Was Freiberufler verdienen sollten

08.06.2017 09:00:00
Wenn Freiberufler von ihren Einkünften leben wollen, macht das eine genaue Kalkulation unabdingbar. Was dabei beachtet werden sollte, erklären wir in diesem Artikel!

Den Traum von einer freiberuflichen oder selbstständigen Tätigkeit haben viele Kreative. Doch man muss genau durchrechnen, ab wann man von dieser Art der Beschäftigung leben kann, wie hoch die Stundensätze ausfallen müssen und welche Abgaben anfallen. Nur wer einen klaren Überblick über die Kalkulation hat, kann von seinem Beruf leben.

Berufliche Ausgaben

Um eine vernünftige Finanzbasis zu schaffen, müssen Freiberufler und Selbstständige zunächst die laufenden Kosten definieren. Dazu gehören Steuern, Ausgaben für die Kranken- und Rentenversicherung, für mögliche zusätzliche Versicherungen und Abgaben an Verbände. Auch die Arbeitsmittel wie Software oder Grafiktablets zählen dazu. Büromiete, Software-Leasing, Internet- und Telefonanschluss, Strom und Nebenkosten am Arbeitsplatz verursachen weitere Kosten. Die Anschaffung von Geschäftswagen oder Computern wird über mehrere Jahre abgeschrieben und muss ebenfalls in die Berechnung einfließen.

Abgaben

Das muss bedacht werden: Freiberufler müssen eine Einkommenssteuererklärung abgeben.
Quelle: Thorben Wengert / Pixelio.de
Freiberufliche Grafiker müssen Umsatzsteuer, Einkommenssteuer und Solidaritätszuschlag zahlen. Selbstständige, die ein Gewerbe angemeldet haben und über der Freigrenze von 24.500 Euro Jahresumsatz liegen, müssen zudem noch Gewerbesteuer entrichten. Eine Ausnahme gibt es nur für Kleinunternehmer, die weniger als 17.500 Euro im Jahr umsetzen. Für sie entfällt die Umsatzsteuer. Die Einkommenssteuer richtet sich nach der Höhe des Einkommens – wer mehr verdient, zahlt auch mehr. Die Gewerbesteuer fällt je nach Ort, an dem das Gewerbe angemeldet wurde, unterschiedlich hoch aus. Sie wird jedoch auf die Einkommenssteuer angerechnet. Bezüglich der Umsatzsteuer reicht Freiberuflern eine Einnahmen-Überschussrechnung. Gewerbetreibende müssen dagegen eine doppelte Buchhaltung führen.

Reserven

Viele Kreative, die freiberuflich oder selbstständig tätig sind, machen den Fehler, dass sie keine Reserven einkalkulieren, beispielsweise für Urlaub oder Krankheitstage. An diesen Tagen werden keine Einkünfte erzielt, die Abgaben und Ausgaben laufen jedoch weiter. Daher sollte in eine vernünftige Kalkulation ein entsprechender „Puffer“ mit eingebaut werden. Gleiches gilt für eine Flaute bei der Auftragslage, wenn Jobs für eine Weile rarer werden oder ganz ausbleiben.

Einnahmen

Auch für Freiberufler wichtig: Der Arbeitstag sollte ausreichende Pausen enthalten.
Quelle: Kurt Michel / Pixelio.de
Den Ausgaben, Abgaben und Reserven stehen die Einnahmen gegenüber. Rechnen Grafiker ausschließlich nach Stundensatz ab, ist eine Kalkulation einfach. Projektbezogene Honorare können auf die Arbeitszeit herunter gebrochen werden. Bei der Berechnung der Stunden, die im Monat geleistet werden können, sollte man vorsichtig kalkulieren. Samstag und Sonntag sollten keine Arbeitstage sein, denn niemand kann 365 Tage im Jahr arbeiten. Zudem sollte genug Zeit für Pausen einkalkuliert werden.

Gegenrechnung

Wer alle Ausgaben mit allen Einnahmen verrechnet, darf nicht in die Falle tappen und zufrieden sein, wenn diese Bilanz „null auf null“ ausgeht. Denn dann ist auch der eigene Verdienst gleich null! Grafiker müssen aber von etwas leben können. Das eigene „Gehalt“, der Bedarf für den Lebensunterhalt, muss also ebenfalls in die Kalkulation einfließen. Berücksichtigt man all diese Punkte, sollte der Netto-Stundensatz eines Grafiker um die 90 Euro liegen, um bei entsprechender Auftragslage ein gesichertes Auskommen zu garantieren.

 

Passende Druckprodukte für Freiberufler und Selbständige sind zum Beispiel Visitenkarten, Briefbögen, Ordner und Firmenschilder. Diese Produkte haben wir in diesem Artikel näher vorgestellt. Auch kleine Auflagen sind natürlich möglich, wenn das eigene Unternehmen jung ist und die Kosten überschaubar bleiben sollen. Eine kostenlose Beratung gibt es beim Serviceteam von LASERLINE. Wir wünschen viel Erfolg bei der weiteren Planung!

 

Übersicht Druckprodukte
  • zahlreiche Produkte im Digital- und Offsetdruck

  • umfangreiches Sortiment in der Werbetechnik

  • Rollenoffset Produkte für große Auflagen
  • 100% klimaneutral
Produkte finden
Wir helfen Ihnen weiter!
SIE BENÖTIGEN HILFE BEI DER DRUCKDATENERSTELLUNG?
Wir helfen Ihnen gerne bei der Erstellung Ihrer Druckvorlagen.
Auf unserer Serviceseite haben wir viele nützliche Hinweise dazu zusammengefasst.
SIE HABEN IHR WUNSCHPRODUKT NICHT GEFUNDEN?
Sollten Sie spezielle Anforderungen an ein Produkt haben, richten Sie bitte eine Anfrage an unser Service-Team. Gemeinsam finden wir die richtige Lösung für Sie!