Was bedeutet Papierlaufrichtung?

08.06.2017 09:00:00
Papiere weisen eine von zwei unterschiedlichen Papierlaufrichtungen auf. Wir erklären, was dahinter steckt und warum die Laufrichtung wichtig ist.

Bedingt durch die Produktion in der Papiermaschine weisen Papiere eine bestimmte Laufrichtung auf. Die Fasern des Zellstoffs richten sich gemäß der Bahnlaufrichtung in der Herstellung aus. Je nachdem, wie die Papierbögen anschließend aus der Papierbahn geschnitten werden, unterscheidet man zwischen Schmalbahn- und Breitbahnpapieren.

Zwei Varianten

Die Papierlaufrichtung wird durch die Produktion bedingt.
Quelle: Bernd Rother / Pixelio.de
Die Papierproduktion bedingt, dass es zwei verschiedene Arten von Laufrichtungen bei Papieren gibt: Am Ende der Papiermaschine wird die fertig erzeugten Papierbahn aufgewickelt, um danach auf Format geschnitten zu werden. Bei Schmalbahnpapieren verläuft die Laufrichtung dann parallel zur langen Seite des Papiers, bei Breitbahnpapieren verläuft sie parallel zur kurzen Seite.

Die Laufrichtung ermitteln

Papier reißt in Laufrichtung leichter.
Quelle: Siegfried Fries / Pixelio.de
Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Papierlaufrichtung bei einem vorliegenden Papier festzustellen. Die einfachste ist, das Papier in beide Richtungen zu reißen. Parallel zur Laufrichtung reißt das Papier deutlich leichter, entgegen der Laufrichtung geht es schwerer und der Riss verläuft faseriger. Des Weiteren kann man die Papierkante zwischen zwei Fingernägeln hindurchziehen. Tut man das in Laufrichtung, passiert wenig. Entgegen der Laufrichtung kräuselt sich das Papier leicht. Aufwändiger ist es, das Papier anzufeuchten. Es wellt sich anschließend quer zur Laufrichtung.

Warum ist die Laufrichtung wichtig?

In der Druckweiterverarbeitung ist die Papierlaufrichtung entscheidend, vor allem beim Falzen. Das Falzen geht einfacher, wenn das Papier in Laufrichtung gefalzt wird. Wird es entgegen der Laufrichtung gefalzt, kann der Falz aufbrechen oder auffasern. Das Ergebnis ist eine unsaubere Falzkante. Abschwächen kann man diesem Effekt, indem vor dem Falzen gerillt wird. Doch auch der Rillvorgang wird besser in Papierlaufrichtung vorgenommen.

Papier im Laserdrucker

Wird Papier im Laserdrucker bedruckt, entsteht bei der Fixierung Hitze. Diese Hitze entzieht den Papierfasern Feuchtigkeit – auf der bedruckten Seite stärker als auf der unbedruckten. Das hat zur Folge, dass sich das Papier wellen kann. Der Effekt ist jedoch geringer, wenn Schmalbahnpapier bedruckt wird, da sich das Papier dann weniger stark einrollt als dies bei Breitbahnpapieren der Fall ist.

 

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