Veranstaltungsprogramme produzieren

03.08.2005 09:00:00
Mit dem Zauberwort Database Publishing lassen sich Printprodukte mit vielen Einzeldaten wie Terminen oder Veranstaltungsort schneller produzieren ...

Ob es die Termine des Stadttheaters oder des Kleintierzüchtervereins sind - Verzeichnisse mit Daten von Hand und Eintrag für ein Eintrag selber zu setzen ist eher etwas für den gestraften Sisyphus, denn für Layouter. Hilfe bringt hier das sogenannte Database Publishing, das wie bei einem Serienbrief in den Programmen InDesign oder QuarkXPress die passenden Inhalte aus einer Datenbank an einen selbst gestalteten "Rahmen" liefert.

Was ist Database Publishing?

Mit dem Internet kam auch im Printbereich das Problem auf, wie man die Inhalte der Printpublikation ebenso im neuen Medium zur Verfügung stellen könnte. Nichts ist aufwändiger, als Daten doppelt und dreifach zu speichern, aufzubereiten und zur Verfügung zu stellen, nur weil sich die Plattform ändert. Ein Informationspool musste geschaffen werden, wozu die Inhalte von den Formaten getrennt werden mussten. Die Lösung heißt Database Publishing: Die Inhalte werden in einer zentralen Datenbank formatneutral gespeichert und von dort den unterschiedlichen Anwendungen zur Weiterverwendung zur Verfügung gestellt. Die Formatierung der Datenbankabfrage (auch Reports genannt) wird erst im jeweiligen Medium vorgenommen. Die Nutzung einer Ausgangsdatei für unterschiedliche Medien wird auch Cross Media Publishing genannt.

Wozu Database Publishing?

Vor allem bei der Erstellung von Katalogen mit zahlreichen Preisen, Artikelnummern und Beschreibungen ist Database Publishing wichtig, um auch kurz vor Ende der Produktion noch Angaben ändern zu können. Das Publizieren geschieht dann wie auf Knopfdruck. Daneben bietet Database Publishing aber auch die Möglichkeit, Termine und Inhalte von Veranstaltungsprogrammen zu managen und an ein Layoutdokument zu übergeben. Layoutprogramme wie QuarkXPress oder Adobe InDesign CS bieten hierzu jeweils eine XML-Schnittstelle an, also eine Art Importfunktion für das von Datenbankprogrammen oft ausgelieferte Format XML (eXtensible Markup Language).

Wie funktioniert es?

Wie bei der Erstellung eines Serienbriefs gestaltet der Layouter zunächst einen grafischen "Rahmen" für die später automatisch einzufilternden Daten. An Stelle der Daten wird ein Platzhalter gesetzt, ein sogenanntes Datenbankfeld. Dazu muss der Grafiker wissen, wie die einzelnen Felder der Datenbank selbst benannt sind. Deshalb ist neben dem Layout auch die Strukturierung der Daten im Vorfeld ein wichtiger Aspekt bei der Erstellung von datenbankgestützten automatisierten Medienproduktion. Dies ist auch von Vorteil in Bezug auf das Layout, denn ein Nachteil der Methode ist, dass die Datenbankinhalte unter anderem in Bezug auf die verfügbare Zeichenzahl oder Trennung der Wörter im Layoutprogramm nicht nachträglich formatiert werden können. Dafür lassen sich Preise, Daten oder Nummern ohne weitere Umwege schnellstens aktualisieren, ohne dass an der grafischen Umsetzung etwas geändert werden muss - zudem entfallen langwierige Korrekturarbeiten und man spart Zeit.

Database Publishing bei Veranstaltungsprogrammen

Gerade bei Veranstaltungsprogrammen gilt es, viele unterschiedliche Informationen auf ein Printprodukt zu bannen. Vom Termin über die Uhrzeit, Räumlichkeit, Veranstaltungsort, Teilnahmegebühr, Leiter der Veranstaltung und Inhalt gilt es, in einem einheitlichen Layout alles unterzubringen. Arbeitet man hierbei herkömmlich, indem man Textabschnitt für Textabschnitt mühsam in das vorgefertigte Schemata hinein kopiert, kann dabei schnell die Übersicht verloren gehen, Daten durcheinander geraten und damit das gesamte Printprodukt fehlerhaft werden. Database Publishing verhindert dies, wenn die Daten bereits in der Datenbank gut gepflegt sind. Zudem kann auf diese Daten auch von einer Webanwendung aus zugegriffen werden.

Layout-o-mat

Doch gerade der Umgang mit der Datenbank an sich ist oft der Pferdefuß des Database Publishing, da dieses Gebiet für viele noch unbekanntes Terrain ist. Die Ost-Berliner Grafiklegende Grappa blotto, auch bekannt als Andreas Trogisch, nahm sich diesen Umstand zu Herzen und entwickelte ein neues Database-Publishing-Programm, das sich speziell an Veranstalter und Gestalter richtet, denen Database Publishing noch fremd ist, die ihre Veranstaltungsprogramme aber dennoch schneller und kostengünstiger produzieren und ausgefeilter gestalten wollen. Der "Layoutomat" wurde speziell für die automatische Gestaltung von Veranstaltungs-programmen - seien es Theaterleporellos, Kino- oder Konzertprogramme - konzipiert. Das Rezept dahinter ist ebenso einfach, wie leicht zu bedienen: Die Kulturveranstalter geben ihre Programmhinweise in die "Daten-Waschmaschine" ein und die Informationen kommen mittels Platzhalter-Parametern "sauber, gebügelt und zusammengelegt" wieder heraus. Erhältlich ist der Layoutomat als Freeware-Version (also kostenlos) mit Eingabemaske und Kalenderfunktion, besonders geeignet für Bühnen- und Konzertveranstalter, Clubs und Museen, Kinos und Kulturhäuser. Für Grafiker gibt es die Vollversion für UR (zuzügl. MwSt.) mit allen Editiermöglichkeiten zur Erstellung von formatiertem Text.

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