Von der Logistik zum Link

31.03.2011 09:00:00
1994 hat das Unternehmen Denso Wave QR-Codes erfunden – ursprünglich für die Logistik. Heute nutzt man sie auch in der Werbung, um Links zu codieren.

Sie sind unscheinbar, oft kleiner als eine Briefmarke, schwarzweiß und verstecken sich auf immer mehr Werbemitteln: QR-Codes. Scannt man die kleinen Strichcodes, beispielsweise mit dem Handy, so öffnet sich mit speziellen Programmen die Webseite dahinter und zeigt weitere Informationen zu Produkten oder Sehenswürdigkeiten an.

Was sind QR-Codes?

Quelle: Sandra Küchler

„QR“ steht für „Quick Response“, also schnelle Antwort. Denso Wave entwickelte das Verfahren ursprünglich für den Automobilkonzern Toyota und die Teilelogistik. Ein QR-Code kodiert die Daten binär, vier Quadrate in seinen Ecken dienen dem Scanner beziehungsweise der Kamera als Fixpunkte. QR-Codes sind solide: Selbst wenn fast ein Drittel des Codes nicht mehr lesbar ist, ist die Erkennung noch sicher gestellt. Der Code enthält Informationen zur Version, zum benutzten Datenformat und die Daten selbst. Bei Werbeanwendungen wird darauf abgezielt, dass der QR-Code mit der Handykamera fotografiert wird. Ein spezielles Programm dekodiert den Code und enthüllt den Link zu einer hinterlegten Webseite. Das wird auch als „Mobile Tagging“ bezeichnet. QR-Codes werden beispielsweise auf Plakaten, Anzeigen in Magazinen oder Broschüren gedruckt. Der Vorteil: Die Nutzer müssen die Webseite nicht mühsam selbst in den Browser eintippen, sondern werden automatisch auf die Page gelenkt.

Wie erzeugt man QR-Links?

Es gibt mittlerweile viele Dienste im Web, die im Handumdrehen Webseitenadressen in QR-Codes umwandeln. Anlaufstellen sind zum Beispiel Create QR Code, Kaywa Code oder ZXing. Ebenfalls nützliche Adressen: Jagtag bindet den Firmennamen mit ein; daneben gibt es noch die Dienste Delivr, Invx und GoQR. Achtung: Manche Dienste sind nur dann kostenlos, wenn der Code nicht für kommerzielle Zwecke verwendet wird.

Was sollte man bei der Gestaltung beachten?

Quelle: Robert Babiak jun. Pixelio

Je kleiner der Code auf Drucksachen platziert wird, desto weniger stört er das Gesamtbild der Gestaltung – desto schneller wird er jedoch auch übersehen und desto schwieriger ist er mit dem Handy zu scannen. Egal ob klein oder prominent platziert: Wichtig ist ein ausreichender Kontrast. Am besten steht der Code auf weißem Grund, damit er sich problemlos einlesen lässt. Auf dunklen Hintergründen wird es dagegen fast unmöglich, den QR-Code sinnvoll zu nutzen. Wo es Platz dafür gibt hilft ein kleiner Hinweis darauf, für was der Code gut ist und wie man ihn nutzen kann, denn nicht alle Anwender sind mit den „schwarzweißen Kästchen“ vertraut.

Welche Programme braucht man noch?

Es gibt auch kleine Programme, mit denen man die Codes wieder dekodieren kann. So kann man gleichzeitig testen, was genau im Code hinterlegt wurde. Eine Möglichkeit ist ZXing, bei dem man entweder die URL einer Seite mit Code angibt oder ein Bild hochladen kann. Über das Hochladen einer Datei mit QR-Code funktioniert auch der Online Barcode-Reader. Außerdem benötigen die Anwender eine Handy-Software, die die QR-Codes verarbeitet. Dazu gibt es für Apples Produkte einige Apps, viele davon gratis. Sie heißen beispielsweise „Code Scan“, „ScanMee“ oder „Semacode“. Die meisten dieser Anwendungen speichern einmal aufgerufene Webseiten, so dass man sie komfortabel erneut aufrufen kann.

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