Was bedeuten lpi, dpi und ppi?

29.11.2011 09:00:00
Die Auflösung kann in verschiedenen Maßeinheiten angegeben werden. Die gängigsten sind lpi, dpi und ppi. Digitalkameras wiederum geben die Auflösung in Megapixel an.

Bei Drucksystemen, Scannern und Digitalkameras zählt die mögliche erreichbare Auflösung zu den wichtigsten Qualitätsparametern. Auch im Druck ist die Auflösung ein wichtiges Kriterium – neben der Rasterfrequenz. Allerdings wird die Auflösung nicht immer in der gleichen Einheit angegeben: Es gibt die Maße dpi, ppi und Megapixel, hinzu kommt lpi für die Rasterweite. Was bedeuten diese Werte genau?

Auflösung in dpi

Die Maßeinheit „dpi“ steht für die englische Bezeichnung „dots per inch“. Das bedeutet „Auflösungsfeinheit in Punkten pro Inch“. In dpi wird zum Beispiel die Auflösung von Ausgabesystemen wie Belichtern oder Druckern angegeben. Ein Inch entspricht einem Zoll bzw. 2,54 Zentimetern. Die Einheit dpi wird im Deutschen auch als Punktdichte bezeichnet. Erreicht ein Gerät eine Auflösung von 1.200 dpi x 600 dpi, so bedeutet das, dass sich in der Horizontalen 1.200 Punkte auf 2,54 Zentimetern verteilen. In der Vertikalen sind es entsprechend 600 Punkte.

Auflösung in ppi

Auch „ppi“ ist die Abkürzung für einen englischen Ausdruck: „pixel per inch“. Die Einheit ppi bezeichnet die Abtast- oder Scan-Auflösung und damit die kleinste Bildinformation, die ein System erfassen kann. Man nennt die Einheit ppi übersetzt auch Pixeldichte. Sie wird nicht nur für Scanner, sondern auch für Monitore eingesetzt. Diese Geräte können nicht wie ein Drucker „Punkte“ (= dots) ausgeben, sondern eben nur Pixel. Deshalb sollte die Auflösung von Scannern und Monitoren auch nicht in dpi angegeben werden. Gleiches gilt für Bildauflösungen – sie haben streng genommen ebenfalls keine Dots, wie die Ausgabegeräte, sondern Pixel. Dennoch ist umgangssprachlich oft von „dpi“ die Rede.

Auflösung in lpi

Ähnlich wie dpi und ppi steht auch die Einheit lpi für einen englischen Begriff, in diesem Fall für „lines per inch“. Damit wird jedoch nicht die Auflösung angegeben, sondern die Rasterweite beziehungsweise die Rasterfrequenz im Druck. Um ein Bild zu drucken, muss es zunächst gerastert werden. Im Offsetdruck werden die vier Farbauszüge (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz) separat gerastert. Unter „Rastern“ versteht man die Auflösung der Halbtonwerte eines Bildes in Punkte oder Linien – die Rasterweite gibt die Anzahl der Rasterlinien an. Je höher der Wert ist, desto feiner ist die Wiedergabe. Als Faustregel für die Bildauflösung gilt, dass sie 1,5 bis 2-mal so groß sein sollte wie die Rasterweite. Für ein Raster mit 150 lpi sollte das Bild eine Auflösung von 300 ppi haben. Übrigens wird der Wert lpi auch als Zeilendichte bezeichnet. Im Deutschen wird oft auch von einem „60er-Raster“ gesprochen. Das ist zum Beispiel ein Wert von 150 lpi, umgerechnet in Zentimeter entspricht das 60 L/cm. LASERLINE druckt mit einem 120er-Raster, das ca. 300 lpi entspricht. Durch die kleineren Rasterpunkte wird auch eine bessere Qualität erreicht. Für eine hervorragende Druckqualität müssten Bilder also optimalerweise eine Auflösung von 400 ppi haben.

Auflösung in Bit

Bei Scannern kommt zu den Parametern für die Auflösung noch der Bit-Wert hinzu, der die Farbwertauflösung beziehungsweise die Datentiefe angibt. Werden zum Beispiel pro Farbe 8 Bit erfasst, so sind dies bei drei Farben rund 16,7 Millionen Farbnuancen: 3 x 8 Bit entsprechen 24 Bit. 24 Bit wiederum entspricht dem Wert 2 hoch 24. Das ergibt 16,7 Millionen.

Auflösung in Megapixel

Die Auflösung von Digitalkameras wird in Megapixeln angegeben. Auch dieser Wert gibt an, wie detailgenau das Gerät einzelne Elemente erfasst. Ein Megapixel entspricht dabei einer Million Pixel. Eine Digitalkamera mit 7 Megapixeln hat beispielsweise eine Auflösung von 3.072 x 2.304 Pixeln. Dies ergibt für den Druck eine umgerechnete Bildgröße von ca. 19,5 x 14,6 cm bei einer optimalen Auflösung von 400 ppi. Die Qualität ist gerade noch in Ordnung bei einer Bildauflösung von 200 ppi, was in diesem Falle eine Größe von ca. 39 x 29 cm ergibt. Dies ist zum Beispiel relevant für Fotografien, die später auf Acrylglas oder Canvas-Leinwand gedruckt werden sollen. Je besser die Auflösung der übermittelten Fotos ist, umso besser wird am Ende auch das Druckerzeugnis sein.

 

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