Was Designleistungen wert sind

03.03.2016 09:00:00
Nicht zu viel, aber vor allem nicht zu wenig: So findet man das richtige Maß bei Honoraren und Vergütungen.

Selbstständige Designer machen oft den Fehler, ihre Leistungen zu günstig anzubieten. Aber wie viel ist angemessen und wann verkauft man sich unter Wert? Einen guten Anhaltspunkt gibt der Vergütungstarifvertrag Design (VTV), der 2015 in neuer Version erschienen ist. Hier werden nicht nur Honorare festgehalten, sondern auch Anhaltspunkte für die Kalkulation gegeben.

VTV Design

Honorare und Vergütungen müssen sorgfältig kalkuliert werden.
Quelle: Kersten Schröder / Pixelio.de
Seit 1977 gibt es den Vergütungstarifvertrag Design. Die aktuelle, neunte Version wurde 2015 veröffentlicht. Verhandlungspartner sind die Allianz deutscher Designer (AGD) und die Selbstständigen Design Studios (SDSt). Der VTV unterliegt den Bestimmungen des Tarifvertragsgesetzes (§ 12a TVG) und ist beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie bei den Landesarbeitsministerien tarifvertraglich registriert. Das Vertragswerk ist in mehrere Teile aufgeteilt und umfasst Beratungsleistungen, kreative Arbeiten, Nutzungsrechte sowie zusätzliche Leistungen. Die Unterteilung ist auch deswegen wichtig, weil rechtlich gesehen drei Vertragsarten greifen – Werkvertrag, Lizenzvertrag und Dienstvertrag.

Werkverträge

Der Werkvertrag legt eine fest vereinbare Summe für eine Arbeit fest. Der VTV Design enthält 800 Beispiele in neun Fachbereiten in Spannen „von… bis“. Auf dieser Grundlage können Designer ihr eigenes Projekt einordnen.

Lizenzverträge

Mit Lizenzverträgen wird die Nutzung eines Projekts geregelt. Hier kommen Urheberrecht und eingetragenes beziehungsweise nicht-eingetragenes Design zur Wirkung. Das Honorar für die Nutzung muss immer dem Verwendungszweck angepasst werden, daher beinhaltet der VTV Design den so genannten Nutzungsfaktor.

Dienstverträge

Der aktuelle Stundensatz liegt bei 90 Euro.
Quelle: Rainer Sturm / Pixelio.de
Egal ob Beratungsleistung oder sonstige Leistung: Beim Dienstvertrag wird ein Stundensatz ausgehandelt, nach dem die Arbeit abgerechnet wird. Im VTV Design ist ein Stundensatz von 90 Euro vereinbart. Natürlich kann der Stundensatz auch darunter liegen, wenn es von beiden Vertragspartner gewünscht ist.

Schriftliche Version

Der VTV Design kann für 39 Euro in Buchform bestellt werden und ist dann immer zur Hand, wenn er benötigt wird. Er ist zum Beispiel im [OnlineShop] https://agd.de/shop/publikationen/verguetungstarifvertrag-2 "VTV Design") der Allianz deutscher Designer erhältlich.

Online-Kalkulation

Rasch komplette Projekte durchkalkulieren – das ist mit VTV Online möglich, der digitalen Variante des Angebots. 200 Beispielprojekte sind kostenlos abrufbar. AGD-Mitglieder erhalten Zugriff auf das komplette Vertragswerk. Zusätzlich können sie auf die Pro-Version aufrüsten, mit der es zum Beispiel möglich ist, eigene Stundensätze und Textbausteine zu hinterlegen. Unterstützung geben die Verbände für Kreative. Verschiedene Verbände für Designer, Grafiker und Kreative hatte LASERLINE in diesem Fachartikel vorgestellt.

 

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