeichnet. Die „0“ bedeutet „aus“, die „1“ bedeutet „an“. Aus diesen Kombinationen ergeben sich 27 = 128 Code-Möglichkeiten.

Diese Anzahl ist jedoch sehr begrenzt: Es fehlen im 7-Bit-ASCII-Code die Sonderzeichen und die Umlaute des deutschen Alphabets wie ß, ü, ä oder ö. Außerdem verarbeitet ein Computer die Informationen in 8-Bit-Einheiten.

Deshalb wird das achte Bit meistens dafür genutzt, um den ursprünglichen 7-Bit-Code zu erweitern. Dann sind 256 Kombinationen möglich. Allerdings ist das immer noch zu wenig, um alle existierenden Sprachzeichen darstellen zu können. Vor allem in Ostasien gibt es daher Mehr-Bit-Codierungen.

Nicht alles ist genormt

Das ASCII-Format übernimmt keine Textformatierungen wie zum Beispiel Absatzlinien und auch keine Zeichenattribute wie die Schriftgröße oder den Schriftschnitt. Lediglich die Absätze bleiben erhalten.

Auch der Austausch von ASCII-Daten zwischen unterschiedlichen Plattformen ist schwierig: Alle Umlaute und Spezialzeichen der europäischen Sprachen befinden sich auf den 128 zusätzlichen Code-Möglichkeiten des 8-Bit-ASCII. Diese sind jedoch nicht normiert.

Deshalb gibt es zum Beispiel zwischen dem Mac- und Windows-Zeichensatz mehr als 20 Zeichen, die auf der jeweils anderen Plattform anders codiert sind. Das bedeutet beispielsweise, dass ein „Ö“ auf dem Mac nicht zwangsläufig ein „Ö“ unter Windows sein muss.

Beispiele aus der Praxis

ASCII wird nicht nur beim Austausch von unformatierten Textdateien eingesetzt. Auch PostScript- oder PPD-Dateien sind technisch gesehen ASCII-Textdateien.

Das Gleiche gilt für den Quellcode einer HTML-Webseite oder das XML-Format. In diesem Fall werden einfache ASCII-Dateien um Formatierungsanweisungen ergänzt, die auch als Stilvorlagen oder Satzanweisungen bekannt sind.

Davon machen auch Layoutprogramme wie beispielsweise Adobe InDesign Gebrauch.

 

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