Verschiedene Strichstärken

23.04.2015 09:00:00
Die Strichstärke ist eine der wesentlichen Eigenschaften von Fonts. Wir erklären, die unterschiedlichen Schriftschnitte.

Es gibt mehrere Kriterien, nach denen sich Schriften und Schriftschnitte erfassen lassen. Eine davon ist die Schriftstärke, auch Strichstärke, Schriftdicke oder Fette genannt. Die meisten Fonts stehen in verschiedenen Schriftstärken zur Verfügung. Bei der Wahl der passenden Stärke sollte auch die Druckbarkeit hinterfragt werden.

Die Strichstärke

Quelle: Forztbyte/ Wikimedia Commons

Quelle: Forztbyte/
Wikimedia Commons Die Strichstärke meint die Stärke der Linien, aus denen die Buchstaben eines Fonts bestehen. Vorbild sind die unterschiedlichen Stärken, die mit verschiedenen Schreibgeräten bei der Handschrift entstehen, beispielsweise in der Kalligraphie. Eine erste weitere Unterscheidung wird danach getroffen, ob die Strichstärke innerhalb des Fonts variiert oder ob sie gleich bleibt. Letzteres ist beispielsweise bei Grotesk-Schriften der Fall. Auch die Striche an sich haben verschiedene Bezeichnungen. Bei Fonts mit variierender Stärke bezeichnet man die Hauptlinien als Grundstrich, die feineren als Haarstrich. Oft wird zur Unterscheidung daher das Bedeutungspaar Schatten und Haar herangezogen.

Eine Frage der Druckbarkeit

Genau diesen Haarlinien sollte im Layout besondere Bedeutung beigemessen werden. Denn je feiner und dünner die Schriftstärke ausfällt, desto schwieriger wird es, diese Haarlinien zu drucken. Abhängig von der Rasterweite und -winkelung gelten hier unterschiedliche Werte. Im Zeitungsdruck brechen dünne Linien eher weg als bei Druckerzeugnissen auf gestrichenen Papieren im Zweifel sollte man sich von Experten beraten lassen, denn es kommt immer auch auf die verwendete Schriftart an. Bei kräftigen Fonts wirken fette Schriftschnitte zusätzlich wuchtig, filigrane Schriften erscheinen in dünnen Strichstärken noch zarter.

Bezeichnungen

Quelle: Uwe Steinbrich/ Pixelio.de

Quelle: Uwe Steinbrich/
Pixelio.de Bei Fonts gibt es für die Strichstärken unterschiedliche Bezeichnungen. Im Englischen werden sie unter dem Begriff weights zusammengefasst. Üblich sind neun Schriftstärkenklassen. Die Bezeichnung kann der Fontanbieter frei wählen, dennoch haben sich bestimmte Begriffe eingebürgert. Mit steigender Strichdicke kann man die Fette so benennen: ultraleicht, extraleicht, leicht, halbleicht, normal, halbfett, fett, extrafett und ultrafett. Im Englischen sind die Begriffe ultra light, extra light, light, semi light, regular, semi bold, bold, extra bold und ultra bold üblich.

Strichstärke von Linien

Neben der Strichstärke von Fonts muss im Layout auch die Stärke von Linien berücksichtigt werden. Sie grenzen zum Beispiel Teile der Gestaltung voneinander ab oder verbinden sie, häufig werden sie zudem als Spaltenlinien oder Zierelement eingesetzt. Hier ist es wichtig, die Stärke der Linien auf die Strichstärke der verwendeten Schrift abzustimmen. Im Zweifel nimmt man eher einen feineren Schriftschnitt als Referenz. Wichtig: Auch hier muss die Druckbarkeit von besonders feinen Linien beachtet werden.

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