Was bedeuten lpi, dpi und ppi?

14.06.2018 09:00:00
Die Auflösung eines Fotos oder Druckes ist einer der Werte, an denen man die optische Qualität festmacht. Auch Scanner, Kameras und Bildschirme haben eine Auflösung. Trotz desselben Begriffs existieren unterschiedliche Einheiten.

Druckmaschinen, Scanner, Digitalkameras und Bildschirme auf der einen Seite – Drucke, Digitalfotos und Videos auf der anderen. Sowohl die Ausgabesysteme haben eine Auflösung als auch das, was sie produzieren oder zeigen.

Die Auflösung zählt zu den wichtigsten Qualitätsparametern. Meistens gilt, je höher desto besser. Allerdings wird sie oft in unterschiedlichen Einheiten angegeben.

Am bekanntesten sind dpi und Megapixel. Aber es gibt noch mehr. Sie alle haben ihre eigene Bedeutung.

Auflösung in dpi

Mit unzureichender Auflösung wird das Druckergebnis pixelig.
Die Maßeinheit dpi steht für die englische Bezeichnung „dots per inch“. Das bedeutet „Punkte pro Zoll“. Ein Zoll entspricht 2,54 Zentimetern.

Die Einheit dpi wird auch als Punktdichte bezeichnet. Sie ist zum Beispiel bei Ausgabesystemen wie Belichtern oder Druckern korrekt. Je mehr Punkte auf einem Zoll liegen, desto feiner ist die Auflösung.

Erreicht ein Gerät eine Auflösung von 1.200 dpi x 600 dpi, bedeutet das, dass sich in der Horizontalen 1.200 Punkte auf 2,54 Zentimetern verteilen. In der Vertikalen sind es entsprechend 600 Punkte.

Auflösung in ppi

Auch ppi ist die Abkürzung für einen englischen Ausdruck: „pixel per inch“. Diese Einheit bezeichnet die Abtast- oder Scan-Auflösung und damit die kleinste Bildinformation, die ein System erfassen kann.

Man nennt ppi auch Pixeldichte. Sie gilt nicht nur für Scanner, sondern auch für Monitore. Diese Geräte können nicht wie ein Drucker Punkte (= dots) ausgeben, sondern eben nur Pixel. Deshalb ist es falsch, die Auflösung von Scannern und Monitoren in dpi anzugeben.

Gleiches gilt für die Auflösungen von Digitalfotos – sie haben streng genommen ebenfalls keine Dots, sondern Pixel. Dennoch ist umgangssprachlich oft von dpi die Rede.

Auflösung in lpi

Pixelig kann auch gewollt sein – zum Beispiel bei Minecraft, Street Art oder bei Kunstwerken wie hier in Vancouver.
Quelle: Aditya Chinchure / Unsplash
Ähnlich wie dpi und ppi steht die Einheit lpi für einen englischen Begriff, in diesem Fall für „lines per inch“. Streng genommen wird jedoch nicht die Auflösung angegeben, sondern die Rasterweite beziehungsweise die Rasterfrequenz im Druck.

Um ein Bild zu drucken, muss es zunächst gerastert werden. Im Offsetdruck werden die vier Farbauszüge CMYK (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz) separat gerastert. Unter „Rastern“ versteht man das Auflösen der Halbtonwerte eines Bildes in Punkte oder Linien – die Rasterweite gibt die Anzahl der Rasterlinien an.

Je höher der Wert ist, desto feiner ist die Wiedergabe. Als Faustregel für die Bildauflösung gilt, dass sie 1,5 bis 2-mal so groß sein sollte wie die Rasterweite. Für ein Raster mit 150 lpi sollte das Bild also eine Auflösung von 300 ppi haben.

Der lpi-Wert ist auch unter dem Begriff Zeilendichte bekannt. Bei 60 Linien pro Zentimeter (L/cm) wird oft von einem „60er-Raster“ gesprochen. Und das entspricht ungefähr 150 lpi.

In der Onlinedruckerei von LASERLINE wird mit einem 80er-Raster gedruckt, das circa 200 lpi entspricht. Für eine hervorragende Druckqualität müssten Bilder also optimalerweise eine Auflösung von 400 ppi haben.

Auflösung in Bit

Bei Scannern kommt zu den Parametern für die Auflösung der Bit-Wert hinzu, der die Farbwertauflösung beziehungsweise die Datentiefe angibt.

Werden zum Beispiel pro Farbe 8 Bit erfasst, sind dies bei drei Farben rund 16,7 Millionen Farbnuancen: 3 x 8 Bit entsprechen 24 Bit.

24 Bit wiederum entspricht dem Wert 2 hoch 24. Das ergibt 16,7 Millionen.

Auflösung in Megapixel

Die Auflösung von Digitalkameras wird in Megapixeln angegeben. Auch dieser Wert gibt an, wie detailgenau das Gerät einzelne Elemente erfasst.
Quelle: Julian Santa Ana / Unsplash
Die Auflösung von Digitalkameras wird in Megapixeln angegeben. Auch dieser Wert gibt an, wie detailgenau das Gerät einzelne Elemente erfasst. Ein Megapixel entspricht einer Million Pixel.

Eine Digitalkamera mit 7 Megapixeln hat beispielsweise eine Auflösung von 3.072 x 2.304 Pixeln. Bei einer optimalen Fotoauflösung von 400 ppi lässt sich damit ein circa 19,5 x 14,6 cm großes Bild drucken.

Geht man mit der Fotoauflösung auf 200 ppi runter, verringert also die optische Qualität, kann man das Druckformat bis zu circa 39 x 29 cm vergrößern.

Das Wissen über Megapixel und ppi wird zunehmend wichtiger. Denn die Nachfrage nach Fotografien steigt, die – auf Acrylglas oder Canvas gedruckt – in Wohnzimmer und Küche hängen oder das Foyer eines Unternehmens schmücken. Je besser die Auflösung der übermittelten Fotos ist, desto besser ist das Druck-Erzeugnis.

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